Diabetes Typ 1 Unterzuckerung

Typ-1-Diabetes-Hypoglykämie

Typ-1-Diabetes = hypotrope Erkrankung. Typ-2-Diabetes = nicht hypotoxisch. stark>Zucker bei Typ-1-Diabetikern Unterzuckerung ist nicht nur ein Problem für Typ-1-Diabetiker, sondern auch für viele Typ-2-Diabetiker, insbesondere für Senioren, die mit Insulin versorgt werden. Bei jeder Unterzuckerung wird die Empfindung und die Gegensteuerung der jeweils folgenden verschlimmert. Zudem droht bei schwerer Unterzuckerung ein Unfall mit äußerer und Selbstgefährdung sowie eine dauerhafte Schädigung der Gehirnstrukturen mit günstigen Auswirkungen auf die Demenz-Entwicklung.

Es wird unterschieden zwischen leichten Unterzuckerungen, bei denen die Betroffenen sich selbständig durch Aufnahme von Kohlenhydraten therapieren können, und schweren Unterzuckerungen, bei denen sie auf fremde Hilfe angewiesen sind. Gegenwärtig wird eine Hypoglykämiedefinition nach einer gewissen Blutzuckerschwelle (früher oft 50mg/dl oder 2,8 mmol/l, in den USA unter 70mg/dl oder 3,9 mmol) thematisiert.

Die Verbindung zwischen niedrigem Therapietarget und häufiger Unterzuckerung ist klar hergestellt. Typ-1-Diabetiker haben alle drei bis vier Mal ein Problem mit Unterzuckerung - in Deutschland sind es etwa 100.000 Menschen. Starke Hypoglykämien betreffen Diabetiker vom Typ 1 im Schnitt alle zwei bis fünf Jahre. Das diesbezügliche Gefährdungspotential ist abhängig von der Art der Behandlung und dem gewünschten Behandlungsziel (HbA1c-Wert).

Diejenigen, die intensiver therapiert werden und auf einen normähnlichen HbA1c-Wert gesetzt werden, geraten dreimal öfter in Hypoglykämie als herkömmlich behandelte Typ-1-Diabetiker. Andere wesentliche Risikogrößen sind die Dauer des Diabetes, der vollständige Ausfall der Produktion von Insulin, eine Hypoglykämie-Wahrnehmungsstörung und das Vorliegen von Nervenschäden (Neuropathie). Eine erneute Hypoglykämie verschlechtert die Wahrnehmbarkeit der folgenden Hypoglykämie und beeinträchtigt auch die Selbstregulierung.

Wurde in der Vergangenheit das Hypoglykämierisiko bei Typ-2-Diabetikern oft übersehen, so ist heute deutlich geworden, dass auch viele Menschen mit Typ-2-Diabetes von einer Hypoglykämie bedroht sind. Bis zu 14% der behandelten Personen (d.h. 150.000 pro Jahr) leiden unter einer schweren Hypoglykämie, die mit Sulfonylharnstoff oder Insulin einhergeht. In Typ -2-Diabetikern, die Frequenz und das damit verbundene Hypoglykämierisiko steigt mit zunehmendem Lebensalter und Krankheitsdauer, Insulintherapiedauer, Einnahme des Alkohols, Leberfunktionsstörung, Altersdemenz, Nierenfunktionsstörung, Mangel an Training.

Eine weitere Gefahr für Typ 2 ist die Wahrnehmungstörung bei Hypoglykämie. Hypoglykämie ist immer die Ursache eines totalen oder relativ hohen Insulinüberschusses. Die Früherkennung von Hypoglykämie kann schwer sein. Viele Diabetiker haben eine kurze Beobachtungszeit für Hypoglykämie-Symptome, ohne ihre Konzentration zu verlangsamen und zu stören.

Es wird zwischen "Alarmzeichen" und "Mangelzeichen" unterschieden, die durch die Freisetzung von Adrenalin hervorgerufen werden, sich schnell weiterentwickeln und in der Regel im Hinblick auf eine Blutunterzuckerung klar erkennbar sind. Mangelerscheinungen treten als Folge von Glucosemangel im Hirn auf: Konzentrationsmangel, allgemeiner Rückgang, Reizbarkeit gegenüber Agressivität, Benommenheit, Bewusstseinsstörungen, letztendlich Ohnmacht gegenüber dem Mittagsschlaf.

Bei Unterzuckerung: Wenn ein Diabetes in der Lage ist, bei Unterzuckerung zu handeln oder wenn er sich fressen und saufen kann: Bei Diabetikern, die bei Unterzuckerung bewusst sind und verschlucken können, aber nicht handeln können: Wenn ein Zuckerkranke bei Unterzuckerung ohnmächtig wird: Vorsicht: Glukagon ist nicht effektiv, wenn starke Hypoglykämien mit Alkoholeinfluss verbunden sind.

Auf jeden Fall: Nach 10 bis 15 min. den Zuckerspiegel auf eine Erhöhung überprüfen, bei Blutzuckerwerten unter 60 mg/dl (3,3 mmol) Dextrose. Die Blutzuckermessung sollte immer über 100 mg/dl (5,6 mmol/l) sein. Danach eine kleine Portion einnehmen, um eine rezidivierende Hypoglykämie zu verhindern.

Überhöhte Blutzuckerspiegel nicht sofort nach der Eigenbehandlung mit Insulin ausgleichen. Bei starker Hypoglykämie sollten Sie die Sollwerte für einige Zeit anheben! Zur Vorbeugung einer nächtlichen Hypoglykämie sollten Insulindosen von rasch wirksamem Insulin (altes Insulin oder rasch reagierendes Analogon) so weit wie möglich am Spätabend oder in der Dunkelheit gemieden werden. Bereits im Alltag ist zu prüfen, ob z.B. durch sportliche Betätigung, kurze Essenszeiten, alkoholische Getränke, Insulin oder Tabletten-Einnahme der Blutzuckerspiegel nachts sinken kann.

Sollwert: mind. 120 mg/dl (6,7 mmol/l). Gehen Sie nicht unter 120 mg/dl (6,6 mmol/l) ins Bett: Bei einer nächtlichen Hypoglykämie ist es wichtig, mit Ihrem Hausarzt zu klären, ob eine Änderung der Therapie notwendig ist (z.B. weniger lang wirkendes Insulin). In manchen Fällen kommt es zu einer Anhäufung von schweren Hypoglykämie, die große Verunsicherung im Alltagsleben und auch zu schwerwiegenden Konflikten in der Partnerbeziehung führen kann.

In diesen Kursen können die Patientinnen und Patienten erlernen, sich selbst aufmerksam zu betrachten und die Zeichen der Unterzuckerung zu beurteilen. Das, was einfach klingen mag, erfordert "viel Übung" von Patientinnen und Patienten, deren beeinträchtigte Wahrnehmung von Unterzuckerungen erst unter 50, 40 oder sogar 30 mg/dl (2,7, 2,2 oder sogar 1,6 mmol/l) Blutzucker anfängt, hebt Dipl.Psych. Dr. phil.

Der Pädagoge Bernd Kulzer, Direktor des Ausbildungszentrums der Diabetes-Zentrum Bad Mergentheim. Dem Patienten muss klar sein, dass die Vermeidung einer gefÃ?hrlichen HypoglykÃ?mie mehrere Stufen erfordert. Beispielsweise können sich deutliche Zeichen einer Unterzuckerung verzögern. Es kommt auch vor, dass z.B. Schweißausbrüche und Schüttelfrost empfunden werden, aber man nicht mehr an Hypoglykämien denken kann, oder man nicht mehr vollständig reaktiv ist, oder dass es an zuckerhaltigen Lebensmitteln mangelt.

Trainingskonzepte wie HyPOS (Hypoglykämie Positives Selbstmanagement) wurden gezielt zur Vorbeugung von Hypoglykämie entwickelt. Die HyPOS richtet sich an Patientinnen und Patienten mit einem Risiko für rezidivierende und schwerwiegende Hypoglykämie, an Patientinnen und Patienten mit Wahrnehmungsstörungen und an alle, die unter einer ständigen Hypoglykämieangst zu leiden haben. Das HyPOS-Training schult das Eigenmanagement der Hypoglykämie in fünf Doppellektionen mit vier bis acht Teilnehmenden.

Die von der Diabetes-Klinik Bad Mergentheim und der Firma BerlinChemie erarbeitete Studie kombiniert Training und Konsultation und ist damit für den Gebrauch in ambulant diabetischen Kliniken geeignet.

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