Was tun bei Diabetes

Maßnahmen bei Diabetes

Sie sparen nicht nur Kraftstoff, Sie tun auch etwas für Ihr Gewicht. Wie kann ich gegen Diabetes vorgehen? Diagnostik des Typ-2-Diabetes: Was hat sich geändert? Was ihn beunruhigte, zeigte endlich eine Hausarztuntersuchung: Sein Blutzuckerspiegel war hoch. "Der 53-Jährige, der als Video- und Toningenieur beim Bayrischen Fernsehen in München tätig ist, hat die Diagnostik des Typ-2-Diabetes erschüttert", "und ich hatte zahllose Anfragen, zum Beispiel, ob ich Insulin gleich bräuchte.

Wie bei Stefan R. haben viele Menschen nach der Diagnosestellung "Typ 2" viele Nachfragen. "Das beunruhigt die meisten Betroffenen", sagt Dr. Roy Tustas, Hausarzt aus Hamburg. "Bei der Diagnosestellung von Diabetes 2 heißt das vor allem, dass Sie von nun an mehr für Ihre eigene Sicherheit tun müssen - und natürlich Ihren Blutzuckerspiegel wieder in den Griff bekommen.

"Claudia Leippert, Diabetes-Beraterin und Vizepräsidentin der Association of Diabetes Counselling and Training Professions e. V, kennt auch: "Viele Menschen haben den Verstand voller Angst und Missverständnisse, wenn sie von ihrem Diabetes erfuhren. Typ -2-Diabetes ist eine leicht zu behandelnde Infektionskrankheit! Jeder, der an Typ-2-Diabetes erkrankt ist, kennt die Ursache oft schon.

"Typ 2 Diabetes ist meist die Konsequenz einer Insulin-Resistenz, die über das Genom vererbt wird", sagt Hausärztin Dr. Ute Welsch-Eckhard aus München, die auch den 53-jährigen Stefan R. versorgt. Ausgehend von einem Nüchtern-Blutzuckerspiegel von 126 mg/dl (oder 7,0 mmol/l) wird von Diabetes gesprochen. Wer diese Schraube umdreht, hat also die besten Aussichten, seinen Diabetes in den Griff zu kriegen.

"Drei bis vier Kilogramm weniger genügen oft, um den Zuckergehalt zu verbessern", sagt Hausarzt Tustas. Claudia Leippert empfiehlt neu diagnostizierte Typ-2-Diabetiker zu einer Einweisung. "Eine ausgeglichene Ernährung mit viel Grün und ein bis drei Fruchtstücken pro Tag, mit Vollkorn-Produkten, wenig Tierfett und mäßigem Pflanzenfett ist ideal", sagt Claudia Leippert.

Bei Typ-2-Diabetes werden nur in begrenztem Umfang Kosten für die Durchführung von Tests bezahlt, z.B. wenn eine Insulin-Therapie notwendig ist. Hier kann das Diabetes-Training besonders hilfreich sein. Schulungskurse werden von Diabetes-Praxen oder -Arztpraxen durchgeführt. Vielerorts gibt es Diabetes-Selbsthilfegruppen oder Sportgruppen. Fünf. Brauch ich jetzt Pillen? Egal, ob die Tablette gleich zu Beginn benötigt wird oder nicht, der behandelnde Arzt bestimmt mit dem Erkrankten.

Er gibt Aufschluss über den durchschnittlichen Blutzuckerspiegel der letzten acht bis zehn Monate. Die Anpassung der Behandlung erfolgt in Abhängigkeit vom HbA1c-Wert und ggf. den vom Pflegebedürftigen selbst ermittelten Blutzuckerwerten. Viele Patientinnen und Patienten, die unmittelbar nach der Diagnosestellung Blutzuckertabletten erhalten, können diese auslassen - denn ihr Zuckerspiegel hat sich durch Sport und die Reduktion von Fettleibigkeit signifikant verbessert.

Welche Tabs sind tatsächlich erhältlich? "Das Medikament der ersten Wahl für Typ-2-Diabetes ist Metformin", erläutert Prof. Michael Roden, Leiter des Diabeteszentrums in Düsseldorf. "Das kann man aber in der Regel durch eine langsame Erhöhung der Dosierung verhindern", sagt Michael Roden. Diejenigen, die kein Methformin vertragen - das sind etwa 15 von 100 Patientinnen und Patienten - können auf andere aktive Substanzen umsteigen.

Kann ich Diabetes beseitigen? Typ 2 Diabetes ist keine Erkrankung, die man mit einer "Tablettenkur" beseitigen kann. Dank einer gesünderen Lebensführung kann sich der Blutzuckerspiegel so weit verbessern, dass der Betroffene keine Tablette (oder Insulin) mehr braucht. Aber früher oder später verschlechtert sich der Blutzuckerspiegel oft wieder.

"Aber das bedeutet nicht, dass man etwas Falsches tut, auch wenn sich viele Leute das natürlich fragen", sagt Claudia Leippert. Für viele Typ-2-Diabetiker bedeutet dies jedoch, dass der Blutzuckerspiegel ohne Medikation nicht mehr im normalen Bereich gehalten werden kann. Wenn diese Zeit kommt, ist es auch davon abhängig, wie lange der Diabetes bereits vor der Diagnosestellung war.

"Durchschnittlich benötigen Patientinnen und Patienten mit Typ-2-Diabetes nach zehnjähriger Therapie eine Insulintherapie", erläutert der Diabetesforscher Michael Roden. Im Regelfall entscheidet der behandelnde Arzt zusammen mit dem Patienten", sagt Michael Roden. 8. was sind die Folgen von Diabetes? Permanent erhöhter Blutzuckerspiegel ist reiner Druck auf die Adern. Deshalb zählen Erkrankungen wie ein Herzanfall oder ein Hirnschlag zu den befürchteten Folgen eines schlecht behandelten Diabetes.

Wenn die Schmerzempfindung abklingt, können kleine Verwundungen schnell und unmerklich zu tieferen Ulzera werden - dazu trägt auch die bei Diabetes oft störende Blutzirkulation bei. "Deshalb ist die alltägliche Versorgung und Kontrolle der Füsse auf Verletzung ein Muss bei Diabetes", sagt Michael Roden. "Sie sollten sich einmal im Vierteljahr unbedingt einer Untersuchung unterziehen", sagt Hausarzt Tustas.

Bei Typ-2-Diabetes werden die meisten Patientinnen und Patienten von ihrem Arzt betreut, der sie bei Beschwerden, z.B. bei Anzeichen von Folgeerkrankungen, an einen Facharzt zuweist. Beispielsweise an Diabetes-Fachärzte, wenn eine intensive Insulin-Therapie notwendig wird, oder an Nephrologen, wenn sich diabetesbedingte Nierenschäden entwickeln. Nahezu alle Diabetiker nehmen an einem Disease Management Program (DMP) teil.

Mehr zum Thema