Diabetes Symptome Augen

Zuckerkrankheit Symptome Augen

Die Symptome der frühen Phase der diabetischen Retinopathie. Diabetische Retinopathie (Netzhauterkrankung) ist eine Erkrankung der sogenannten Kapillaren. Der Diabetes mellitus führt häufig zu Augenschäden.

sekundäre Erkrankungen: Zuckerkrankheit und Augen

Bei der diabetischen Netzhauterkrankung und Maculopathie handelt es sich um die häufigste mikrovaskuläre Komplikation des Diabetes mellitus. Zuckerkrankheit kann die Retina und die kleinste Arterie in den Augen beschädigen. In Deutschland und den Industriestaaten ist die Netzhauterkrankung die häufigste Ursache der Erblindung in mittlerem Alter. Dr. Christoph Beck vom Nürnberger Krankenhaus wird auf dem dritten Tag des Diabetes-Informationsdienstes am Helmholtz-Zentrum München klinische Bilder vorstellen, die als Spätfolgen des Diabetes mellitus auftreten können.

Es können viele Organe in Mitleidenschaft gezogen werden - Augen, Niere, Hirn, Herzen, Blutgefäße in den Beinen und Nervensystem. Inwiefern entwickelt sich die Netzhauterkrankung? Daraus kann ein Blutaustritt erfolgen, den der Ophthalmologe an punktuellen Netzhautblutungen erkennen kann. Diese Anfangsphase wird als nicht-proliferative Netzhauterkrankung (sog. "Hintergrund"-Retinopathie) beschrieben, da sich in dieser Zeit keine neuen Blutgefässe bilden.

In dieser so genannten wuchernden Art der Diabetesretinopathie zerplatzen manchmal die in den glasartigen Körper eingewachsenen Adern. Dies kann bei einem kleinen Teil der Betroffenen und nach einer langen Diabetesphase zu einer Blindheit fÃ?hren. Der erhöhte Blutzustand ist ein weiterer bedeutender Faktor bei der Erkrankung. Aufgrund der verbesserten Blutzucker- und Blutdruckanpassungsmöglichkeiten ist die Frequenz der Diabetesretinopathie in den meisten Staaten deutlich gesunken.

Bei der Evaluierung von drei Untersuchungen mit mehr als 10000 Patientinnen und Patienten zeigte sich, dass bereits bei Blutzuckerwerten unter 126 mg/dl kleine retinopathische Symptome auftraten. Allerdings werden die schwerwiegenden Retinopathieformen erst gefunden, wenn der Stoffwechsel seit vielen Jahren schlecht ist. Bei diabetischer Maculopathie kann es in jedem Krankheitsstadium zu einer Erkrankung kommen.

Maculopathie tritt auf, wenn der Netzhautbereich des stärksten Sehvermögens, die Makula, von den pathologischen Vorgängen beeinflusst wird. Bersten die kleinsten Blutgefässe in der Umgebung der Makula, kommt es zu einem Maculaödem (Ödem = Wasseransammlung). Beim Typ -1-Diabetes wird die Diabetesretinopathie zu Krankheitsbeginn kaum beobachtet. Je nach Dauer der Krankheit und der permanenten Kontrolle des Blutzuckerspiegels haben jedoch 24 bis 27% der Menschen mit Typ-1-Diabetes eine zuckerkrankheit.

Laut Angaben aus deutschen Frequenzstudien sind bereits zum Diagnosezeitpunkt zwischen 1,5 und 15,8 Prozentpunkte der Typ-2-Diabetiker von einer Netzhauterkrankung befallen. Mit der Dauer der Erkrankung erhöht sich das Erkrankungsrisiko. Etwa 24% aller Patientinnen und Patienten mit Typ-2-Diabetes seit mehr als zehn Jahren haben eine Netzhauterkrankung.

Maculopathie kann sowohl durch Diabetes als auch durch altersbedingte Makula-Degeneration entstehen. Tabakkonsum und vor allem hoher Blutdruck erhöht das Erkrankungsrisiko. Nicht einmal ein Prozentsatz der Menschen mit Diabetes ist blind. Bei diabetischer Netzhauterkrankung kommt es sehr selten vor der Geschlechtsreife vor. Beim Diabetes mellitus kommt es oft zu mikro- und makroangiopathischen Erkrankungen.

Im Anfangsstadium kommt die Diabetikerin Retinopathia kaum zu Unannehmlichkeiten, darf aber nicht unterlassen werden.

Aus diesem Grund sollten Diabetes-Patienten zum Zeitpunkt der Diagnose und danach jährlich einen Besuch beim Ophthalmologen planen. Symptome wie Sehstörungen, Sehschwäche, Leseschwierigkeiten, Farbsehstörungen oder rußiger Regen vor den Augen sollten immer von einem Arzt geklärt werden. Die Augenärztin oder der Arzt führt eine Ophthalmoskopie durch. So kann er Änderungen in der Retina im hinteren Augenbereich erkennen.

Sind bereits schwerwiegende Beschwerden wie Glaskörperblutung oder Netzhautablösung vorhanden, können die Augen durch eine chirurgische Glaskörperentfernung (Vitrektomie) vor vollständiger Blindheit geschützt werden. Insbesondere bei der Maculopathie werden seit kurzem Steroide (in Depotform) oder vaso-wachstumshemmende Antikoerper (VEGF-Inhibitoren) in den Glashohlraum gespritzt. Untersuchungen haben auch gezeigt, dass VEGF-Inhibitorinjektionen in der Lage waren, schwerwiegende Retinopathieformen umzukehren.

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