Unterzuckerung bei Diabetes

Hypoglykämie bei Diabetes

Unterzuckerungen treten bei Menschen ohne Diabetes kaum auf. Eine leichte Hypoglykämie gehört zum Alltag. Folgendermaßen verstanden "lch brauch jetzt was zu fressen, ich bin schon völlig hypoglykämisch! "Was für viele Menschen nur ein Ausdruck ist, kann zu einer ernsthaften Gefährdung für Menschen mit Diabetes werden. Unterzuckerung, auch "Hypoglykämie" genannt: Dies ist ein Umstand, bei dem zu wenig Blutzucker vorhanden ist, um den Organismus und das Hirn mit ausreichender Leistung zu versorgen.

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Beim Eindringen von Diabetes in das Blutsystem wird Insulin freigesetzt, um den Energiefluss in die Zelle zu fördern. Bei Typ-1-Diabetes ist die Situation anders: "Hier kann die Glukagonreaktion bei länger anhaltendem Diabetes signifikant schwächer sein", sagt Dr. Jürgen Wernecke, Chefarzt der Diabetologischen Universitätsklinik am Hamburg. "Wird dann zu viel Insulin gespritzt, ist die Reaktion über das Glucagon zu gering, um den Zuckerspiegel wieder zu erhöhen.

Typ-2-Diabetiker, die Sulfonylharnstoffe einnehmen, können auch an einer schweren Hypoglykämie leiden. Weil die Tablette die Freisetzung von Insulin aus der Bauchspeicheldrüse stimuliert, und zwar nicht vom Blutzucker. Es gibt keine feste Grenze für Hypoglykämie. Von Hypoglykämie spricht man oft, wenn der Blutzucker unter 70 mg/dl (3,9 mmol/l) ist. Eine aktuelle Untersuchung ergab, dass 83% aller Patienten mit Typ-1-Diabetes und fast die HÃ?lfte der Typ-2-Diabetiker Ã?ber einen Zeitraum von vier Wochen, an denen eine Unterzuckerung festgestellt wurde, zu verzeichnen waren.

Bei 14% der Patienten (Typ 1) und 9% (Typ 2) kam es zu einer schweren Unterzuckerung. "Bei sinkenden Zuckerwerten setzt der Organismus den Adrenalinspiegel frei ", erläutert die Greffener Ernährungswissenschaftlerin Dr. Ines Hönemann. Jeder, der solche Warnsignale wahrnimmt und Kohlehydrate konsumiert, die rasch in den Blutkreislauf eindringen, kann die Abwärtsspirale aufhalten.

"Wenn es keine Energieversorgung gibt, beginnt das Hirn zu hypoglykämisch zu werden, wenn der Blutzuckerspiegel weiter sinkt", sagt Hönemann. Denn je älter ein Diabetes ist und je mehr Hypoglykämie ein Diabetes erlitten hat, desto höher ist das Risiko, dass er sich nicht oder nicht frühzeitig zu tief im Blut fühlt. "Die Mahlzeit Insulin wird injiziert oder die Sulfonylharnstofftablette eingenommen, aber dann kommt ein Telefonanruf und die Mahlzeit ist nicht da.

"Dosierfehler mit Insulin oder Pillen verursachen zudem Blutzucker-Ungleichgewichte. Damit kein Hypo-Risiko besteht, sollten die vergessenen Diabetes-Tabletten nicht danach genommen werden. Nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel wie z. B. Hormone der Schilddrüse können auch den Zuckerhaushalt mitbestimmen. Im Falle einer Hypoglykämie mit einer unklaren Begründung sollte sich der behandelnde Arzt stets den Medikamentenplan durchlesen. Es macht die Zelle anfälliger für Insulin, der Verbrauch nimmt ab.

Bei sportlicher Betätigung: weniger Insulin spritzen, evtl. zusätzliche Kohlehydrate zu sich nehmen, Zuckerkontrolle. Besser ist es, nach dem sportlichen Wettkampf am Nachmittag etwas größere Zahlen zu akzeptieren. Eine besonders unangenehme Hypo-Auslösung ist Spiritus. Der Kohlenhydratgehalt treibt den Kristallzucker zunächst nach oben. Jeder, der dann mit Insulin einen hohen Wert "injiziert", läuft Gefahr, eine Hypothek einzugehen, weil er die Zuckerbildung in der Haut unterdrückt.

Daher: kein Kohlenhydratinsulin aus Spiritus kalkulieren und auch mit höherem Blutdruck ins Bett gehen! "Sprühfehler verursachen oft Hypoglykämie", fügt der Diplomdiabetologe an. Wird immer wieder in die gleiche Region gespritzt, entsteht dort eine Narbe. Die Insulininjektion ins Gehirn ist weniger effektiv und die Dosierung muss gesteigert werden.

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