Diät Für Diabetiker Typ 2

Ernährung für Diabetiker Typ 2

Nicht im klassischen Sinne ernähren. Diese Diät ist ideal für Typ-2-Diabetiker, die ihr Gewicht dauerhaft reduzieren und damit eine bessere Diabeteskontrolle erreichen wollen. Blood Sugar Die strenge Diät, die Typ-2-Diabetes heilt. Erscheinungsdatum 02.05.

2016 | Lesezeit: 7 Minuten.

Typ 2 Diabetiker mit einer strengen Diät absagen

Täglich acht Wochen lang 43% Kohlehydrate, 34% Proteine, 19,5% Fette sowie Vitamin-, Mineralstoff- und Spurenelementen - als flüssige Nahrung. Vor drei Jahren bemerkte sein Familienarzt bei einer Routineuntersuchung seinen Typ-2-Diabetes. Seit 1998 bis heute war es eine Steigerung von 38 Prozentpunkten. 95% von ihnen haben Typ 2 wie Alan Tutty.

Zuckerkrankheit wird als eine unaufhaltsame und nicht heilbare Erkrankung angesehen. Aber Roy Taylor, der englische Arzt, hat einen ganz anderen Ansatz: Mit einer konsequenten Ernährung stoppt er nicht nur den Blutzuckerspiegel, sondern auch das Aussterben.

Bei der Zuckerkrankheit, die durch einen permanent hohen Blutzuckerspiegel charakterisiert ist, spricht der Organismus nicht mehr auf das Blutzucker senkende Insulin an. Daß diese beiden Vorgänge nicht abschließend sind, sondern vielleicht umgekehrt werden können, ist unter den Medizinern schon seit einiger Zeit bekannt. Es war jedoch bekannt, dass auch nach einer kurzzeitigen Diät die Insulinmenge, die an Diabetiker von aussen verabreicht werden muss, deutlich nachlassen kann.

Für Diabetiker, die sehr viel Insulin benötigen, schreibt sie ab und zu Reistage vor: Drei Mal am Tag gibt es dann nur noch den in Tomatensuppe gekochten Apfelreis. Es macht keinen Spass, aber nach drei Tagen, sagt sie, benötigen die Patientinnen nur noch ein viertel der Menge an Insulin, die sie zuvor verbraucht haben.

Auch bei etwas mehr als 40 % der Betroffenen verschwindet dadurch der Zuckerkrankheitszustand - und das bis zu drei Jahre später. Im Jahr 2011 hat Taylor elf Diabetespatienten rekrutiert und ihnen eine 8-wöchige Diät verschrieben. In allen elf Fällen verschwanden die Diabetiker nach acht Schwangerschaftswochen und blieben bei sieben von ihnen bis zu einer weiteren Behandlung drei Monaten später.

Der Fettanteil fiel von acht auf sechs Prozentpunkte - und die Insulin produzierenden Körperzellen arbeiteten weiter. Benötigt man überhaupt keine Operationen, um die Zuckerkrankheit zu beseitigen, sondern nur die Diät? Roy Taylor hat gerade die folgende große Untersuchung in der Zeitschrift "Diabetes Care" publiziert. Dieses Mal konnte er 30 Patientinnen für seine Diät begeistern.

Bei 15 von ihnen liegt der Blutzuckerspiegel seit weniger als vier Jahren, bei weiteren 15 seit mehr als acht Jahren. Auch hier war die Ausgewogenheit sehr gut, vor allem für diejenigen, die seit weniger als vier Jahren an ihrem Zuckerkrankheit leiden: Zwölf, 87% von ihnen, benötigten nach den acht Schwangerschaftswochen keine weiteren Arzneimittel - einschließlich Alan Tutty.

Die zwölf Patientinnen waren nach sechs Monate noch ohne Zuckerkrankheit, ein 13. In der seit längerem, teilweise seit über 20 Jahren mit Zuckerkrankheit lebenden Arbeitsgruppe ist es der halben Teilnehmergruppe gelungen, ihren Blutzuckerspiegel so weit zu senken, dass die Diabetesdiagnose nicht mehr auf sie zutrifft.

"So ist es möglich, die Zuckerkrankheit umzukehren", schließt Roy Taylor. Nach seinen Angaben gibt es bis zu zehn Jahre nach der Diagnosestellung eine große Wahrscheinlichkeit, dass eine solche Erkrankung eintritt. Auch Taylor hat eine These, warum es möglich ist, durch eine radikale Diät die Zuckerkrankheit auszulöschen. Es paßt auch, daß es nicht für den Blutzucker-Wert der Testpersonen in der Untersuchung ausmachte, was sie vor und nach der Diät wogen:

Das hält Dirk Müller-Wieland vom Uniklinikum der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen und Pressesprecher der Diabetesgesellschaft für einleuchtend. Es ist bekannt, dass der Bezug zwischen Fettleibigkeit und Zuckerkrankheit sehr ausgeprägt ist. Laut dem Fachmann erkranken bis zu 20 Prozente der Menschen, die schwergewichtig sind, nicht an Zuckerkrankheit, und Menschen wie Alan Tutty, die nur ein wenig zu viel Gewicht haben, können es trotzdem haben.

Diese Widersprüchlichkeit könnte durch die theoretische Bestimmung der Fettverträglichkeit verdeutlicht werden. Nach Ansicht von Matthias Tschöp, Leiter des Helmholtz-Diabeteszentrums in München, sollten die Resultate der vergleichsweise kleinen Untersuchung ernst genommen, aber nicht überbewertet werden. Denn man kann nicht davon ausgehen, dass alle Betroffenen ihr reduziertes Gewicht auf Dauer beibehalten. Auf jeden Fall bietet die Untersuchung den Patientinnen und Patienten etwas, das für den Kampf gegen die Erkrankung von großer Bedeutung ist: Hoffnungen.

Der Chefarzt für Diabetes und Gesundheitszentrum Westdeutschland, Stephan Martin, ist einer der wenigen in Deutschland, die Roy Taylors Arbeiten seit Jahren mitverfolgen. "Die Diabetes-Behandlung in Deutschland ist sehr stark auf die Insulin-Therapie fokussiert - die Pro-Kopf-Menge ist etwa zweimal so hoch wie zum Beispiel im benachbarten Österreich.

Er hat auch ein Ernährungsprogramm für Diabetikerinnen und Diabetiker erarbeitet, die seit mehr als elf Jahren an Zuckerkrankheit erkrankt sind. Er wird die Untersuchung zur Publikation einreichen, nächste Woche wird er erste Resultate auf dem Diabeteskongress vorstellen.

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