Diabetes Typ 1 Antikörper

Antikörper gegen Diabetes Typ 1

Nur ein oder alle vier Antikörper können gleichzeitig nachgewiesen werden. Expression von Inselzell-Entzündungen Antikörper gegen pankreatische Beta-Zell-Antigene der Bauchspeicheldrüse. Zuckerkrankheit1 GADA: Antikörper gegen Glutaminsäuredecarboxylase 65; IA-2 Ak: Antikörper gegen Tirosinphosphatase IA-2; IAA: Insulin-Autoantikörper;

ICA: cytoplasmatische Inselzell-Antikörper; LADA: latenter autoimmuner Diabetes bei Erwachsenen; Die nachfolgenden Ausführungen betreffen die Zahlen des Diagnosealgorithmus (siehe Grafik). Diabetes mellitus ist eine Erkrankung des Glukosemetabolismus mit dem Hauptergebnis einer anhaltenden Überzuckerung, die entweder auf einer Insulinausschüttung, einer verminderten Insulineffizienz oder einer kombinierten Wirkung von beidem beruht.

In den Tabellen 1 und 2 sind die Vorschläge zur Diagnose und Klassifizierung von Diabetes zusammengefaßt. Typ 1 Diabetes ist gekennzeichnet durch eine immunologische Zerstörung der Insulin produzierenden ß-Zellen der Langerhans´schen Eilande. Die autoreaktiven Lymphozyten sind für die Entstehung von Typ-1-Diabetes ausschlaggebend, während inselspezifische Antikörper eine bedeutende Bedeutung in der Diabetesdiagnostik haben.

Die klinischen Symptome der Diabetes-Manifestation sind durch einen völligen Mangel an Insulin gekennzeichnet. Akute Anfälle in der Kindheit, Jugend oder im jugendlichen Alter, assoziiert mit Hyperglykämien, ketoazedotischer Entgleisung des Stoffwechsels, starker Gewichtsreduktion und schwerwiegenden allgemeinen Symptomen bei einem nicht adipösen Menschen sind Charakteristik. Es hat sich in den vergangenen Jahren immer deutlicher herausgestellt, dass die oben genannten Merkmale allein nicht immer in der Lage sind, einen Typ-1-Diabetes von anderen Formen des Diabetes zu trennen.

Umfangreiche Prospektivstudien bei Angehörigen von Typ-1-Diabetikern sowie Populationsstudien einschließlich Antikörperbestimmung und Stoffwechseltests haben ein breites Spektrum an Krankheitsbildern ergeben. Obwohl das maximale Alter, in dem sich Typ-1-Diabetes manifestiert, zwischen zwölf und zwanzig Jahren liegt, kann sich Typ-1-Diabetes zum ersten Mal bis ins Alter ausbreiten.

Der akute bis perakute Anfall ist für Typ-1-Diabetes im Säuglingsalter charakteristisch, doch je länger die Betroffenen sind, umso weiter schreitet die Krankheitsmanifestation voran. In der Früherkennung wird heute auch der Typ -1-Diabetes oft schon vor dem Auftreten eines metabolischen Ungleichgewichts festgestellt. Bei Diabetikern vom Typ 1 kann es sich in erster Linie um fettleibige Personen handeln, die noch Restsekrete in der Diabetes-Manifestation haben, so dass sie fälschlich als Typ-2-Diabetiker eingestuft werden.

Doch ein negatives Ergebnis schliesst Typ-1-Diabetes nicht vollständig aus. Von der großen Anzahl der bisher bei Typ-1-Diabetes entdeckten Antikörper sind vier Besonderheiten für die Klinikdiagnostik von Bedeutung (Tabelle 3). In 70-80% der Fälle werden bei Typ-1-Diabetes im Kindes- und Jugendalter Antikörper gegen ein Enzym der Glutaminsäuredecarboxylase mit einem Molgewicht von 65kDa (GAD65) gefunden.

Handelsübliche Radioimmuntests und ELISAs sind für die Detektion von GAD65-Antikörpern (GADA) verfügbar. Neben Typ-1-Diabetes wurde bei 70% der Patientinnen und Patienten zusätzlich die hochbetitelte GADA mit dem Stiff-Man-Syndrom als seltene neurologische Krankheit dargestellt. Bei 50-70% der Kindern und Heranwachsenden mit Typ-1-Diabetes und 30-50% der Erwachsene kommen Antikörper gegen Typ-1-Diabetes (IA-2 (IA2-Ak) vor.

Bei 50-70% der Kinder mit Diabetes-Manifestation sind Antikörper gegen Insulin (IAA) gut. Ältere Patientinnen und Patienten können IAA nur in 20-30% der Fällen nachweisen. Es können nach dem Start der Insulin-Therapie Antikörper gegen das fremdgelieferte Insulin entstehen, die nicht von der IAA unterschieden werden können. Die IAA ist daher bei Insulininjektionen nicht mehr nachweisbar.

2.1.5 Cytoplasmatische Inselzell-Antikörper Cytoplasmatische Inselzell-Antikörper (ICA) sind Antikörper, die durch indirekte Immunofloureszenzfärbung auf Pankreas-Gefrierschnitten nachgewiesen werden und gegen alle Inseln ausgerichtet sind. Bei 80-90% der Patientinnen und Patienten mit Typ-1-Diabetes ist ICA auffindbar. Der ICA-Test wurde daher in der routinemäßigen Diagnostik weitestgehend durch die Bestimmungen von GADA, IA2-Ak und IAA abgelöst.

2.2 Bedeutung der zellulÃ??ren Autoimmun-Diagnostik Die Zerstörung von Insulin produzierenden Ã? Aufgrund der geringen Häufigkeit von autoreaktiven und autoreaktiven Tumorzellen im Peripherieblut von Patientinnen und Patienten ist ein zuverlässiger Test mit den derzeit verfügbaren Systemen nicht möglich. Eine Autoimmundiagnose ist nicht erforderlich, wenn typische Symptome des Typ-1-Diabetes (Schlankheitskrankheit, Ketoseneigung) festgestellt werden.

Bei differentialdiagnostischen Problemen (z.B. Maturity Onset Diabetes of the Young[MODY-Diabetes], andere erbliche oder Sekundärformen des Diabetes[siehe Tab. 2], Früherkennung ohne Insulinbedarf) kann eine Immundiagnose erfolgen, die vor allem aus der Kombination von IAA + GADA (Alter < 10 Jahre) oder IA2-Ak + GADA (Alter > 10 Jahre) besteht.

Eine negative Antikörperfindung bei Kinder macht die Diagnostik von Typ-1-Diabetes eher wenig wahrscheinlich. Die diabetisch-spezifischen Antikörper sind jedoch nicht in allen FÃ?llen detektierbar, so dass ein negatives Ergebnis den Typ-1-Diabetes (idiopathischer Typ-1-Diabetes) nicht vollstÃ?ndig ausschlieÃ?t. Vor allem bei Erwachsenen sind in 20-30% der FÃ?lle keine Antikörper feststellbar, obwohl ein kompletter Mangel an Insulin auftritt.

Der latente Autoimmundiabetes bei Erwachsenen (LADA) ist eine spezielle Form des Typ-1-Diabetes. In der Regel entwickelt der Patient nach dem Alter von dreißig Jahren einen Diabetes, bei dem aufgrund eines langsamen Autoimmunvorgangs noch eine verhältnismäßig starke Insulinsekretion auftritt. Sie werden oft als Typ-2-Diabetiker falsch eingeschätzt und mit Antidiabetikern oral aufbereitet.

Besonders verbreitet ist diese Altersgruppe im Jugend- und Mittelalter (ca. 20% der Typ-2-Diabetiker im Bereich von 25-44 Jahren). Das Primärscreening auf GADA sollte zur Erkennung von LADA-Diabetes erfolgen. Im Falle negativer Befunde kann auch ICA ermittelt werden, da bei einigen LADA-Patienten nur ICA gegen ein bisher nicht bekanntes Inhibitorantigen nachgewiesen werden kann.

Die Detektion von GADA und/oder ICA sprechen für die Autoimmun-Genese von Diabetes. Screening-Tests zur Erkennung von Menschen mit erhöhtem Diabetesrisiko werden aufgrund fehlender therapeutischer Eingriffsmöglichkeiten derzeit nicht durchgeführt. Antikörpertests sollten nur in gesteuerten Untersuchungen durchgeführt werden, die darauf abzielen, die Vorhersage zu verbessern oder neue Methoden zur Sekundärprophylaxe zu testen.

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