Was Passiert bei Unterzuckerung im Gehirn

Das passiert mit der Hypoglykämie im Gehirn.

Prävention von Hirnschäden durch Hypoglykämie. Wenn der Zuckerspiegel weiter sinkt, führt der Energiemangel im Gehirn zu Zeichen wie:. Hypoglykämie sollte nach Möglichkeit vermieden werden. ("autonome") Hormone zu typischen Warnzeichen einer Hypoglykämie. Ein zunehmender Mangel an Zucker im Gehirn führt zu einem Verlust der Hirnaktivität.

Hirn im Alarmmodus: Was passiert eigentlich bei Unterzuckerung?

Deshalb bin ich immer wieder erstaunt, wenn ich von anderen Typ-1-Diabetikern erfahre, dass sie im Magenbereich bei einem Blutzuckerspiegel von 35 mg/dl (1,9 mmol/l) nur ein wenig mulmig werden. Rund 25 Prozent aller Typ-1-Diabetiker haben eine so störende Hypo-Wahrnehmung, wie ich auf dem Jahreskongress der European Diabetes Society (EASD) in München (!) erfahren konnte, der in diesem Jahr stattgefunden hat.

Injizieren Sie Insulin, reizen Sie den Unterleib - und ab ins MRT! Daher ist es lohnenswert, einen genaueren Blick darauf zu werfen, was im Organismus mit einer Hypophyse passiert - und wo sich Diabetiker mit einer funktionierenden Hypophyse von denen mit eingeschränkter Hypophyse abgrenzen. Diese injizierten Insulin in verschiedene Studienteilnehmer und verursachten so eine Unterzuckerung. Zur Beobachtung dessen, was inzwischen im Gehirn passiert, haben sie die Testpersonen vor und während der künstlichen Hypophyse in die MRT-Röhre geschoben und auch weitere physikalische Reaktion auf den Blutzuckerabfall dokumentiert.

In einem gesunden Stoffwechsel und bei Typ-1-Diabetikern mit normalem Hypoglykämieempfinden konnte gezeigt werden, dass eine erhöhte Menge Adrenalin in einer Hypophyse freigesetzt wurde. Beim Typ -1-Diabetiker mit eingeschränkter Hypophyse fehlt diese Freisetzung von Adrenalin - aber im MRT war eine etwas bessere Blutzirkulation des Talamus ersichtlich. Er ist die Schaltzentrale für die Information im Gehirn.

Damit diese äußerst wichtige Region des Gehirns mit Blut versorgt wird, wird sie in Krisensituationen mit mehr Blut versorgt. Vereinfacht ausgedrückt heißt das, dass das Gehirn eines Typ-1-Diabetikers, der oft Hyposen hat, aus dieser Situation schnell in den Krisenzustand wechselt: Vielmehr stellt sie die Zufuhr des Thalams sicher und akzeptiert dafür, dass die Beschwerden der Hypoglykämie nicht auftreten.

Leider kann dies leicht zu einem Kreislauf führen: Ohne die unangenehme, im Zweifelsfalle aber rettende Hypotonie ist es viel wahrscheinlicher, dass der Zuckerspiegel unauffällig sinkt. Mit anderen Worten: Vermeide unbedingt Hypos, damit das Gehirn nicht sofort in Angst und Schrecken versetzt wird, wenn der Blutzuckerspiegel sinkt und der Organismus wieder die für ihn charakteristischen Symptome hat.

In etwa 10 % aller Typ-1-Diabetiker mit eingeschränkter Hypo-Wahrnehmung erscheint ein solches Trainingsprogramm jedoch nicht fruchtbar, wie ein anderer britischer Forscher mitteilte. Nach ihrer Überzeugung wollen die Betreffenden Hypothesen nicht umgehen, weil sie sie gar nicht als Gefahr auffassen. Der Forscher hatte es vorher an 132 Typ-1-Diabetikern getestet, etwa die Haelfte mit normalem und die andere Haelfte mit eingeschraenkter Hypoperzeption.

Typ -1-Diabetiker mit eingeschränkter Hypoperzeption stimmten diesen Behauptungen zu. Das Ergebnis mag zwar langweilig erscheinen, aber es kann einem Diagnostiker in der täglichen Hektik weiterhelfen, wenn er weiss, dass Typ-1-Diabetiker mit eingeschränkter Hypo-Wahrnehmung viel mehr Furcht vor Überhöhung haben und dass sie Hyposen oft nicht als Bedrohung, sondern fast als normale Werte auffassen.

Auch für Typ-1-Diabetiker selbst mag es aufschlußreich sein, sich die Frage zu stellen, wie groß sie die Hyposengefahr beurteilen - und ob es nicht auch mit ihrem eigenen unvorsichtigen Verhalten bei tiefen Schätzwerten zu tun hat, wenn der Organismus nicht mehr mit deutlichen Zeichen auf eine Hypophyse anspricht.

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