Diabetes Mellitus Typ 2 Diagnostik

Typ-2-Diagnostik bei Diabetes mellitus

Begriffsbestimmung, Klassifizierung und Diagnose von Diabetes mellitus. in Fällen, in denen nicht klar ist, ob es sich um Diabetes Typ 1 oder Typ 2 handelt. Der Arzt verwendet Blutwerte zur Diagnose von Diabetes mellitus. Bei der Diagnose Diabetes mellitus wird eine Blutprobe entnommen. Die Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 sind fast alle übergewichtig.

Feststellung

Typ 1 Diabetes manifestiert sich gewöhnlich sehr rasch in Symptomen wie starkem Drang zum Wasserlassen, Verdursten und Ermüdung und wird gewöhnlich rasch festgestellt. Typ-2-Diabetes hingegen wird oft lange Zeit nicht aufgedeckt. Die Krankheitssymptome treten meistens langsam auf, so dass sie von den Betreffenden nicht mitbekommen werden. Es kann bis zu zehn Jahre in Anspruch nehmen, bis Typ-2-Diabetes entdeckt wird und aufgrund permanent erhöhter Blutzuckerspiegel sekundäre Erkrankungen auftreten können (Fallstudie).

Zur frühzeitigen Diagnose von Typ-2-Diabetes ist es notwendig, an regelmäßigen Präventionsuntersuchungen teilzunehmen: Es wird auch der für die Diagnose entscheidende Zuckergehalt ermittelt.

OGTT (Oraler Glukosetoleranztest) als Diabetest

Der Diabetes mellitus wird durch eine Blutprobe diagnostiziert. Es wird in einem Spezialröhrchen gesammelt, das die Blutgerinnung unterbindet und Substanzen beinhaltet, die dafür Sorge tragen, dass der Zuckerspiegel (Blutzucker) nicht zersetzt wird. Der Blutzuckerspiegel unter 100 mg/dl (5,5 mmol/l) ist üblich. Diabetes ist, wenn Sie eine Nüchternzuckerkonzentration im Blutplasma von über 126 mg/dl (7,0 mmol/l) haben.

Die Bandbreite der abnormalen Nüchternglukose beträgt zwischen 100 und 126 mg/dl (5,5 und 7,0 mmol/l), was auf die Anwesenheit eines Vorläufers hindeutet (Prädiabetes, krankhafte Glukosetoleranz). Die Anwesenheit von über 200 mg/dl (11,1 mmol/l) zu jeder Tageszeit zeigt auch das Vorhandensein von Diabetes an. Ein weiterer Weg, Diabetes zu diagnostizieren, ist der so genannte "Glukosetoleranztest", der von einem Facharzt durchgeführt wird: 75 g Glukose werden beim Fasten genommen und der Zuckergehalt wird in regelm?

Ist der Blutzuckerwert unter 140 mg/dl (7,7 mmol/l) 2 Std. nach der Glukoseeinnahme, ist Diabetes ausgeschlossen. Jeder mit einem Zuckergehalt über 200 mg/dl (11,1 mmol/l) nach 2 Std. ist Diabetiker. Die Toleranz für Prädiabetes/Pathologie beträgt zwischen 140 mg/dl und 200 mg/dl (7,7 und 11,1 mmol/l).

Der Wert HbA1c wird lediglich abgelesen.

Beträgt der HbA1c-Wert über 6,5%, ist Diabetes vorhanden. Diagnostische Tests sollten bei typischen Diabetes-Symptomen vorgenommen werden. Wenn Sie eines oder mehrere dieser Anzeichen haben, sollten Sie auf jeden Fall Ihren Blutzuckerspiegel überprüfen und mit Ihrem Hausarzt sprechen. Deshalb ist es für Menschen mit einem erhöhten Diabetesrisiko durchaus angebracht, ab und zu eine Blutzuckerkontrolle durchzuführen.

Menschen mit Angehörigen, die an Diabetes leiden oder übergewichtig sind, sind einem erhöhten Gesundheitsrisiko ausgesetzt. Wodurch unterscheidet man Typ-1-Diabetes von Typ-2-Diabetes? Diabetiker mit Diabetes mellitus Typ 1 sind vorwiegend dünn und die Symptome kommen sehr schnell vor. Bestätigt wird die Diagnosestellung durch die Insulin- und C-Peptidbestimmung.

Bei Typ-1-Diabetes sind diese gering. Weil Typ-1-Diabetes ein Autoimmunprozeß ist, gibt es Antikörper (GADA, ICA, IA-2, IA-2A), die die Diagnostik sicherstellen. Werden diese vermehrt, kommt es zu Diabetes mellitus Typ 1. Patientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 sind nahezu alle schwergewichtig. Diabetes wird im Frühstadium oft gar nicht wahrgenommen.

Typische Beschwerden kommen erst später. Deshalb wird Diabetes oft zufällig mit einem Blutzuckertest diagnostiziert. Bei den meisten Patientinnen und Patienten kommt es zu einem metabolischen Krankheitsbild und damit auch zu hohem Blutdruck und einer Fettstoffwechselerkrankung. Hoher Blutdruck und Fettstoffwechselstörungen kommen oft schon vor dem Anstieg des Blutzuckerspiegels vor. Bei diesen Patientinnen sind Insulin und C-Peptid im Frühstadium hoch.

Erhöhter Insulin- und C-Peptid-Spiegel schließt Typ-1-Diabetes mellitus aus. Die Diagnose von LADA, dem autoimmunen Diabetes bei Älteren, kann schwer sein. Die Anwesenheit von LADA kann angezeigt werden, wenn die Therapie mit einer Tablette nur für kurze Zeit gelingt und der Pflegebedürftige sehr rasch auf Insulin umgestellt werden muss.

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