Morgens Unterzucker

Am Morgen Hypoglykämie

Hypoglykämie tritt häufig nachts auf und bleibt unbemerkt. Ein hoher Blutzuckerspiegel am Morgen kann ebenfalls ein Hinweis sein. Eine nächtliche Hypoglykämie ist ein häufiges Problem bei Diabetikern.

Wieso ist Hypoglykämie schlecht für uns?

Sie wachen morgens auf, messen Ihren Puls und schauen auf Ihr Gerät.... "Oh, Sie sind grün.... piiiiiiiiiieeeeeeep" Ich habe einen Zuckersatz von 45? Bei einem CGM oder FGM - seien wir ehrlich, diese Dinge nennen wir CGM - wurde Ihr Kristallzucker über den Messkopf ständig vermessen.

Leider kann die Hypophyse nun dazu führen, dass wir die Gegenregulierung aus der Haut bekommen und der Blutzucker bald nach oben bricht. Natürlich kommt der Morgen "Wir jagen heute einen Mammut-Effekt" (Dawn-Phänomen) hinzu, wenn er nicht durch eine gut angepasste Grundrate gezähmt wurde. Wieso ist Hypoglykämie schlecht für uns?

Was, glauben Sie, ist los, wenn das Hirn nicht mit Vorräten ausgestattet ist? Ein erwachsener Mensch verzehrt etwa 140 g Glukose pro Tag, das bedeutet 1/2 BZ/h. Tatsache ist, dass ab 40mg/dl das Hirn zu wenig Energie hat! Dieses Unbewußtsein schadet auch unserem Hirn. Kurzum: Alles, was von Ihrem gewohnten Benehmen oder Empfinden abhängt, sollte durch einfaches Messen Ihres Zuckers in Frage gestellt werden!

Zuerst wird der Kristallzucker nach oben gefahren, festgehalten und dann geht´s mit einer Insulinschleife nach unten. Überprüfen Sie alles von Anfang bis Ende und überlegen Sie, ob diese Empfindungen dem alltäglichen Gefühl entsprechen. Erst wenn man anfängt, seine Wahrnehmungsfähigkeit zu schulen, wenn man im Wachzustand ist und den Blutzucker auch mit merkwürdigen Empfindungen gleich mißt, bin ich der festen Überzeugung, daß das Hirn das, was man will, erfassen und auch im Traum "wachrütteln" wird.

Nach und nach merke ich: Ich habe eine Unterzuckerung.

Allmählich, nur sehr, sehr allmählich erwache ich aus einem stundenlangen Dämmerungszustand. Und dann kommt dieses wackelige Feeling auf. Mit der einen Seite schaue ich nach meinem Meßgerät, das neben dem Krankenbett aufliegt. Ich bin gleich wach, noch etwas langsamer und sehr wackelig, aber wach und sehr deutlich mit meinen Überlegungen.

Ich habe die Capri-Sonne mit den Fingerspitzen wiedergefunden. Danach gehe ich ganz gezielt zu meinem Meßgerät und schaue und messe: Ich liege gut 5 Std. mit einer Hypoglykämie im Schlaf. Sonntags ist es etwa 10 Uhr und ich habe das Gefühl, von einem Truck angefahren worden zu sein.

Nur Menschen, die bereits eine Übernachtung mit Hypoglykämie erlebt haben, können dieses Erlebnis schildern. Oft habe ich mich bemüht, meinen Bekannten oder Verwandten zu erläutern, wie sich Hypoglykämie auswirkt. Genauso wie niemand wirklich versteht, wie es ist, Diabetiker zu sein, ohne selbst zu sein. An einem gewissen Punkt fühle ich mich wieder etwas besser und das widerliche Feeling nimmt ab.

Dabei betrachte ich mein Meßgerät, das mich wieder einmal nicht richtig aufgeweckt hat, weil es kein CGM-System ist. Doch diese unerklärliche nächtliche Hypothese wird immer mehr, und ich hatte 2014 erhofft, dass dies nur eine kleine Etappe war, und ich habe damals nicht weiter recherchiert, weil die Etappe ziemlich rasch wieder voranging.

So ist das bei Diabetes: Man muss immer wieder mit der Forschung anpacken. Alles läuft wie geschmiert, nachts kommt die Hypoglykämie, oder man kann ohne Hypoglykämie nicht 5 Kilometer weit gehen und sich ständig mit Dextrose füllen. Hypos können sehr gut erklärt werden.

Du kannst das nur nachvollziehen, wenn du schon mal da warst.

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