Ob Sie vor einem Zuckertest Wasser trinken dürfen, hängt davon ab, welche Untersuchung Sie machen. In der Schwangerschaft gibt es zum Beispiel einen Suchtest mit 50 Gramm Glukose (Traubenzucker) und einen diagnostischen Test mit 75 Gramm. Für den Suchtest müssen Sie nicht nüchtern sein, für den diagnostischen Test schon.

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Bei dem 75-Gramm-Test in der Schwangerschaft dürfen Sie laut Patienteninformationen während der Nüchternphase stilles Wasser trinken. Bei anderen Zuckertests und nach dem Trinken der Zuckerlösung gilt jeweils die konkrete Vorgabe. Maßgeblich ist deshalb die konkrete Anweisung der Praxis oder des Labors.

Welche Testart ist gemeint?

Der 50-Gramm-Suchtest in der Schwangerschaft dient dazu, Hinweise auf Schwangerschaftsdiabetes zu finden; Sie müssen dafür nicht nüchtern sein. Eine Stunde nach dem Trinken der Zuckerlösung wird Blut abgenommen, und bei einem auffälligen Ergebnis folgt üblicherweise ein diagnostischer Test.

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Beim diagnostischen Schwangerschaftstest mit 75 Gramm Glukose, dem oralen Glukosetoleranztest (oGTT), wird Ihnen zuerst nüchtern Blut abgenommen. Danach trinken Sie eine Zuckerlösung. Weitere Blutproben werden in festgelegten Abständen genommen. Für die Nüchternphase vor diesem Test erlauben die ausgewerteten Patienteninformationen stilles Wasser.

Auch außerhalb der Schwangerschaft wird ein diagnostischer 75-Gramm-oGTT in der Regel morgens nach einer Nüchternphase durchgeführt. Die Vorgaben zur Vorbereitung können sich jedoch je nach Testbeschreibung und Einrichtung unterscheiden. Am Namen „Zuckertest“ lässt sich also nicht sicher erkennen, ob Wasser erlaubt ist.

Wann ist Wasser erlaubt?

Für den diagnostischen 75-Gramm-oGTT in der Schwangerschaft erlauben die entsprechenden Patienteninformationen stilles Wasser während der Nüchternphase. Beim 50-Gramm-Suchtest müssen Sie nicht nüchtern sein. Das sagt aber nicht, ob Wasser in jeder Situation rund um den Test erlaubt ist.

Besonders wichtig ist der Zeitpunkt: Die Erlaubnis, vor dem Test während der Nüchternphase Wasser zu trinken, beantwortet nicht automatisch, ob Sie nach der Zuckerlösung während der Wartezeit zusätzliches Wasser trinken dürfen. Die Angaben dazu sind nicht einheitlich. Halten Sie sich in dieser Phase an die Anweisung Ihrer Praxis oder des Labors.

Eine zeitliche Darstellung trennt die Nüchternphase vor dem Test von der Wartezeit nach dem Trinken der Zuckerlösung.
Die Regeln für Wasser können je nach Phase unterschiedlich sein; klären Sie die Wartezeit mit der Praxis oder dem Labor.

Was gilt bei unklarer Anweisung?

Fragen Sie vor dem Termin nach, ob ein 50-Gramm-Suchtest oder ein 75-Gramm-oGTT geplant ist und welche Regeln für Wasser gelten. Klären Sie auch, ob die Anweisung nur die Zeit vor dem Test oder ebenso die Wartezeit nach der Zuckerlösung betrifft.

Eine Patientin bespricht die Vorbereitungsregeln für ihren Zuckertest mit einer Mitarbeiterin in einer Praxis.
Bei Unsicherheit hilft es, die Testart und die Regeln für die Wartezeit vorab mit der Praxis zu klären.

Wenn Sie bereits Wasser getrunken haben, sagen Sie dem Personal, wann und wie viel. Anhand des vorgesehenen Testprotokolls kann das Personal entscheiden, wie es weitergeht. Ändern oder verschieben Sie den Test nicht eigenständig.