Blutzucker Grenzwerte

Grenzwerte für Blutzucker

Drogen, die Blutdruck, Cholesterin und Blutzucker senken. Wie hoch sind die normalen und basalen Blutzuckerwerte? "Man sollte das Medizinvertrauen erschüttern." Gesundheitsforscherin Ingrid Mühlhauser über den gefahrvollen Glaube an die Diagnose. brand?

eins: Bei Frauen mit oder ohne Diabetiker beträgt die Obergrenze 126 mg/dc. Danach wären knapp zehn Prozentpunkte der Bundesbürger Diabetiker, d.h. sie hätten eine Zuckerstörung. In den letzten Jahren wurden die Grenzwerte für die Werte für Blutzufuhr, Blutzucker und den Cholesterinspiegel kontinuierlich gesenkt.

Die Grenze beträgt heute 126 mg/g. Doch je früher, umso besser: Das gilt in der Praxis nicht immer. Woher kommen die Grenzwerte? In der Deutschen Diabetesgesellschaft wurde der Wert in eigene Richtlinien aufgenommen. Damals gab es jedoch keine wissenschaftliche Untersuchung, die den Vorteil eines geringen Grenzwertes nachweisen konnte.

Für wen ist ein niedriger Wert interessant? Wenn, wie in den letzten Dekaden immer wieder geschehen, der normale Cholesterin-, Blutdruck- oder Blutzuckerspiegel sinkt, ist das ein Segen für die pharmazeutische Industrie. Die so genannte Seuche entsteht vor allem, weil die Grenzwerte fallen und die Menschen altern.

Mehr Menschen haben im hohen Lebensalter einen erhöhten Blutzuckerspiegel. Häufig intensive, auch Selbsttests von Blutzucker und Insulininjektionen zur Reduzierung der Konzentration. Wenn der Blutzuckerspiegel zu niedrig ist, kann es zu einem Hirnschlag kommen. Man vertraut der Arznei. Bedeutet das, dass ich mit dem Doktor streiten sollte, wenn er mir sagt, dass ich ein Limit überschritten habe?

Wird einem Patienten beispielsweise gesagt, er soll seinen Puls von 160 auf unter 130 absenken, muss er den Doktor fragen: Wie viele von 100 Menschen, die dies tun, werden in den folgenden fünf oder zehn Jahren weniger an einem Herzanfall oder einem Hirnschlag leiden? Doch haben die Doktoren überhaupt diese Information?

Für die meisten ärztlichen Interventionen gibt es jedoch keine wissenschaftlich fundierten Studien. Warum werden überhaupt Grenzwerte gesetzt? Diese Studie hat viele bedeutende Ergebnisse hervorgebracht, die heute zum Medizinstandard gehören: dass Menschen mit Bluthochdruck, einem erhöhten Cholesterinspiegel oder Rauchern öfter mal kranker werden und früher umkommen. Beispielsweise werden Menschen mit Bluthochdruck, die zufällig ausgewählt und nicht therapiert werden, mit Menschen verglichen, deren Blutdruck medikamentös abgesenkt wird.

Diese repräsentieren den Zugang zur Evidenz-basierten Gesundheit. Die Evidenz-basierte Schulmedizin ist wissenschaftlichen Maßstäben verpflichtet. Weil auch großflächige Untersuchungen und das Gefühl der Mediziner keine hinreichende Basis für die heutige Schulmedizin sind. Die Evidenz-basierte Schulmedizin zielt darauf ab, die wissenschaftlichen Ergebnisse, die Erfahrungen der Mediziner und die Einstellung des Kranken zu berücksichtigen.

Wie erklärst du, dass so viele Menschen zum Doktor gehen, obwohl sie nichts Falsches haben? Seit Jahrzehnten sagen uns die Ärzte, dass wir bei den kleinsten Schmerzen zum Doktor gehen müssen. Es ist jedoch sehr risikoreich, bei guter Gesundheit zum Doktor zu gehen. Vorzugsweise mit einem geeigneten Wert. Vorbeugende medizinische Untersuchungen sind bestenfalls für den Einzelnen von Vorteil.

In Deutschland haben inzwischen mehrere tausend Menschen an einem Mammographie-Screening zur Früherkennung von Krebserkrankungen der Brust mitgenommen. Individuelle weibliche Personen können sogar vom Vorsorgeuntersuchungen teilnehmen. Bei einer regelmässigen Mammographie von 1000 Patientinnen während zehn Jahren stirbt drei von ihnen an Mamma. Es gibt vier davon, die nicht zur Mammographie gehen. Also hat eine von 1000 Damen den Vorteil.

Weitere betroffene Damen leiden unter falschem Verdacht, Überdiagnose und Überbehandlung. Jede Patientin sollte jedoch wissen, dass sie auch ohne solche Prüfungen ganz gewiss nicht an einer Brustkrebserkrankung stirbt. Wir benötigen einen Leitfaden mit evidenzbasierter Information für die Patienten, damit sie an der Entscheidungsfindung teilnehmen können. Bereits 2006 gab es eine Bitte von Brustkrebspatientinnen an den Parlament, für Patienten Diagnose- und Therapieinformationen aufzubereiten - und dass sie das Recht auf sinnvolle, absolut gültige Größen und das Recht auf Mitbestimmung haben.

Aber sie gibt keine Auskunft. Dies könnte ein Vorläufer von Krebs sein. Es wird angenommen, dass sich DCIS bei den meisten Patientinnen nicht zu einer Brustkrebserkrankung entwickelt. Bisher wurde von der Frau oft nicht erwartet, dass sie wählt. Weg von strengen Grenzwertentscheidungen des Arztes hin zu einer Gemeinschaftsentscheidung von Ärztin und Patient.

Das ist sehr problematisch, ob bei Darm- oder Beifußkrebs. Eine solche Kampagne mit Berühmtheiten ist einer aufzuklärenden Gemeinschaft schlichtweg zuwider. Man kann sich als Verein natürlich gemeinsam für etwas engagieren.

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