Blutzucker leicht Erhöht

Der Blutzucker ist leicht erhöht.

haben Diabetes, aber der Blutzuckerspiegel ist bereits leicht erhöht. Niedrigerer Blutzucker: Nahezu normal oder leicht erhöht? Typ-2-Diabetiker ("altersbedingter Zucker") können Folgekrankheiten verhindern, wenn sie den Blutzuckerspiegel nachhaltig senken. Manche Mediziner raten gar zu einem fast normalen Blutzuckerspiegel. Untersuchungen belegen jedoch, dass eine solche standardnahe Blutzuckersenkung sowohl Vor- als auch Nachteile gegenüber einer moderaten Reduktion haben kann, berichtete das IGE.

Zuckerkrankheit verursacht einen hohen Blutzucker, weil das in der Pankreas produzierte Insulin in Tumorzellen und Organen nicht mehr richtig funktioniert. Das Insulin soll den Blutzucker für Körpergewebe und Körperzellen bereitstellen.

So kann ein permanent hoher Blutzuckerwert zum Beispiel zu Augenkrankheiten oder Nierenerkrankungen fÃ?hren. Das IQWiG geht davon aus, dass eine gute Therapie die Chance auf sekundäre Erkrankungen verringern kann. Die Gefahr von Herzinfarkten und Schlaganfällen steigt ebenfalls. Der Blutzuckergehalt und das Folgeschadensrisiko können durch Massnahmen wie z. B. körperliches Training, Gewichtsabnahme und Ernährungsumstellung reduziert werden.

Das IQWiG ermittelt ihre Erträglichkeit, die unter anderem von der Gesundheit des Menschen abhängt. Experten sind sich über die grundlegenden Vorteile einer Blutzuckersenkung bei Typ-2-Diabetes einig. Auf der anderen Seite sollte auch das mit der Behandlung verbundene Nebenwirkungsrisiko so klein wie möglich sein. Zur Beurteilung, ob der Blutzucker dauerhaft gut angepasst ist, misst der Arzt einen Blutzuckerwert (HbA1c), der den durchschnittlichen Blutzuckerwert der vergangenen drei Monate wiedergibt.

Ein Vorschlag ist, "Werte nahe am Standard" anstreben. Mit Normnah haben die Erkrankten fast die selben Wertvorstellungen wie Menschen ohne Zuckerkrankheit (6 Prozent). Weitere Handlungsempfehlungen sind auf einen Wert zwischen 6,5 und 7,5 Prozentpunkten ausgerichtet. Für ältere Menschen, die noch keine typischen Diabetes-Symptome haben, nehmen die Mediziner tendenziell einen höheren Wert an als für junge Menschen mit Typ 2 Diabetiker.

Ein möglicher Nebeneffekt der Arzneimitteltherapie ist, dass der Blutzucker so weit sinkt, dass eine Hypoglykämie auftritt. Bei einer leichten Hypoglykämie treten Zeichen wie Beben, plötzliches Verlangen, Schwitzen oder Prickeln der Zunge auf. Weniger häufige schwerwiegende Hypoglykämien können laut IQWiG zu Bewusstseinseinschränkungen, Anfällen, Atemwegs- und Durchblutungsstörungen und anderen zum Teil lebensbedrohlichen Folgeerkrankungen führen. Wie viele Menschen starben bei welcher Behandlungsmethode, wie oft gab es bei der einen oder anderen Behandlungsmethode ungewollte Folgeerscheinungen?

Laut IQWiG hatten alle Beteiligten mehrere Jahre lang Typ-2-Diabetes und waren in der Regel Ã?bergewichtig. Infolgedessen war im Großen und Ganzen keine Therapie den anderen überlegen: Eine Blutzuckerminderung im fast Normalbereich ließ in keiner der Studien weniger Menschen sterben als in einer weniger starken Reduktion.

Schlaganfall, tödlicher Herzinfarkt, Herzinsuffizienz, oder Amputation waren ebenfalls nicht weniger häufig. In den getesteten Untersuchungen wurde jedoch festgestellt, dass eine Standardeinstellung das mit der Standardeinstellung weniger verbreitete nicht letale Myokardinfarktrisiko leicht verringern kann. Die Gefahr von unerwünschten Konsequenzen ist jedoch erhöht. Untersuchungen haben gezeigt, dass die normennahe Umgebung häufig zu schwerer Hypoglykämie und anderen schwerwiegenden Folgeerkrankungen führen kann.

Die Blutzuckersenkung war umso öfter der Fall. In der Summe waren sie signifikant öfter als die im Gegenzug verhinderten nicht-tödlichen Infarkte. Rund 100 Menschen mit Typ-2-Diabetes müßten über einen Zeitabschnitt von 3,5 Jahren ihren Blutzuckerspiegel auf nahezu normale Niveaus reduzieren, um einen nicht tödlichen Herzanfall im Gegensatz zu einer weniger schweren Blutzuckerkontrolle zu vermeiden.

In diesen 100 Menschen würden jedoch im gleichen Zeitabschnitt aufgrund der stärkeren Blutzuckerreduktion zusätzlich 7 bis 8 schwerwiegende Hypoglykämien auftauchen. Obwohl die Angaben sehr unsicher sind, zeigen sie die beiden Aspekte der Behandlung: Zum einen kann eine striktere Blutzuckerkontrolle das Herzinfarktrisiko verringern, zum anderen erhöht sie das Hypoglykämierisiko.

Eine signifikante und dauerhafte Senkung des Blutzuckers ist generell für Menschen mit Typ-2-Diabetes von Nutzen. Das IQWiG stellt jedoch fest, dass über den Umfang einer solchen Reduzierung nur im Einzelnen zu entscheiden ist.

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