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So prüfen wir Evidenz

Nicht jede Studie beantwortet dieselbe Frage – und nicht jede Quelle ist stark genug für eine Handlungsempfehlung. Deshalb zeigen wir, was ein Beleg tatsächlich trägt und wo die Unsicherheit beginnt.

Unsere bevorzugten Quellen

  1. Aktuelle deutsche Leitlinien und Nationale VersorgungsLeitlinien
  2. DDG, RKI, BfArM, IQWiG und Gesundheitsinformation.de
  3. WHO und andere zuständige öffentliche Institutionen
  4. Cochrane-Reviews und geeignete systematische Übersichten
  5. Starke Primärstudien, wenn bessere zusammenfassende Evidenz fehlt

Für rechtliche, regulatorische oder produktspezifische Fakten verwenden wir die jeweils zuständige Primärquelle. Andere Gesundheitsseiten können einen Recherchehinweis geben, sind aber kein Beweis für eine inhaltlich wesentliche medizinische Aussage.

Was die Studienart verändert

Leitlinie
Ordnet die Gesamtevidenz für eine definierte Versorgungssituation ein. Empfehlung, Zielgruppe und Aktualität müssen zusammenpassen.
Systematische Übersicht
Fasst mehrere Studien nach einer beschriebenen Methode zusammen. Ihre Aussagekraft hängt von den eingeschlossenen Studien ab.
Randomisierte Studie
Kann Wirkungen einer Intervention unter den untersuchten Bedingungen besser prüfen, ist aber nicht automatisch auf jede Person übertragbar.
Beobachtungsstudie
Zeigt einen Zusammenhang. Sie beweist für sich allein nicht, dass ein Faktor die beobachtete Wirkung verursacht.
Mechanismus, Tier- oder Laborstudie
Kann eine Hypothese plausibel machen, belegt aber keinen klinischen Nutzen für Menschen.

Was bei jeder wichtigen Aussage sichtbar sein soll

  • Für welche Menschen und Situation gilt die Aussage?
  • Welche Maßnahme, Vergleichsgruppe und welches Ergebnis wurden untersucht?
  • Handelt es sich um Nutzen, Schaden, Zusammenhang oder Theorie?
  • Welche Einschränkungen oder Gegenanzeigen sind relevant?
  • Wann wurde die Quelle geprüft und wodurch wird eine Aktualisierung ausgelöst?

Zahlen und Rechner

Formeln, Grenzwerte und Umrechnungen werden mit Einheit und Quelle dokumentiert und anhand deterministischer Beispiele geprüft. Ein Rechner darf eine Einheit umwandeln, ohne daraus eine Diagnose, einen Zielwert oder eine Therapieentscheidung abzuleiten. Gesundheitseingaben unserer Werkzeuge sollen im Browser bleiben und nicht an den Server übertragen werden.

Unsicherheit ist ein Ergebnis

Wenn gute Evidenz fehlt oder Quellen widersprechen, sagen wir das. „Noch nicht geklärt“ ist hilfreicher als eine präzise klingende, aber unbelegte Antwort. Unsere Wortwahl soll die Stärke des Belegs widerspiegeln.

Stand der Methode: 23. Juli 2026