Unterzuckerung bei Diabetes Typ 2

Hypoglykämie bei Typ-2-Diabetes

Home > Alltag mit Typ 2 Diabetes > Diabetes und Notfall. Woran erkennt man Hypoglykämie? Grundlagen und Umsetzung - Wann brauchen Menschen mit Typ-2-Diabetes eine Insulintherapie?

Ungefähr sieben Prozent der Typ-2-Diabetiker berichten von einer schweren Hypoglykämie in den letzten neun bis zwölf Monaten.

Woran erkennen Sie Hypoglykämie?

Woran erkennen Sie Unterzuckerung? Bei Diabetikern, die mit Insulin oder Pillen verabreicht werden, kann es zu einer Unterzuckerung kommen. Geringfügige Unterzuckerung gehört zum täglichen Leben. Sinkt der Zuckergehalt unter 65 mg/dl (3,6 mmol/l), nennt man dies Unterzuckerung. In solchen Fällen sucht der Organismus seinen eigenen Weg aus der Hypoglykämie: Bei dieser hormonellen Konterreaktion kommt es dann zu ersten Zeichen von Unterzuckerung, wie z. B. Schweißausbrüchen, Tremor oder Herzklopfen.

Wie kann man bei Hypoglykämien vorgehen? In der schweren Unterzuckerung kann der Mangel an Zucker im Hirn zu Konzentrations-, Sprach- oder Sehproblemen, Benommenheit, Krämpfen oder gar Bewußtlosigkeit fÃ?hren. Was kann ich gegen Unterzuckerung tun? Zum Schutz vor Unterzuckerungen sollten Sie einige wenige Hinweise beachten.

Hypoglykämie und Herzschlag

Diverse Studien legen nahe, dass Hypoglykämie eine Herzrhythmusstörung auslösen kann. Hypoglykämie führt zu einer Stimulation des Vegetationsnervensystems, am Tag hauptsächlich des Sympathikusteiles, in der Nacht nicht mehr des Parasympathikusteiles. In der Regel wird eine schwere Hypoglykämie von einem unregelmäßigen Herzschlag begleitet, der als zusätzlicher Schlaganfall angesehen werden kann. Mit fortschreitender Erkrankung kann eine Hypoglykämie zu einem Herz-Kreislauf-Stillstand oder Flimmern des Herzens kommen.

Der Mechanismus, der zu diesen Arrhythmien führt, ist: Das alles kommt zum Beispiel einem durch Hypoglykämie hervorgerufenen Herzanfall zugute. Auf lange Sicht kann eine erneute starke Hypoglykämie die Leistungsfähigkeit des Gehirns beeinträchtigen. Allerdings wurde auch festgestellt, dass Diabetes-Patienten, die wiederholt eine starke Hypoglykämie hatten, auch gefährlichere Herz-Notfälle hatten. Das zeigten zum Beispiel Studien, in denen eine stärkere Blutzuckerkontrolle mit erhöhter Hypoglykämie auch zu einer erhöhten Inzidenz von akuten Herz- und Kreislauftodesfällen führte.

Es wird jedoch angenommen, dass in diesen Fällen bereits eine schwerwiegende Herzkrankheit vorliegt, so dass das abgeschwächte Herzen den Druck der Unterzuckerung nicht mehr verkraften konnte. Für wen besteht ein besonderes Risikopotenzial für eine Unterzuckerung? Zu den typischen Gefahren einer schweren Unterzuckerung gehören die Behandlungsdauer von Insulin und Diabetes. Mit zunehmender Länge steigt das Hypoglykämierisiko.

Die größte Gefahr ist jedoch die rezidivierende Hypoglykämie, da sie häufig zu einer geschwächten Gegensteuerung durch den Organismus selbst und einer verminderten Tiefenwahrnehmung des zuckerhaltigen Blutes führt. Darüber hinaus ist die Inzidenz von schweren Hypoglykämie bei Menschen über sechzig Jahren etwa zweimal so hoch wie bei Menschen unter sechzig Jahren. Werden Behandlungen eingesetzt, die das Hypoglykämierisiko erhöhen (siehe unten), ist auch eine "scharfe" Blutzuckerkontrolle ein Problem.

Fehlende Nierenfunktionen fördern auch die Hypoglykämie, da der Insulinabbau hinausgezögert wird, was zu einer verlangsamten Wirkung des Medikaments führen kann. Diverse Diabetes-Spezialisten gehen davon aus, dass eine Prädisposition für Hypoglykämie zum Teil auch geerbt wird. Inwiefern kann das Hypoglykämierisiko reduziert werden? Mit den dafür geeigneten Maßnahmen sollen zunächst die Betroffenen geschult werden.

Dazu zählen Anweisungen zu Symptomen des niedrigen Blutzuckerspiegels und zum richtigen Verhalten bei Unterzuckerung. Das Wissen um das Risiko von Unterzuckerungen und die Wahrnehmung von Unterzuckerungen ist sehr wichtig. Im Falle einer wiederkehrenden Unterzuckerung werden die Behandlungskosten von der Krankenversicherung erstattet. Die Eliminierung von Arzneimitteln, die mit einem höheren Risiko für eine Unterzuckerung bei Typ-2-Diabetikern einhergehen, kann auch den Beginn einer Unterzuckerung wirkungsvoll bekämpfen.

Hypoglykämie fördernde Arzneimittel sind die so genannten Sulfonylharnstoffe und Gliniden (z.B. Amaryl®, Daonil®, Diamicron®, NovoNorm®, Starlix und deren Generika) sowie natürlich die Insulin-Therapie. Eine erhöhte Hypoglykämie wird mit Hilfe von Metforminen, so genannten "Inkretinmimetika" oder SGLT2-Inhibitoren, nicht festgestellt. Das Ziel HBAC1c wird daher in Abhängigkeit von der Diabetesdauer, dem Hypoglykämierisiko und dem Auftreten von Begleitkrankheiten ausdrücklich definiert (siehe Abbildung).

Mehr zum Thema