Diabetes Typ 1 Definition

Typ-1-Diabetes-Definition

Typ 1 Diabetes mellitus wurde früher als insulinabhängiger Diabetes oder Jugenddiabetes bezeichnet. Man unterscheidet zwei Typen. Typ-1-Diabetes tritt in der Regel zum ersten Mal in der Kindheit oder bei Jugendlichen und jüngeren Erwachsenen auf. Diabetes Typ 1: Insulinabhängiger Diabetes, meist im Kindesalter. Definition und Klassifizierung von Typ-1-Diabetes.

Definition: Was ist Typ 1 Diabetes?

Typ -1-Diabetes ist eine Autoimmunkrankheit, bei der Patienten wenig oder kein eigenes Körperinsulin ausbilden. Diese Diabetesform tritt oft schon in der Kindheit oder Jugend auf. Nach Angaben der Bundesdiabeteshilfe wohnen in Deutschland rund 300.000 Menschen mit Typ-1-Diabetes, davon mehr als dreißigtausend in Deutschland.

Beim Diabetes attackiert das körpereigene System die Pankreas und vernichtet die insulinproduzierenden Nervenzellen, die so genannten Betazellen. Der Lebensmittelzucker erreicht ohne das Insulin nicht mehr die Körperzelle, sondern lagert sich im Körper an. Menschen mit Typ-1-Diabetes müssen daher Insulin spritzen und ihren Zuckerspiegel lebenslang regulieren.

Was ist der Unterschied zwischen Typ 1 Diabetes und Typ 2 Diabetes? Obwohl beide Krankheiten unter dem Stichwort "Diabetes mellitus" oder im Volksmund auch "Diabetes" zusammengefaßt werden, sind sie ansonsten grundsätzlich verschieden ist die seltene Diabetesform im Gegensatz zu Typ-2-Diabetes mit rund 7 Mio. Erkrankten.

Beim Typ -2-Diabetes hingegen ist die Insulinempfindlichkeit der Körperzelle (Insulinresistenz) reduziert. Eine lebenslange Insulininjektion ist erforderlich, während eine Nahrungsumstellung (eventuell in Verbindung mit Medikamenten) als Behandlung für Typ-2-Diabetes mindestens einmal ausreichend sein kann. LADA steht per Definition für "latenten Autoimmundiabetes bei Erwachsenen".

Allerdings sind die Beschwerden dieser speziellen Form in der Regel so mild, dass sie oft mit Typ-2-Diabetes in Verbindung gebracht werden. Weil sich die Krankheit langsam als " richtiger " Typ-1-Diabetes ausbreitet, kann eine Umstellung der Ernährung inklusive Tablettenbehandlung zunächst ausreichen, später ist es aber nötig, Insulin zu injizieren. Bei den Betroffenen kommt der Typ-1-Diabetes oft aus dem Nichts.

Erst wenn die Pankreas nur sehr begrenzt Insulin bildet, zeigt sich dies in Beschwerden wie starker Drang zum Wasserlassen und erhöhtem Durst, schneller Gewichtsabnahme, Ermüdung oder einem scharfen Mundgeruch, der an das Entfernen des Nagellacks erinnernd ist. Der Artikel "Typ 1 Diabetes: Symptome" sagt Ihnen, wann Sie die Alarmglocke läuten sollten und wie Sie die Ursache für diese und andere Beschwerden unter Kontrolle halten können.

Fachleute gehen davon aus, dass bei der Entwicklung von Typ-1-Diabetes bestimmte Moleküle eine bestimmte Bedeutung haben. Zehn bis 15 Prozentpunkte der Diabetes Typ 1 Patienten unter 15 Jahren haben einen Angehörigen ersten Ranges, der auch krank ist. Nach dem derzeitigen Forschungsstand gibt es etwa 20 genetische Veränderungen, die Typ-1-Diabetes auslösen können, aber nur, wenn mehrere von ihnen in einem Arbeitsgang auf einmal auftauchen.

Das so genannte HLA-System, das für die Kontrolle und Regulation des Abwehrsystems zuständig ist, spielt offenbar eine ganz spezielle Rolle dabei. Wissenschaftler aus den USA und Kanada haben auch festgestellt, dass beschädigte Nervenzelle in der Bauchspeicheldrüse das Risiko, an Typ-1-Diabetes zu erkranken, ebenfalls steigern können.

Was das alles sein könnte, können Sie dem Artikel "Typ 1 Diabetes: Untersuchung" entnehmen. Es gibt derzeit keine Heilung für Typ-1-Diabetes. Bei frühzeitiger Diagnose wird die Insulinzufuhr gut angepasst und der Zuckerspiegel regelmässig überwacht, die meisten Folgekrankheiten und das Diabetesrisiko (Nieren-/Nervenerkrankungen, Diabetesfuß, Dialektik der Netzhaut) können gelindert oder ganz vermieden werden.

Die meisten Berufsgruppen können von Diabetikern ausgeübt werden, und das Fahren ist auch möglich, solange der Blutzuckerwert im Zielbereich liegt. Schwangere, die bereits vor der Geburt an Typ-1-Diabetes leiden und ein Baby wünschen, sollten vorab mit ihrem Gynäkologen reden, um die Behandlung ggf. umzustellen und die Blutzuckereinstellung zu erhöhen.

Ein weiterer ist der so genannte Gestationsdiabetes, der nur während der Trächtigkeit entsteht und in der Regel nach der Geburt wieder abklingt.

Mehr zum Thema