Diabetes und Schwangerschaft

Zuckerkrankheit und Schwangerschaft

Zuckerkrankheit und Wunsch nach Kindern In der Vergangenheit mussten diabetische Patientinnen oft ihren Wunsch nach Kindern ausleben. Dank einer besseren Präparation, Diagnose und Behandlung ist es heute auch möglich, ein vitales Baby zu haben. Dabei gibt es gewisse Gefahren für Mütter und Kinder, die durch eine gute Vorsorge und optimale Versorgung durch Diabetes-Spezialisten und Frauenärzte vor und während der Schwangerschaft deutlich verringert werden können, so dass Diabetiker sich glücklicher auf eine neue Familie einstellen können.

In einem perinatalen Zentrum sollte die Geburt aller Frauen mit Typ 1 oder Typ 2 Diabetes (mit Insulintherapie) vorgesehen werden. Was sind die Gefahren für Mütter und Kinder? Mütter mit Diabetes können während und nach der Schwangerschaft Probleme haben. Besonders gravierend ist die Voreklampsie, auch als Gestik oder Vergiftung der Schwangerschaft bekannt. Auch Harnwegsinfektionen und Kaiserschnittgeburten sind für die Mütter eine Erkrankung.

Im ersten Trimester der Schwangerschaft ist bei einer Frau mit Typ-1-Diabetes mit einer verstärkten schweren Hypoglykämie (Hypoglykämie) zu rechnen. Die Insulinzufuhr fällt bei der Entbindung stark auf ein Niveau, das oft geringer ist als die Insulinmenge vor der Schwangerschaft. Die Gefahr von Frühabtreibungen und Missbildungen bei Schwangeren ist bei Diabetes größer als in der Gesamtbevölkerung und hängt vom Stoffwechsel vor der Schwangerschaft ab.

Bei geplanter Schwangerschaft ist das Missbildungsrisiko aufgrund der gezielten Konsultation, der verbesserten Stoffwechselanpassung und der Blutzuckerselbstkontrolle niedriger als bei ungeplanter Schwangerschaft. Die Zielvorgabe für die Mütter sollte ein unter 6,6 % liegen des Wertes von 6,1 % sein. Darüber hinaus erhöht sich das Kindersterblichkeitsrisiko während der Schwangerschaft oder des Säuglingssterbens im ersten Jahr des Lebens deutlich.

Andere häufige Folgeerkrankungen sind Hypoglykämie (Hypoglykämie), Hyperbilanz (Gelbsucht), Polyglobulia (übermäßige Neubildung von roten Blutkörperchen) oder Atemwegserkrankungen. Die Gefahr von Missbildungen nimmt auch bei schwerem übergewicht (Adipositas) der Frau, Schwierigkeiten an kleinen Gefässen (mikrovaskulär) und ungenügender Zufuhr von folsiger Säure vor und nach der Düngung zu. Bei werdenden Müttern mit Diabetes ist es besonders hilfreich, regelmäßige Tests auf Infektionskrankheiten durchzuführen, da diese das Frühgeburtsrisiko steigern und bei Typ-1-Diabetes häufig auftreten als bei gesunden Stoffwechselerkrankungen.

Worauf sollte der Diabetiker während der Schwangerschaft achten? Es ist heute erwiesen, dass es einen starken Bezug zwischen dem Stoffwechsel und der Gesunderhaltung des Eizellen gibt. Wir empfehlen einen HbA1c-Wert, im Idealfall unter 6,6 Prozentpunkten, aber zumindest unter 7 Prozentpunkten, drei Monaten vor Beginn einer (vorzugsweise geplanten) Schwangerschaft anstreben.

Vor allem bei Patienten mit instabiler Typ-1-Diabetes werden kontinuierlich Blutzuckermessungen immer wichtiger, um eine stabile Stoffwechselkontrolle zu gewährleisten. Es wird auch eine genügende Zufuhr von Folsäure angeraten: 0,4 bis 0,8 mg Folat sollten jeden Tag von spätestens vier Schwangerschaftswochen bis zum Ende der zwölf. Damit soll dem ungeborenen Baby genügend Iod zugeführt und Komplikationen der Schilddrüse vorgebeugt werden.

Damit diabetesbedingte Beschwerden so früh wie möglich bekämpft werden können, werden bei Diabetikern zusätzlich Ultraschall-Untersuchungen durchgeführt. Sie können verwendet werden, um rasch zu identifizieren, ob das Baby an einer Wachstumsstörung erkrankt ist. Vom siebenten Monat der Schwangerschaft an sollte das noch nicht geborene Baby alle zwei bis vier Wochen untersucht werden. Weil jede Schwangerschaft einer diabetischen Frau eine Hochrisikoschwangerschaft darstellt, sollte die Versorgung der Frau durch einen Diabetes- und Frauenarzt durchgeführt und die Entbindung in einem perinatalen Zentrum durchgeführt werden.

Sind Diabetiker geboren? In den Richtlinien der DDG wird empfohlen, ein Krankenhaus zu suchen, das über eine neonatologische Fachabteilung für die Behandlung von Neugeborenen vor Ort in Notfällen verfügen soll. Der Zuckergehalt der Mütter sollte bei der Geburt zwischen 70 und 110 mg/dl sein.

Alle ein bis zwei Wochen werden die Messwerte während der Entbindung kontrolliert. Zur Vorbeugung dieser häufigsten Komplikationen bei diabetischen Müttern wird im weiteren Verlauf auch der Blutzuckerspiegel des Kindes mitverfolgt. Beim ersten Mal wird die Vermessung ein bis zwei Std. nach der Entbindung durchgeführt. Es ist auch bedeutsam, sich der möglichen Anzeichen einer Hypoglykämie bewusst zu sein.

Die Stillzeit ist gut für das Baby und wird für Diabetiker besonders gut geeignet. Kann der Diabetiker nach der Entbindung sein Baby säugen? Diabetiker sollten - wenn möglich - ihr Baby säugen. Beispielsweise hat sich bei Frauen mit Typ-1-Diabetes herausgestellt, dass langes Stillverhalten das Diabetesrisiko reduziert. Es wird auch davon ausgegangen, dass das Stillen auch später ein späteres übergewicht des Babys verhindert.

Interessant ist, dass die Muttermilchmenge, die das Baby in der ersten Woche des Lebens bekommt, eine wichtige Funktion hat - zu viel kann auch das Gegengewicht haben. Es ist für die Mütter von Bedeutung, dass der benötigte Insulinspiegel um bis zu 25 Prozentpunkte gegenüber dem vor der Schwangerschaft bei Beginn der Milcherzeugung abfällt.

Aufgrund der sehr begrenzten verfügbaren Daten ist es für Typ-2-Diabetikerinnen empfehlenswert, die Insulinbehandlung während des Stillens fortzusetzen, wenn eine medikamentöse Behandlung des Diabetes notwendig ist. Das Gleiche trifft auf Schwangerschaftsdiabetikerinnen zu, die nach der Entbindung ihres Babys eine antidiabetische Behandlung benötigen. Schwangerschafts-Diabetes - Was ist das?

2010 wurden 3,7 Prozentpunkte der Schwangerschaft mit der Diagnose Schwangerschafts-Diabetes konfrontiert. Es wird jedoch angenommen, dass die betroffene Frau bereits vor der Schwangerschaft eine reduzierte Sensitivität gegenüber ihrem eigenen insulin hat (sog. Insulinresistenz), die während der Schwangerschaft signifikant zunimmt. Weitere Infos zum Schwangerschafts-Diabetes hier.

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