Unterzuckerung Schwindel

Hypoglykämie Schwindelgefühl

Übelkeit, Konzentrations- und Sehstörungen, Störungen der Feinmotorik, Hungerbiss - aus medizinischer Sicht kann Hypoglykämie Hypoglykämie, Kopfschmerzen oder Schwindel verursachen. Zuckerkrankheit steigt Weitaus weniger Menschen wissen jedoch, dass es bei der Zuckerkrankheit eine viel häufigere und auch gefährlichere Form der Erkrankung gibt: die Unterzuckerung, also das Risiko für eine Unterzuckerung. Umfassende Informationen sollen die Beteiligten sensibilisieren, um Zeichen frühzeitig zu erkennen und eventuelle Gefahrensituationen für sich und die Umwelt zu verhindern.

Bei einer großen Zahl von Patientinnen und Patienten wurde jedoch noch keine Diagnostik durchgeführt. Oftmals sind diese bereits sekundär erkrankt, wenn endlich einmal Diabetiker werden. Die Prävalenz von Zuckerkrankheit wird in Österreich auf etwa 6 Prozentpunkte geschätz. Zusätzlich zur Früherkennung ist eine umfangreiche Betreuung und Informationen für die Beteiligten im Alltag unerlässlich.

Das Bewusstsein soll nun speziell für das Risiko einer Hypoglykämie geschärft werden. "Hypoglykämie bedeutet eine Beschränkung der Handlungsmöglichkeiten für die Erkrankten. Gerade Schwindel und eingeschränktes Empfinden bis hin zur Machtlosigkeit haben je nach Lage ein beträchtliches Potenzial zur Selbst- und Fremdgefährdung", sagt Prof. Bernhard Schwarz, Ao.Univ.-Professor am Center for Public Health and der Medizinaluniversität Wien.

Dabei verweist er auf das oft unterbewertete und oft nicht bekannte Risikopotenzial der Unterzuckerung. Mit einer groß angelegten Aufklärungskampagne soll nun das Bewusstsein für das Problem der Unterzuckerung gestärkt und auch über einzelne Therapieansätze informiert werden. Folgenschäden, die bei schwerer Unterzuckerung eintreten können, sollten durch alternative Therapien weitestgehend verhindert werden. "Unterzuckerung ist eine Erkrankung, bei der die Symptome durch niedrige Blutzuckerwerte verursacht werden.

Hypoglykämie tritt immer dann auf, wenn der Organismus entweder zu viel Insulin, zu wenig Nährstoff oder eine Mischung aus beidem enthält", erläutert Prof. Dr. Hermann Toplak, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Oesterreichischen Diabetikergesellschaft (ÖDG), die Entwicklung der Hypoglykämie. Außerdem kann Hypoglykämie Kopfweh oder Schwindel auslösen. "Die Hypoglykämie betrifft vor allem Zuckerkranke, die Blutzucker senkende Arzneimittel einnehmen - insbesondere mit Insulin behandelte Zuckerkranke.

Darüber hinaus haben Typ-2-Diabetiker, die sich einer Medikamentenbehandlung mit Insulin oder Sulfonylharnstoff unterziehen, ein höheres Risiko für Hypoglykämie", so Toplak weiter. Infolge der Therapie mit Sulphylharnstoffen kommt es oft zu einer therapiebedingten, starken Hypoglykämie, da diese den Insulingehalt im Organismus erhöht. "Bei der Auswahl von Antidiabetika beispielsweise brauchen auch Menschen mit gestörter Leberfunktion mehr Beachtung, da die Häufigkeit schwerer Hypoglykämie bei einer fortgeschrittenen renalen Insuffizienz anstieg.

Bei der Wahl der Medikamente ist immer das Lebensalter, der Berufsstand und vor allem die Einsatzbereitschaft der Patientinnen und Patienten ausschlaggebend. DPP-4 Hemmer sind im Grunde eine gut tolerierte Gruppe von Medikamenten, vor allem für alte Menschen, ohne oder mit nur einem geringen Risiko für Hypoglykämie", sagt Dr. Wäscher. In den Jahren 2010 und 2015 führte Spectra Market Research Befragungen von Ärzten und Patientinnen zum Stichwort Unterzucker durch.

"Nach dem Österreichischen Diabetes-Report 2013, der die Anzahl der Diabetiker auf 430.000 schätzt, sind in Österreich jährlich mehr als vierzig.000 Menschen von Blutzuckermangel erkrankt. Darüber hinaus ergab eine Umfrage, dass sich sechs von zehn Diabetespatienten an eine oder mehrere Unterzuckerungen während ihrer Krankheit - in der Regel bei körperlichen Anstrengungen, während der Erwerbstätigkeit und auch - was besonders riskant sein kann - während der Fahrt erinnern", gibt Dr. Walter Wintersberger von Spectra einen Einblick in die Umfrage.

Bei der Arbeit und auf der Straße ist es daher für den Selbst- und Umweltschutz unerlässlich, im Notfall Warnsignale für eine Blutunterzuckerung zu erfassen und richtig zu handeln. "Die soziale Spannung im Zusammenhang mit Diabetes im Strassenverkehr ist gross: einerseits das Anliegen des gesamten Strassenverkehrssystems an einer sicherheitsgerechten Handhabung und andererseits das verständliche Bedürfnis des Patienten, seine individuelle Beweglichkeit zu erhalten.

Professor Bernhard Schwarz, Arbeitsmediziner und Werksarzt der Österreichischen Post AG, empfiehlt den Betreffenden dringend, ihr eigenes Arbeitsumfeld über die jeweiligen Gefahren zu informieren. Die Vorgesetzten müssen vor allem darüber informiert werden, um jede Art von Selbst- und Fremdbedrohung so niedrig wie möglich zu gestalten. Eine sorgfältige Selbstkontrolle bei Diabetes-Patienten ist besonders wichtig, um akute Komplikationen wie Hypoglykämien und die daraus resultierenden langfristigen Schäden zu verhindern.

Der Patient muss sich der Ursache, dem Krankheitsverlauf und auch der Behandlung bewußt werden. Es ist auch für die Betroffenen von Bedeutung zu wissen, dass eine Unterzuckerung nicht nur akzeptiert werden muss. Diese Sensibilisierung erfordert eine umfassende Bildungsarbeit und enge Supervisionsprojekte wie Disease Management Programs (DMP) wie "Therapy Active - Der Diabetes unter Kontrolle".

Durch eine umfassende und engmaschige Pflege und Schulung der Patientinnen und Patienten soll eine bestmögliche Pflege gewährleistet werden. Auf diese Weise kann das Risiko einer Hypoglykämie vorbeugend reduziert werden. Das Ergebnis der Auswertung des Vergleiches von Menschen mit Zuckerkrankheit in diesem Jahr zeigt eindeutig, dass eine gezielte Pflege für Chroniker Leiden mindert und die Lebensbedingungen verbessert.

Kurz: Menschen mit Zuckerkrankheit, die eine strukturelle Versorgung bekommen, haben ihre Krankheiten besser im Griff, haben weniger Folgekrankheiten und bleiben intakt. "Neben der verantwortungsvollen Behandlung der erkrankten Menschen gibt es auch eindeutige Richtlinien für die Behandlung von Patienten mit plötzlicher Unterzuckerung. "Bei unerfahrenen Menschen ist es oft schwer, eine Unterzuckerung festzustellen, da viele klinische Bilder denen einer Unterzuckerung ähneln.

Am besten ist es, Hilfe vom Krankenwagen oder einem Doktor zu bekommen. "Nach der Devise "No need for hypoglycaemia" wird der Monat September 2015 der Sensibilisierung für Unterzuckerungen gewidmet sein", sagt er. Es wurden zwei Themen erarbeitet, um die Aufmerksamkeit auf das Problem der Blutzuckermangel zu lenken. Hinzu kommen die regionalen Info-Veranstaltungen für Mediziner sowie die Gelegenheit, die Beschwerden der Unterzuckerung mit einem besonderen "Hypo-Fall" für Diabetiker sehr plastisch zu erproben.

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