Blutzuckerwerte bei Diabetes

Der Blutzuckerspiegel bei Diabetes

Die Zielwerte gelten für jeden Diabetes-Patienten unterschiedlich. Zuckerkrankheit bei Senioren 214 Der Diabetes tritt im hohen Lebensalter häufiger auf und ist eine der häufigste Begleiterkrankungen in dieser Lebensphase. Zum Beispiel sind 10 -15 % aller 60- bis 85-Jährigen davon betroffen. 60- bis 85-Jährige. Diabetes wird neben Alterung und Neigung durch Fettleibigkeit und niedrige Bewegung verursacht.

Sind ältere Menschen von Diabetes befallen, sind zum einen "normale" Alterungsvorgänge besonders wichtig, zum anderen treten in diesem Lebensalter oft Begleiterkrankungen auf, die die selbständige Bewältigung von Diabetes und Alltag beeinträchtigen und die Behandlung behindern (Tabelle 1).

Diabetes und Diabetes-Typen im AlterDer Diabetes im hohen Lebensalter wird oft erst später erkannt, da er in der Regel keine Beschwerden auslöst. Wir empfehlen, dass alle über 45 jährigen alle drei Jahre - bei einem erhöhten Diabetesrisiko einmal im Jahr - auf das Vorliegen von Diabetes untersucht werden. Übersteigt der Nüchternblutzucker (Plasmaglukose) immer wieder 7 mmol/l, oder liegt der HbA1c über 6,5 Prozent, wird von Diabetes gesprochen.

Diabetes des Typs 2 ist die mit großem Abstand am häufigsten auftretende Form von Diabetes bei Senioren (über 90?%). Aber es gibt auch neue Formen von Diabetes des Typs 1 in jedem Alters. Früherkennung und Prävention von KomplikationenDie Folgen von Diabetes, wie Herzerkrankungen, Gefäß-, Nerven- oder Nierenschädigungen, haben spezielle Wirkungen auf ältere Menschen. Bluthochdruck und abnormale Blutfette: Die Mehrheit der Diabetiker älterer Klasse 2 haben einen Bluthochdruck und abnormale Blutfettwerte.

Bei ihnen - und vor allem auch bei Diabetikern - ist das Prinzip "Typ 2 - Denk 3" zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ebenso gültig wie bei jungen Frauen: Der Diabetes des Typs 2 denkt an eine gute Anpassung von Zucker, Druck und Blutfett. Beim Diabetes sollte ein niedrigerer als 135/85 mm hoher Cholesterinspiegel und ein LDL Cholesterinwert ("schlechtes" Cholesterin) von weniger als 2,6 mmol/l, bei bestehenden Gefäßerkrankungen auch weniger als 1,8 mmol/l, angepeilt werden.

Bei vielen Diabetes-Patienten ist die Absenkung der Blutfette (Cholesterin) mit einem Stalin nicht so wichtig wie die Therapie eines erhöhten Blutzuckerspiegels, um Kreislaufstörungen zu vermeiden. Für ältere Menschen müssen diese Sollwerte teilweise nachjustiert werden. Ein zu aggressives Absenken des Blutdrucks kann bei alten Menschen mit Diabetes unerwünschte Nebeneffekte wie z. B. Benommenheit und Abstürze haben. Bei der diabetischen Augenkrankheit (Retinopathie) handelt es sich um die am häufigsten auftretende Folgeerscheinung kleiner Blutgefäße.

Es ist bei Patienten mit schlechtem Blutzucker und Blutdruck und langen Krankheitsperioden häufig und kann zu Blindheit fÃ?hren. Eine ophthalmologische Kontrolle wird allen alten Menschen empfohlen. Der Graue Star ist bei Diabetes weit verbreitet, senile Makuladegeneration und Glaukom bei alten Menschen. Die Niere und der Harntrakt: Altersdiabetiker haben eine erhöhte Nierenfunktionsstörung und Entwässerungsinfektionen der Harntrakt.

Diabetes-Fuß- und diabetischen Nervenschäden: Die regelmäßige Kontrolle der Füße durch die Erkrankten selbst und durch den behandelnden Arzt sowie die Prävention von geöffneten Füßen sind besonders bedeutsam. Bei sensorischen Störungen (Neuropathie) und arteriellen Durchblutungsstörungen der Füße sind sie häufiger; sie werden durch eingeschränkte Beweglichkeit der Gelenke und durch Fehlbelastung begünstigt, die zu erhöhtem Druck auf die Fußsohle führt.

Regelmäßige Fußpflege und geeignetes Fußbekleidung sind für ältere Menschen besonders bedeutsam. Das unbewußte Nervengeflecht kann ebenfalls beeinträchtigt sein (autonome Neuropathie): Zu den häufigste Beschwerden gehören Magen-Darm-Beschwerden und Erektionsstörungen bei MÃ?nnern. Insbesondere bei Senioren kann eine verzögerte Entleerung des Magens durch Neuropathien ein Auslöser für eine Hypoglykämie nach dem Essen sein, wenn vor einer Essensmahlzeit schnell effektives Insulin injiziert wird.

Hier ist es ratsam, das Nahrungsinsulin erst nach einer Nahrungsaufnahme zu injizieren - vor allem, wenn der Blutzuckerspiegel vor der Nahrungsaufnahme verhältnismäßig niedrig ist. Behandlung von Diabetes mellitus type 2 bei Senioren Grundsätzlich gilt das gleiche Prinzip und die gleiche Zielgröße wie bei jungen Menschen. Zur Beurteilung der Qualität der Langzeit-Blutzuckerkontrolle wird der HbA1c-Wert herangezogen, der ein Maß für den durchschnittlichen Blutzuckerspiegel der letzten zwei bis drei Jahre ist.

Wichtigster Faktor für das therapeutische Ziel eines HbA1c Wertes von weniger als 7% ist die Vermeidung diabetischer spezifischer Folgeerkrankungen (Augen-, Nerven- und Nierenschäden). Im Falle von hohen Blutzuckerspiegeln oder akute Krankheiten kann es notwendig sein, eine oder mehrere Ebenen zu übergehen. Die Diabetesberatung kann diese Hindernisse oft überbrücken, und die Betroffenen merken viel zu früh, wie viel besser sie sich bei sinkenden Blutzuckerspiegeln fühlt.

Letzteres ist für ältere Menschen wegen der Sturz- und Unfallgefahr besonders wichtig. Vorteile und Gefahren einer starken Blutzuckerkontrolle bei SeniorenObwohl eine gute Blutzuckerkontrolle auch bei Seniorinnen und Senioren wünschenswert ist, sollte eine zu "scharfe" Kontrolle verhindert werden, da der Vorteil niedriger sein kann als die Gefahren - eine aktuelle Untersuchung hat ergeben, dass die Mortalität 25 % über dem HbA1c-Wert von 7.0 bis 7.9 % für eine zu intensive Diabetestherapie mit einem Zielwert HbA1c von unter 6.0? % lag.

Das GLP-1 hat weitere positive Effekte bei Typ-2-Diabetes, indem es den Hunger reduziert und die Entleerung des Magens aufhält. Das GLP-1 funktioniert nicht bei niedrigem Blutzuckerspiegel und hat den großen Vorzug, dass es keine Hypoglykämie auslöst. Das natürliche GLP-1 ist aufgrund des schnellen Enzymabbaus (DPP-4) im Organismus nicht für die Diabetestherapie geeignet.

Wir werden erst wissen, welchen langfristigen Nutzen und welche potentiellen Gefahren diese verhältnismäßig neuen Produkte in absehbarer Zeit haben werden. Zuckerkrankheit des Typs 1 im AlterAls immer mehr Diabetiker des Typs 1 das hohe Lebensalter erreicht haben, entstehen besondere Nachteile. Diabeteskontrolle wird immer instabiler und viele Menschen erkennen nicht, dass sie ein erhöhtes Hypoglykämierisiko haben, wenn ihr Blutzuckerspiegel zu stark gesenkt wird.

Häufig verliert er im Laufe der Jahre die warnenden Symptome der Hypoglykämie und gefährdet sich mit zu niedrigen Senkungswerten. Seit Jahrzehnten hören sie von ihren Behandlern, dass der Zuckerspiegel "fallen" muss, um Spätfolgen zu vermeiden. Bei vielen älteren Typ-1-Diabetikern fällt es schwierig, den Zielwert für den Blutzuckerspiegel leicht anzuheben, und sie sind zunehmend darauf bedacht, zu niedrige statt zu niedrige Werte zu vermeiden.

Eine besondere Problematik ist die Fahrtüchtigkeit älterer Typ-1-Diabetiker. Bei Hypoglykämie können sie Dritte und sich selbst einem erheblichen Risiko aussetzen; sie müssen daher vor jeder Reise ständig den Zuckergehalt im Blut bestimmen, nicht zu lange ohne Unterbrechung und Blutzuckersteuerung Autofahrten machen und sich selbst kritisch die grundsätzliche Fahrtüchtigkeit vorwerfen. Ihre Art von Diabetes wird oft falsch eingeschätzt und sie werden als " normale " ältere Diabetiker angesehen.

Zu den zwei bedeutendsten "Todsünden" der Insulin-Therapie in den Krankenhäusern dieser Patientinnen gehört, dass das Grundinsulin in Vergessenheit geraten oder ausgelassen wird und dass das schnell wirksame Insulin erst danach zur Behebung des Blutzuckerspiegels und nicht vor dem Verzehr zu den Speisen verwendet wird. Vor allem in Krankenhäusern kommt es häufig zu chaotischen Blutzuckerprofilen.

Schließlich ist hervorzuheben, dass heute alle alten Zuckerkranken des Typs 1 und 2 mit dem vielfältigen Therapieangebot gut zu behandeln sind. Ihr Ziel ist es, sie weitestgehend vor krankheits- und therapiebedingten Schädigungen zu schützen. Besonders erfolgreich ist dies, wenn Diabetes von den Erkrankten ernsthaft wahrgenommen und von einem fachkundigen Diabetes-Team aufbereitet wird.

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