Krankheitsbild Diabetes

Erkrankungsmuster Diabetes

Es ist eine tückische Krankheit, die nicht wehtut. Zuckerkrankheit ist eine Stoffwechselerkrankung, die zu chronisch erhöhten Blutzuckerwerten führt. Die Bezeichnung Diabetes mellitus leitet sich vom griechischen "diabainein" (=durchfließend) und dem lateinischen mellitus (=honig-süß) ab. Diabetes, umgangssprachlich Diabetes genannt, ist eine bösartige Krankheit, die langsam Blutgefäße und Nerven zerstört.

Klinisches Bild des Typ-2-Diabetes

In der Regel tritt der Diabetes des Typs 2 erst im Erwachsenalter auf, aber das Lebensalter der ersten Diagnose verlagert sich mehr und mehr in Richtung jüngere Altersgruppen. Junge Menschen erkranken (....) in Deutschland (noch) kaum an Diabetes des Typs 2 (etwa zwei Prozentpunkte aller Jugendlichen). Allerdings sind sie aufgrund von Fettleibigkeit und Bewegungsmangel zunehmend von der Entwicklung dieser Art von Krankheit bedroht.

In vielen FÃ?llen konnte der Ausbruch von Typ-2-Diabetes vermieden oder wenigstens verzögert werden. Durch ein besseres Verstehen der Mechanismen der Erkrankung erhoffen sich die Forscher, in den nächsten Jahren mehr individuelle Präventions- und Therapiestrategien aufzustellen.

Zuckerkrankheit - Krankheitsbild

Und was ist Diabetes? Inwiefern entwickelt sich Diabetes? Bei Diabetes wird die Ernährung wie üblich abgebaut und auch Traubenzucker gebildet. Diabetes-Diagnostik - was nun? Man unterscheidet prinzipiell 2 Arten dieser Stoffwechselstörung: Typ-1-Diabetes, der bereits in der Pubertät auftritt, basiert auf einer meist erblichen Störung des Immunsystems.

Die körpereigenen Abwehrkräfte greifen die Insulin produzierenden Bauchspeicheldrüsenzellen an und zerstören sie. Die weitaus häufiger auftretende Typ-II-Diabetes tritt in der Regel im Alter auf.

Der Diabetes mellitus - Das Krankheitsbild

Als Diabetes mellitus bezeichnet man unterschiedliche Erkrankungen des Kohlenhydratmetabolismus, die durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel charakterisiert sind. Es wird zwischen den beiden bedeutendsten Arten von Typ-1-Diabetes, von denen 5 bis 10 % der Diabetes-Patienten in Deutschland betroffen sind, und Typ-2-Diabetes, von dem etwa 90 % der Diabetes-Patienten in Deutschland betroffen sind, unterschieden. Am deutlichsten sind bei Diabetes mellitus Ermüdung, schwerer Blutdurst, Juckreiz und verstärktes Blasen.

Die Erkrankung ist nach dem süßen Uringeschmack der Betreffenden genannt. Diabetes mellitus ist eine lebenslange Erkrankung, die den Menschen begleiten und tödlich enden kann, wenn sie nicht oder nur ungenügend therapiert wird. Die Beziehung zwischen dem Kohlenhydrat-Stoffwechsel und dem Insulinhormon ist für das Krankheitsverständnis von Bedeutung.

Zur Energiegewinnung (=Glukose=Zucker) aus Kohlehydraten braucht unser Organismus das in der Pankreas produzierte Inulin. Eine der Wirkungen von Inulin ist die Absorption von Diabetes in die Körperzelle (Fett-, Leber- und Muskelzellen) und damit die Regulierung des Blutzuckers. Diabetes mellitus tritt auf, wenn der Organismus nicht oder nicht ausreichend in der Lage ist, die Insulinproduktion zu steigern.

Die körpereigenen Abwehrstoffe vernichten die insulinproduzierenden Bauchspeicheldrüsenzellen, so dass die Betroffenen das Medikament für den Rest ihres Lebens zur Verfügung stellen müssen. Bei Typ-2-Diabetes bildet die Bauchspeicheldrüse noch immer Insulin, das jedoch nicht genügend Wirkung zeigen kann, da der Organismus wegen jahrelanger Bewegungsarmut und schlechter Ernährungsgewohnheiten "abgestumpft" ist und nicht mehr richtig auf Insulin anspricht.

Der unbrauchbare Glukosegehalt verursacht einen erhöhten Blutzuckerwert und schadet den Organen, Blutgefäßen und den Nerven auf lange Sicht. Schließlich kommt es durch Überlastung der insulinproduzierenden Zelle später auch zu einem Versagen der Insulinproduktion. Rund vier Prozentpunkte aller Menschen auf der Welt und in Deutschland sieben Prozentpunkte der Gesamtbevölkerung leiden an Diabetes mellitus.

Mit 6,3 Mio. Menschen gehört Deutschland bereits heute zu den zehn Ländern mit der höchsten Erkrankungsrate. Fachleute gehen davon aus, dass es 2010 rund 10 Mio. Menschen in Deutschland gibt. Prognosen zufolge könnte sich die weltweite Diabetikerzahl zwischen 1995 und 2025 sogar noch einmal erhöhen.

Die meisten Menschen leiden mit rund 90 % an Typ-2-Diabetes. Durch Bewegungsmangel und unausgewogene Ernährungsgewohnheiten steigt diese Diabetesform aber auch bei Kleinkindern immer mehr an. Von der Krankheit sind in der Summe mehr weibliche (7,36 Prozent) als männliche (6,45 Prozent) Betroffene in Deutschland. Bei der diabetischen Netzhauterkrankung geht es um eine Schädigung der Retina des Untergrundes.

Der Diabetes schädigt die kleinen Gefäße der Retina, da sich Glucose und andere Zucker an den Wänden der Gefäße absetzen und so die Blutzirkulation beeinträchtigen. Auch in Europa und den USA ist die Netzhauterkrankung die am häufigsten auftretende Ursache für Erblindung bei Menschen zwischen zwanzig und siebzig Jahren. Alle 90 min. wird in Deutschland ein Diabetes erblinden.

Neuropsychiatrie: Diabetes kann die Nervosität auf zwei Wegen angreifen: mittelbar durch eine verringerte Blutzufuhr und unmittelbar durch einen Blutzuckerspiegel. Aufgrund des höheren Blutzuckers kleben die Blutgefässe, die die Arme und Beine mit Energie versorgt, zusammen, was zu Kreislaufstörungen der Nervenfaser führt. Dies führt zu einer Kurzschlussreaktion, die die Nervenzelle schädigt.

Niereninsuffizienz: Die Niere wird durch Diabetes und die damit einhergehenden Kreislaufstörungen beschädigt. Zuckerkranker Fuß: Die reduzierte Blutzirkulation und Nervenschädigung in Verbindung mit sensorischen Störungen in den Füssen führt zu geöffneten, schlecht verheilenden Verletzungen und Ulzera, die auch heute noch eine Amputation erforderlich machen können. Weiterer Folgeschaden: Bei Diabetes mellitus kommt es auch zu Änderungen in den großen Gefäßen (=diabetische Makroangiopathie).

Andere gravierende Konsequenzen von Diabetes mellitus können Libidostörungen und Erektionsstörungen sein. Typ-1-Diabetiker, denen die Insulin-Produktion nicht ausreicht, müssen von vornherein Insulin einnehmen. Der Typ-2-Diabetes wird zunächst mit einer Lebensstiländerung nach den Richtlinien der Diabetes-Gesellschaft therapiert. Zu einer diabetesgerechten Diät gehören die Versorgung mit allen wichtigen Nahrungsbestandteilen, fettarme, kohlenhydrat- und ballaststoffreiche Kost, die Aufrechterhaltung oder das Erreichen des Idealgewichtes oder die Reduktion von Fettleibigkeit bei Typ-2-Diabetes.

Sollten diese Arzneimittel nicht mehr in der Lage sein, eine bestmögliche Blutzuckerkontrolle zu garantieren, sollte so schnell wie möglich mit der Insulintherapie gestartet werden. Derzeit injizieren rund 1,4 Mio. Menschen in Deutschland Diabetes. Oft dauert die Diagnostik des Diabetes viele Jahre, wobei der Zuckergehalt in der Regel zu hoch ist und die ersten Feingefäße und Nervositäten bereits beschädigt sind.

Die CODE-2® Studie zeigte, dass die gesamten Ausgaben für Typ-2-Diabetiker in Deutschland größer sind als bisher vermutet. Für die Versorgung dieser Patientinnen und Patienten haben allein die Krankenkassen 9,5 Mrd. EUR ausgegeben. Bei den Krankenkassen entfiel die Kostenbeteiligung zur Haelfte auf die stationaere und zur Haelfte auf die stationaere Versorgung. Nur sieben Prozentpunkte der gesamten Behandlungskosten entfallen auf die direkten Diabetes-Medikamente (Insulin, Antidiabetika).

Bei einer Erkrankung an den späten Folgen von Diabetes vervierfacht sich der Aufwand im Verhältnis zu einer gesetzlichen Krankenkasse. 7 % der Krankenkassenkosten werden durch Erwerbsunfähigkeit verursacht. Durch eine deutliche Intensivierung der Diabeteskontrolle können die Behandlungskosten und nicht zuletzt das Leiden der Betroffenen signifikant reduziert werden.

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