Diabetes Lebenserwartung Typ 2

Zuckerkrankheit Lebenserwartung Typ 2

Risiken verkürzen die Lebenserwartung um 13 Jahre Diabetiker vom Typ 2 können ihre Lebens- und Gesundheitssituation erheblich verbessern. Die Menge und Verbreitung von Körperfett, Essgewohnheiten und Lebensgewohnheiten sind Faktoren, die darüber bestimmen, wie gut und wie lange Menschen mit Krankheit auskommen. Der Zusammenhang zwischen Fettleibigkeit, Diät, erhöhter Gefahr von Typ-2-Diabetes und erhöhter Mortalität ist gut verstanden. Studienevaluationen wie die kürzlich veröffentlichte "European Perspective Investigation into Cancer and Nutrition (EPIC) Study" aus dem Jahr 2009 haben unter anderem die gravierenden Konsequenzen für Menschen mit erhöhter Diabetesgefahr aufgezeigt: Sie leiden beinahe dreimal so viele Herzinfarkte und beinahe zweimal so viele Schlaganfälle wie Menschen mit einem sehr niedrigen Diabetesrisiko.

Das bedeutet eine um 13 Jahre verkürzte Lebenserwartung. Ein Grund dafür ist, dass zu viel Bauchfett, das sogenannte Viszeralfett, sowie ein einsetzender oder vorhandener Diabetes mellitus die Gefäße beschädigen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen auslösen kann. "Wir als Diabetes-Organisation müssen dort beginnen, wo sich Diabetes noch nicht bemerkbar gemacht hat", sagt Prof. Joost.

"Selbst Menschen mit einem normalem Body Mass Index (BMI) haben ein höheres Verlustrisiko, wenn der Anteil an viszeralen Körperfetten ein höheres Niveau erreicht. Schon mit einer einfachen Taillenumfangsmessung lässt sich die in der Bauchhöhle gespeicherte Körperfettmenge klassifizieren und damit das Krankheitsrisiko einer Menschen bestimmen." Gezielte Frühintervention gegen die Erkrankung und ein gut abgestimmter Blutzuckerspiegel können Folgeerscheinungen wie z. B. Infarkt, Hirnschlag, Blindheit oder Herzinsuffizienz vorbeugen.

Herzinfarkte und Schlaganfälle zählen zu den häufigsten Ursachen für den Tod und ihre Verhinderung verlängern effektiv das Lebensalter und die Qualität des Lebens. Erstversorgung für Diabetiker: Umfassendes Infopaket für Neudiagnostiker:

Pressemitteilung auf der Website des Deutschen Instituts für Ernährungswissenschaft Berlin

Die Potsdam-Rehbrücke - Menschen mit einem deutlich gestiegenen Typ-2-Diabetesrisiko (Zucker im Alter) leiden beinahe drei Mal so oft an einem Infarkt und verkürzen ihre Lebenserwartung um etwa 13 Jahre - egal welchen Alters und Geschlechts. Außerdem kommt es zu nahezu doppelten Schlaganfällen als bei Menschen mit sehr niedrigem Selbstrisiko.

Das sind die Resultate der EPIC*-Studie Potsdam, die den Zusammenhang zwischen Nahrung, Karzinom, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erforscht. Damit kann jeder Erwachsener sein eigenes Krankheitsrisiko für die Entwicklung von Typ-2-Diabetes in den nÃ??chsten fÃ?nf Jahren auf einfachste, aber sehr genaue Art und Weise abschlieÃ?en. Für die Durchführung des Versuchs ist weder eine medizinische Prüfung noch eine Blutprobenanalyse erforderlich, da nur Informationen über das Lebensalter, den Umfang der Taille, die Essgewohnheiten und den Lebenstil angegeben werden müssen.

Gibt es bei Menschen, die laut Diabetest eine höhere Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung von Typ-2-Diabetes haben, auch ein erhöhtes Risikopotenzial für Herz-Kreislauf-Erkrankungen? Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bewerteten die Ergebnisse von 23.455 weiblichen und männlichen Menschen im Lebensalter zwischen 35 und 65 Jahren. Die Teilnehmer mit einer geringen Krankheitswahrscheinlichkeit für Diabetes von weniger als einem Prozentpunkt wurden mit denjenigen von Menschen mit einer größeren Krankheitswahrscheinlichkeit gleichgesetzt.

Die Wahrscheinlichkeit, an Diabetes zu erkranken, stieg, ebenso wie das Risikopotenzial für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Mortalität. Somit hatten Menschen mit sehr hohem Wert im Diabetes-Risikotest ein 2,7-fach höheres Herzinfarktrisiko und ein 1,9-fach höheres Schlaganfallrisiko, ungeachtet ihres Alters. Darüber hinaus war ihr Sterberisiko 2,4 mal höher, was einer Verkürzung der Lebenserwartung um 13 Jahre gleichkommt.

"â??Wie unsere Studie belegt, sind die Resultate des Diabetes-Risikotests auch mit anderen Krankheitsrisiken verbundenâ??, erklÃ?rt Matthias Schulze. Menschen, die einen höheren Diabetes-Testwert erreichen, sind auch gefährdeter, einen Infarkt oder Hirnschlag zu erlitten und dadurch frühzeitig zu untergehen. Die Tatsache, dass diese Verbindungen altersunabhängig sind, verdeutlicht, wie wichtig für diese Krankheiten Gewicht, Essgewohnheiten und Lebensweise sind, fügt Schulze hinzu.

Der Diabetes-Risiko-Test sollte jedoch nicht als Risiko-Test für Herz-Kreislauf-Erkrankungen betrachtet werden; er ist für diesen Zweck nicht aufbereitet. Hintergrundinformationen: Zur aktuellen Studie: Von den 23.455 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Untersuchung hatten 214 einen Infarkt während des Follow-up-Zeitraums von 8 Jahren. Sechsundzwanzig Menschen hatten einen Hirnschlag. Darüber hinaus haben 68 Teilnehmer der Studien an Darmkrebs, 194 Teilnehmer an Brust und 145 Teilnehmer an Vorsteherdrüse erkrankt. 624 der Teilnehmer der Studien sind während des Beobachtungszeitraums gestorben.

Die Forscher konnten auch Verbindungen zwischen einem Anstieg der Testwerte für das Diabetes-Risiko und einem Anstieg des Risikos von Brust-, Darm- und Brustkrebs nachweisen.

Mehr zum Thema