Neue Tabletten gegen Diabetes

Neuartige Tabletten gegen Diabetes

Die Orphan Drug ist als Tablette mit dem Wirkstoff Budesonid erhältlich. Die Orphan Drug ist als Tablette mit dem Wirkstoff Budesonid erhältlich. Etwas besser - Neue Arzneimittel gegen Diabetes Die hohen Preise für neue Präparate gegen Diabetes sind nicht immer völlig berechtigt, sagt Peter Diem von der Schweizerischen Schweiz. Sie kommen aber dem Patient zugute. "â?

?Drogen gegen Diabetes werden in der Regel deshalb genehmigt, weil sie den Zuckerspiegel senkenâ??, erklÃ?rt der Medizinern und Pharmakologen Wolfgang Becker-BrÃ?ser. "Aber das sagt nichts über den Vorteil, den der Mensch aus dem Medikament zieht", sagt der Redakteur der Fachzeitschrift "Arznei-Telegramm".

"Wir wollen weniger Schlaganfall, weniger Herzinfarkt, weniger Schäden an Magen und Darm, wie es bei Diabetes auf lange Sicht oft der Fall ist, und das ist bei den neuen Substanzen nicht nachgewiesen." Die Diabetes-Medikamente Jardiance haben eine stärkere Wirkung als andere, aber nur in Verbindung, sagt das IQWiG (Institut für Qualiät und Effizienz im Gesundheitswesen).

Allerdings hat es mehr Begleiterscheinungen als andere Diabetes-Medikamente, sagt Dr. Thomas Kaiser vom IQWiG. In den USA haben die großen Krankenversicherer die Mediziner aufgerufen, anstelle von Jardiance weiterhin konventionelle Arzneimittel einzunehmen. Repräsentanten von Aetna, "CVS Health" und "Molina Healthcare" erklärten, dass weitere medizinische Informationen und neue Leitlinien erforderlich seien. Auf die bisher nicht gekannte Wirkweise von Jardiance bezog sich Mario Molina.

Saugerkrankheit auf dem Prüfstand steht: Tabletten statt Spritzen

In den Diabetikerzentren, in denen viele der 500.000 Diabetespatienten in Deutschland erfasst sind, wurden seit vergangener Zeit Tausende von Untersuchungen durchgeführt. Mit der Ankündigung eines "medizinischen Weltereignisses" vor einem Fachärztekongress in Bad Homburg ("Tabletten statt Insulin gegen Diabetes") sind Kranken, Angehörigen, Bekannten, Hypochondriten und Telegrammbotschaftern so hektisch wie noch nie eine ärztliche Nachricht passiert.

Erschrocken über die Schwere der Reaktionen warnte der Wissenschaftsbeirat des Bundesverbandes der Diabetiker eilig die Diabetiker, die sich aus der ärgerlichen Injektionsspritze befreien ließen und ihre Pharmazeuten belästigten. Die Medizinerinnen und Mediziner mahnten, dass niemand allein die Insulintherapie durch Tabletten des neuen Medikaments "Bz 55" zu ersetz.

Weil das Sulfonamidpräparat*) "Bz 55" nicht bei allen Diabetesformen wirksam ist synthetisches Salfonamidpräparat in der Erwartung, eine Heilung für Infektionserkrankungen zu haben. Die Natur von Diabetes, einer der komplexesten Interniserkrankungen, ist noch nicht vollständig untersucht. Unter dem Einfluss des Insulinhormons wird Glukose in unauflösliche Karosseriestärke (Glykogen) umgewandelt und dort so gelagert, dass sie nicht abfließen kann.

Im Bedarfsfall, d.h. bei Muskelbewegungen, wird die erforderliche Menge an Zucker in der Lunge im Handumdrehen reduziert und - nun wieder in Gestalt von Glukose - dem Körper als Treibstoff für die Muskelaktivität zur Verfügung gestellt. In den so genannten kleinen Organen der Pankreas wird das hormonelle Insulin gebildet, das unter anderem die Einlagerung von Zucker in der Lunge auslöst.

Liefert die Pankreas aufgrund pathologischer Änderungen kein Inulin mehr, kann die körpereigene Haut den nach jeder Speise zu ihr fließenden Restzucker nicht mehr zu Speisestärke kombinieren und speichern. Es ist das erste Anzeichen von Diabetes. Schon bald nimmt die muskuläre Leistungsfähigkeit des Kranken ab, da die Muskulatur aufgrund des Fehlens von stärkebildendem Isolin keine Kraftstoffreserven aufbauen kann.

Erste Beobachtungen, die letztendlich zur Aufdeckung dieser Verbindungen führten, machte 1889 ein Tierpfleger im Versuchsstall der beiden Ärztinnen Dr. von Mering und Dr. Minkowski, die an der Strassburger Universitätsklinik in der Inneren Medizinerei waren. Die Tierpflegerin musste sich um einen Tier kümmern, den die beiden Ärztinnen zu Experimentierzwecken aus der Pankreas entfernt hatten.

Mit Erstaunen stellten die von der Wache beunruhigten Mediziner fest, dass der Urin des Hundes Zucker enthält. So musste die Pankreas eine Substanz beinhalten, deren Abwesenheit zu Diabetes geführt hat. Das war das Insulinhormon. So konnten sie den Patienten die ersten Injektionen in die Muskelmasse einleiten. Kaum war das vermisste Isulin in der gewünschten Dosierung gespritzt, funktioniert der Zuckerhaushalt des Organismus wieder.

Der Fund hat unzähligen Menschen das Überleben gerettet. Bei Diabetes wurde keine vollständige Behandlung festgestellt, aber mit der richtigen Dosis an Insulininjektionen in Kombination mit anderen Therapeutika - Ernährung, Sport, etc. - konnte sich der Patient nicht vollständig heilen. - sind die Symptomatiken vieler Diabetiker so weit zurückgegangen, dass man nur annähernd von einer Krankheit reden konnte.

Die Nachfrage nach Hunderttausenden von Diabetikern war enorm, denn in der Regel verfiel eine Injektion nach fünf bis sechs Jahren. Erst in jüngster Zeit hat das Depotinsulin für Erleichterung gesorgt, dessen Wirksamkeit so lange andauert, dass für die meisten Patienten eine Injektion pro Tag ausreichend ist. Könnte man den Patienten nicht Insulin in Tablettenform oder als Drops geben, um ihnen die schmerzhaften Injektionen zu sparen?

Dass dies nicht möglich war, wurde den Ärzten rasch klar: Das im Verdauungstrakt befindliche Inulin wird durch den Magensaft vernichtet, bevor es durch die Verdauungswand in die Blutbahn eintritt. Sogar der Drang, dass es Tabletten gegen Diabetes gibt, muss ihm empörend erschienen sein. "â??Es gibt kein Mittel, das den Ersatz von Harnwegsinsulin gibtâ??, hatte Bertram den Kolleginnen und Kollegen vor Ort und Diabetikern immer wieder erklÃ?rt.

Die erfolgreichen Studien mit über fünfzig Diabetikern und auch einige "Selbstversuche an gesünderen Menschen" veranlassten den Professoren zu empfehlen: Die medizinische Umsetzung des neuen Medikaments auf einer so breiten Grundlage wie möglich. Seine Abhandlung über "Das neue Antidiabetikum " konnte nur mit dem Totenkreuz hinter dem Autorennamen veröffentlicht werden. Bei der Bekanntgabe des neuen Medikaments auf dem Kongress der Dt. Fachgesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen in Bad Homburg zu Beginn dieses Jahres würdigte Prof. Bertram auch "Bz 55" und die "neue Zeit der Diabetestherapie".

Die Mediziner mussten in der Zwischenzeit übertriebene Erwartungen eindämmen. Nicht in allen Fällen von Diabetes sind die neuen Medikamente - die unter den Bezeichnungen "Nadisan" und "Invenol" vermarktet werden sollen - wirksam. Das liegt daran, dass es unterschiedliche Arten von Diabetes gibt. Dabei stellten die beiden Wissenschaftlerinnen Murlin und Bürgers fest, dass die Pankreas nicht nur Insulin, sondern auch ein Antagonistenhormon produziert: Glucagon.

In einer Diabetesform erzeugt die Pankreas zu wenig Insulin ("Insulinmangeldiabetes") in einer anderen zu viel Glucagon ("Gegenregulationsdiabetes"). Beide Male konnten die Mediziner die gleichen Behandlungen verschreiben. Allerdings hemmen die neuen Tabletten anscheinend nur die übermäßige Glukagonproduktion - mit anderen Worten, sie haben nur Auswirkungen auf den so genannten Gegenregulationsdiabetes.

Dennoch wird - wie in Bad Homburg gesagt - "eine enorme Revolution" in der Therapie von Diabetespatienten durchgesetzt. Experten gehen davon aus, dass der weltweite Gesamtkonsum an Insulin um etwa 40 Prozentpunkte sinken wird. Erst durch acht- bis zehnwöchige Prüfungen in einer Praxis können Mediziner feststellen, ob ein Diabetespatient mit dem neuen Medikament therapiert werden kann.

Deshalb versuchen Mediziner und Pharmaunternehmen immer wieder, Diabetiker vor einer Eigenbehandlung mit illegalen Tabletten zu schützen, jetzt, da die Herstellung der neuen Medikamente einsetzt.

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