Zucker im Blut Messen

Blutzuckermessung

Die Blutzuckermessung ist in der Regel sehr einfach zu bedienen. Blutstropfen für die Messung "sauber" und damit aussagekräftig genug? Jeder, der mit Diabetes lebt, braucht immer einen guten Überblick darüber, wo sein Blutzuckerspiegel liegt. Diabetiker werden in der Regel so geschult, dass der Blutzuckerspiegel korrekt gemessen werden kann.

Erste Blutuntersuchung wahrscheinlicher Schätzungstest

Die Selbstüberwachung des Blutzuckers ist heute ein natürlicher Bestandteil der Diabetesbehandlung. Erst vor 100 Jahren wurden zur Messung der Glucosekonzentration im Blut aufwändige Laborgeräte benötigt und eine Untersuchung hat zwei Tage gedauert. Bis zu einem Viertel Liter Blut nahmen die Laborärzte auf und verwendeten eine Schleuder und große Menge an flüssigen Reaktionsmitteln, die sie in großen Flaschen zubereiteten.

Es ist kein Zufall, dass man damals oft noch von einer Nierenerkrankung sprach, denn es war viel einfacher, den Urinzuckergehalt zu ermitteln, zum Beispiel anhand seines Geschmacks. 1910 gelang dem schwedischen Forscher Christian Bang der erste große Erfolg mit der Messung des Zuckergehalts in nur wenigen Blutstropfen.

Diese Substanz wird mit anderen Reaktionsmitteln zu blauen Erzeugnissen umgesetzt. Um so mehr Glucose vorliegt, je stärker ist die Einfärbung, was eine Schätzung der Zucker-Konzentration erlaubt. Grundsätzlich war damit der Grundstein für die Blutzucker-Selbstkontrolle geschaffen, aber es würde wohl erst nach Jahrzehnten sein. Man musste erst einmal die Herstellung handlicher Messstreifen erlernen, auf denen die Reaktionen stattfinden konnten.

Ursprünglich wurden die Messstreifen jedoch nur zur Zuckerbestimmung im Harn verwendet. 1965 wurde der "Dextrostix", der erste Messstreifen zur Blutzuckermessung, auf den Markt gebracht. Sie wog über ein Kilo und war nur für Ärzte bestimmt. Der Gedanke, solche Instrumente zur Eigenkontrolle zu verwenden, kam einem Zuckerkranken, der im hohen Lebensalter noch ein Medizinstudium absolvierte, um seine Sorgen glaubwürdig wiederzugeben.

Bis Ende der 70er Jahre beispielsweise empfanden es die Ärzte als überflüssig und sogar gefährlich, den Betroffenen die volle Kontrolle über ihre Erkrankung zu geben. Urin und Blutzuckertests waren zu aufwändig und ließen den Betroffenen zu ängstlich werden, waren populär. Einige Ärzte fanden es jedoch schwierig, sich daran zu gewöhnt, dass der Patient die Dosis eines Medikaments manchmal selbst bestimmt.

Die überzeugenden Ergebnisse der Studie Ende der 80er Jahre ließen dann den Verdacht der Ärzte verschwinden, und immer kleiner und einfacher zu handhabende Instrumente machten die Blutzuckerselbstkontrolle heute zur Selbstverständlichkeit.

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