Zimt Diabetes

Zimtdiabetes

Der Hersteller von Zimtpräparaten wirbt dafür, dass das Gewürz den Blutzucker senkt. Das kann Zimt. von Bärbel Mang und Andreas Hahn, Hannover. Es wird die hypoglykämische Wirkung von Zimt diskutiert. Doch die Deutsche Diabetesgesellschaft rät von der Einnahme von Zimt während der Therapie ab.

zeigt, dass Zimt ein großer Helfer im Kampf gegen Diabetes ist.

Zimt ist nicht immer blutzuckersenkend!

Aktuelle Forschungsergebnisse bestätigen Die blutzuckersenkende Wirkung von Zimt bei Diabetes und zeigt, dass es dabei auch auf die Zimtsorte ankommt, berichtet heute Diplom-Trophologin Susanne Sonntag von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. in Aachen. Der Kräuterkenner Dr. Mathias Schmidt präsentierte in seinem Referat auf dem ersten Weltkongress in Aachen am 18. und 19. Juli 2005 den derzeitigen Forschungsstand zum Thema Zimt als diätetische Unterstützung für Typ-2-Diabetes mellitus.

Die Körperzellen sind bei dieser Diabetesform resistent gegen Insulin, d.h. sie sprechen nicht mehr genügend auf Insulin an. Die wasserlöslichen Poly-phenole von Zimt haben in den vergangenen fünf Jahren in den USA, Pakistan und China gezeigt, dass sie die Insulin-Resistenzen von Typ 2 Diabetikern abschaffen können. Prof. Dr. Eugen verteufelt von der Pharmazie von Universität Münster veröffentlichte nun eine Studie[1], die den insulinähnlichen Einfluss von wässriger Extrakten aus verschiedenen Zellkulturen auf die Glucoseaufnahme in Körperzellen erforscht.

Die beiden Sorten waren chinesischer Zimt (Cinnamomum cassia) und Ceylonzimt (Cinnamomum zeylanicum). Obwohl beide Arten von Zimt einen Einfluß auf den Blutzuckergehalt hatten, war die Wirkung von Zimt eindeutig stärker ausgeprägt und lag nahe an der von Zimt. Das Ergebnis der Untersuchung unterstützen die ergänzende diätetische Einsatz von wässrigem Zimt-Extrakt, bevorzugt aus China Zimt bei Typ-2-Diabetes.

Nützliche Infos und zahlreiches Ernährungstipps zur Anwendung von Zimt bei Diabetes mellitus Type 2 präsentiert der Berater Zimt gegen Zucker". Die antidiabetische Wirkung von Cinnamomomum cassia und Zeylanicum in vivo und in vivo.

Cinnamon: Nicht für Diabetiker empfohlen.

Der Deutschen Diabetesgesellschaft und der Deutschen Pharmazeutischen Vereinigung ist die Nutzung von Zimtpräparaten zur Therapie von Typ-II-Diabetes untersagt. Die Bundesanstalt für Arzneimittelwesen und Medizintechnik für ist ebenfalls der Meinung, dass Zimt den Wesenszug einer Droge hat. Als Medikamente werden im Prinzip zwei Sorten Zimt verwendet: Cinnamomomum Zeylanicum und Mehltau.

Präklinische Studien zum Einfluß von Zimt auf den Glukosestoffwechsel zeigten folgende Ergebnisse: - Bei der Ratte, wo die Insulin-Resistenz durch die hohen Fruktose-Dosen produziert wurde, führten 300 mg/kg / Tag eines Zimtextraktes zur Erhöhung der Glukosetoleranz (Qin 2004). - An gesunden Mäusen erhöhte ein Zimt-Extrakt ( (300 mg/kg) die Insulin-induzierte Glukoseutilisation um 17 Prozentpunkte (Qin 2003).

  • Zimt-Extrakt verbessert bei gesunder Ratte die Glukosetoleranz, hat aber keinen Einfluss auf den Blutzuckerwert. - Bei isoliertem Fettpolster zeigte Zimt eine Auswirkung auf insulinähnliche bzw. bei insulinverstärkende (Imparl-Radosevich 1998; Khan 1990). - Hydroxycchalcon aus Zimt verursacht insulinähnliche Auswirkungen in Fettzellen: Diverse Studien zum Fettmetabolismus haben bisher ein ungleiches Ergebnis gezeigt: - Zimt hat keine Cholesterinsenkung bei gesunder Ratte und Ratte (Sambaiah, Srinivasan 1991).
  • Dagegen: Cinnamate (eine Phenolverbindung von Zimt) führte bei hypercholesterinämischen Rats to lower cholesterin and triglyceride levels (Lee 2003). Wenn man die Resultate der pharmakologischen Untersuchung am Tier und in vivo zusammenfasst, dann spricht man durchaus von dafür, dass Zimt und/oder seine Inhaltstoffe die Glukoseaufnahme in peripheres Gewebe verstärken können - sei es durch einen Effekt von gegenüber, durch eine Erhöhung der Empfindsamkeit der Geweberessourcen gegenüber Insulin und/oder durch eine Erhöhung der Sekretion des Insulins.

Die pharmakologische Wirkung entspricht der von Antidiabetikern, die Metformine, Gliazone oder Sulfonylharnstoffe zur Behandlung von Typ II Diabetes einnehmen. Wie Medikamente für Diabetiker müssten, die als harmlose Zimtpräparate jedoch auf Dauer eingesetzt werden, warum die Fragestellung nach möglichen Toxizitätseffekten aufkommt. Die Bundesanstalt für warnte auch wegen des zu hohen Anteils an Cumaringehalt (Risiko von Leberschäden, Krebs) vor dem Einsatz von Kassiazimt in Backwaren.

Gemäß der Aromavorschrift sind nur 2 Milligramm Cumarin/kg zulässig (0,0002 Prozent). Dabei wurden 0,317 und 0,045% Kumarin in zwei Präparaten Zimtkapseln für den Einsatz bei Typ II Diabetes nachgewiesen. - So berichtete man 1995 in einem Bericht von der krebserregenden Auswirkung von Rohzimt bei der Ratte (100 Milligramm/Tag über zwölf Monate). Darüber hinaus wurde auf die Möglichkeit hinweise auf allergische Reaktion auf Zimtöl oder Zimt in Kaukaugummi hingewiesen (Perry 1990; Mihail 1992; Nadiminti 2005).

Allergie und Hypoglykämie sind mögliche Gefahren, da Zimtpräparate Typ II Diabetiker als diätetische Lebensmittel und/oder Nahrungsergänzungsmittel zu empfehlen sind, dies bedeutet auch, dass sie zusätzlich zu den vom behandelnden Arzt eingesetzten Blutzucker senkenden Wirkstoffen gebracht werden, um eine weitere Wirkung zu erreichen. Untersuchungen von Khan (2003) und Zimt ("Mang", 2006) deuten darauf hin, dass Zimt den Blutzucker senken kann.

Bekanntlich können sich die oralen Mittel â?" vor allem einige Sulfonylharnstoffe - in manchen FÃ?llen selbst an führen wenden. Allein aus diesem Grunde ist die zusätzliche Therapie mit Zimtpräparaten schwierig. Zimtpräparate wurden als diätetische Lebensmittel zur unterstützenden Therapie von Typ -II-Diabetes diskutiert, nachdem eine pakistanische Klinik (Khan 2003) einen positiven Effekt auf den Fett- und Zuckerhaushalt bei Typ -II-Diabetikern hatte.

Jeweils zehn Patientinnen wurden mit einem, drei oder sechs g Cassia-Zimt in Form von Tabletten und 30 Patientinnen mit Placebos behandel. Mang et al. haben in einer weiteren Untersuchung 2006 den Einfluß von wässrigen Zimtextrakt auf Plasmaglukose, H2A1C und Serumfette bei Typ-II-Diabetikern untersucht. Hierfür 33 Patientinnen und Patienten bekamen drei weitere Dosen zu je 120 mg des Extrakts von wässrigen (TC 112) entsprechend einem Gram Zimt für vier Monate/drei Mal für die Anwendung täglich zu Kontrollzwecken: 32 Diabetiker nahmen drei Mal täglich eine Placebo-Kapsel ein.

27,7 Prozente der Patientinnen erhalten zusätzlich, 12,3 Prozente Sulfonylharnstoff, 4,6 Prozente Glinide, 1,5 Prozente Glitazon und 30,8 Prozente eine Kombinationstherapie. Für Diejenigen, die nicht zusätzlichen Antidiabetiker (23,1 Prozent) waren nur eine Grundlagentherapie mit Diät und/oder mehr körperlich verschrieben wurde. Vor Beginn der Behandlung waren es 9,26 6 2,26 mmol/l in der Verum-Gruppe und 8,66 6 1,47 mmol/l in der Scheinmedikation.

Am Ende der Messung wurden 8,15 6 1,65 und 8,31 6 1,62 mmol/l ermittelt. Es gab keine signifikanten Differenzen in diesem Wert nach dem Ende der Plazebo-Gruppe gegenüber, noch in den Lipid-Parametern. Infolge dieser Untersuchung kann davon ausgegangen werden, dass die verabreichten Zimtpräparat innerhalb von vier Monaten unter Patienten, die bereits zur gleichen Zeit unter der Therapy mit Antidiabetikern bzw. unter Diät und körperlicher Belastung befanden, zu einer etwa 10-prozentigen Blutzuckerspiegelreduktion führen.

In einer dritten wissenschaftlichen Untersuchung (Vanschoonbeek 2006) wurden zwölf Patientinnen und Patienten mit Typ II Diabetes sechs Monate lang 1,5 Gramm Cassia-Zimt zuerkannt. Bei allen Patientinnen wurden oral verabreichte antidiabetische Mittel (Sulfonylharnstoffe, Metformine, Glitazone) und die Placebogruppe sowie oral verabreichte antidiabetische Mittel eingenommen. Im Rahmen dieser Untersuchung wurde keine signifikante Wirkung von Zimt auf die Blutzuckerwerte, Insulin, HbA1C, den Cholesterinspiegel und die Triglyzeride festgestellt.

Wenn man die bisher verfügbaren pharmazeutischen und medizinischen Angaben zusammenfasst, spricht man trotz der Resultate mit den Ergebnissen der Studie widersprüchlicher nicht gegen Merkmale von Zimt, die beim Typ II Diabetes vorliegen könnten nützlich Der Vorschlag an die Patientinnen und Patienten, ihren Stoffwechsel mit Zimt als Hilfsstoff zu optimieren, entspricht nicht dem aktuellen Diabetikerstand.

Er lockt den Diabetes-Therapeuten vielmehr dazu, seine Erkrankung nicht mit der notwendigen Ernsthaftigkeit zu sehen und sich einer gezielten ärztlichen Therapie zu verschließen. Damit erhöht er sein Risiko für die berÃ?hmten Folgerkrankungen des Diabetes mellitus.

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