Früherkennung Diabetes

Die Früherkennung von Diabetes

Welchen Nutzen hat die Früherkennung für Art 1? Pik in der Fersenkappe des Neugeborenen - und ein reichen ein paar Tropfen Blut: Nach der Analyse im Technikum wissen die Mütter, ob ihr Kind Risiko-Gene für Typ 1 Diabetes hat. Dort werden seit dem Sommer 2016 4200 Kleinkinder auf Diabetes-Risiko-Gene getestet. "â??

Wir wollen den Angehörigen die Ã?berraschung durch Typ-1-Diabetes und mögliche schwere Folgeerscheinungen ersparenâ??, sagt die Direktorin der Studie, die Dresdnerin Prof. Ezio Bonifacio.

In Deutschland leiden immer mehr nach wie vor Menschen an Typ-1-Diabetes. Davon sind aktuell rund 32.000 Waisenkinder bis zum Alter von 19 Jahren mitgenommen. Im Jahr 2020 wird sich die Anzahl der neuen Fälle bei Jugendlichen unter fünf Jahren nahezu ausgleichen. Beim Genscreening ermitteln Forscher in Sachsen zunächst, ob ein Kind eine erblich bedingte Prädisposition für Diabetes hat. Zur Feststellung, ob sie wirklich krank werden, werden weitere Blutuntersuchungen durchgeführt.

Lediglich fünf Prozentpunkte der "Hochrisikokinder" und zehn Prozentpunkte bei Angehörigen ersten Grades leiden an Diabetes. "Wenn wenigstens zwei verfügbar sind, ist das ein deutliches Anzeichen für Frühdiabetes", sagt Ezio Bonifacio. Schon jetzt sind diese Blutveränderungen erkennbar, auch wenn die Kleinen noch keine Beschwerden hatten und sich völlig wohlgefühlt haben.

Nicht mehr nur die Erziehung von Kindern und Vätern. Im Training lernen sie, dass Diabetes oft plötzlich spürbar ist und was die Alarmsignale sind: starkes Durstgefühl, häufiges Urinieren, Gewichtsabnahme, Lustlosigkeit. Aktuell sind diese drei Modellstudien zur Früherkennung von Diabetes im Gange: Fr1da: Seit Beginn des Jahres 2015 können kleine bayerische Babys auf diabetes-typische Krankheitsantikörper untersucht werden.

Fr1dolin: Seit Ende 2016 wird in Niedersachsen eine Untersuchung durchgeführt, bei der die Kleinen auf Frühdiabetes und Hypercholesterinämie (Fettstoffwechselstörung) untersucht werden. Gleichzeitig werden Untersuchungen zu einer Form von Diabetes-Impfstoff durchgeführt: Diabetiker gefährdete Kleinkinder nehmen jeden Tag insulinhaltiges Pulver ein. Welchen Nutzen hat die Früherkennung? Mit der Erziehung der Erziehungsberechtigten und einer engen Pflege will Ezio Bonifacio dies verhindern.

In der Tat: Die Fredastudie des Helmholtz-Zentrums, an der bereits mehr als 60000 Schülerinnen und Schüler mitgewirkt haben, gibt Anhaltspunkte dafür, dass dies klappen könnte. "Bislang hat keiner der Untersuchungsteilnehmer eine metabolische Entgleisung erlitten, weil sowohl der Elternteil als auch der Arzt rechtzeitig reagiert haben", sagt Professor Anette-Gabriele Ziegler, die die Untersuchung durchführt. Die Früherkennung einer Erkrankung ist nur dann Sinn, wenn drei Bedingungen auftauchen: Der Diagnostiker Andreas Leuenberger steht dem Früherkennungssystem skeptisch gegenüber:

Von tausend Kilometern werden eines Tage drei von tausend Kilometern krank werden. Fest steht: Wer Diabetes-Gene und die für ihn charakteristischen Abwehrkräfte hat, erkrankt ebenfalls an Diabetes. "Wären denn weder Vater noch Mutter noch Kind viele Jahre glücklicher, wenn sie nichts von dem Risiko einer Krankheit gewusst hätten? Nach Ziegler gibt es dagegen keine schwerwiegenden psychologischen Beeinträchtigungen von Mutter und Kind.

"Sie sind im Übrigen froh, dass sie es so frühzeitig gewusst haben", sagt der Experte. Bleiben Sie bei Punkt drei: Bisher ist Diabetes nicht durchführbar. Im Mittelpunkt steht dabei der Themenschwerpunkt Bildung des Kinderdiabetologen Martin Holder vom Moskauer Klinikum Olgahospital: Zusammen mit dem Gesundheitsministerium Stuttgart hat er eine Aktion zur Information von Kindern, Jugendlichen und Erziehern über Diabetes-Warnzeichen aufgesetzt.

Letztendlich, so Inhaber, müssen die Erziehungsberechtigten selbst bestimmen, ob ein Diabetes-Test für ihre Kleinen geeignet ist.

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