Teststäbchen Diabetes

Test-Stäbchen Diabetes

Teststreifenausschluss hat Hintertüren Die Entscheidung des GBA bereitet viel Ärger: Ab September sind die meisten nicht insulinabhängigen Typ-2-Diabetiker nicht mehr verschreibungspflichtig. Aber es gibt Lücken für Mediziner. Blutzuckermessgeräte: Der Mediziner sollte im individuellen Fall über die Notwendigkeit einer Verordnung nachdenken. Ab Anfang September dürfen Mediziner nur noch in Ausnahmefällen insulinunabhängige Typ-2-Diabetiker-Blutzuckerteststreifen auf Kosten der GKV verschreiben.

Ärztliche und Patientenvereinigungen bemängeln diese Einschränkungen des GBA abermals. Die Diabetesgesellschaft und diabetesDE unterstreichen, dass die Blutzuckerselbstkontrolle die Menschen dazu anregt, die Verantwortung für ihr eigenes Diabetesmanagement zu übernehmen. Die Selbstregulierung ist laut den Verbänden in allen staatlichen und länderübergreifenden Richtlinien fester Teil der Behandlung. Er appelliert an die Ärzteschaft, von den Ausnahmen des GBA Gebrauch zu machen. Bei instabilem Metabolismus, bei Stoffwechselstörungen, häufiger Hyper- oder Hypoglykämie oder wenn der Blutzuckerspiegel signifikant außerhalb des Zielbereiches liegt, können nach wie vor bis zu 50 Streifen verschrieben werden.

Ist absehbar, dass der Metabolismus - zum Beispiel vor der Reise oder während des Ramadans - ins Stocken geraten könnte, können weiterhin vorbeugend Messstreifen verschrieben werden. "Deshalb muss der Doktor immer von Fall zu Fall darüber befinden und nachweisen, ob eine Verordnung von Blutzuckermessstreifen erforderlich ist", sagt Prof. Thomas Danne, CEO von diabetesDE. Andere Ausnahmeregelungen sind die Erstrekrutierung oder Umwandlung von Patientinnen und Patienten in ein orales Antidiabetikum, die am Disease Management Programme (DMP) Training teilgenommen haben.

Schwangere Frauen mit Diabetes können auch weiterhin mit Hilfe von Teststäbchen behandelt werden. Bitte beachten Sie auch den Hinweis: Verwenden Sie Ausnahmeregelungen für die Teststreifenregeln! Die Selbstverwaltung von Patientinnen und Patienten mit Diabetes des Typs II..... Ich stimme Dr. Schätzler voll und ganz zu. Unglücklicherweise ignorieren solche Entscheidungen die Tatsache, dass es Patientinnen und Patienten gibt, bei denen Diabetes mellitus festgestellt wird, die sich im DMP-Training befinden und nicht wissen, welche erkranken.

Dies wird den meisten Betroffenen - bei aller gewünschten Strenge im Gesundheitswesen - nicht in den Sinn kommen und diese werden diese wichtige Funktion praktisch "umgehen", vor allem wenn sie auf der gesellschaftlichen Sprossenleiter sitzen und auf der niedrigeren Stufe sind. HbA1c-Wert und Harnuntersuchung allein reichen dem Betroffenen nicht aus, um seinen Blutzuckerspiegel zu regulieren, denn selbst viele Betroffene, die dieses Self-Management praktizieren wollen, werden durch die hohe Kostenbelastung von 30 - 70 pro 100 Teststrips abgehalten.

Die übrigen werden nichts tun und seine Doktoren verärgern. Ich befürchte auch, dass die Ausnahme die Doktoren wieder zu schwarzen Schafen macht. Durch den massiven Einsatz der Ausnahmebestimmung werden die Versicherungen auf Plausibilität geprüft und die Mediziner (wieder) in Regress gezogen. Typ -2-Diabetiker, die nicht mit Insulin behandelt wurden, konnten ihr Blutzuckerspiegel signifikant senken als bei Diabetikern ohne Selbstkontrolle (Polonsky W et al: Structured Blood Glucose MonitoringsInterventionen führt zu einer signifikanten glykämischen Verbesserung bei schlecht kontrolliertem, nicht mit Insulin behandeltem Typ-2-Diabetes: Ergebnisse der STeP-Studie.

Diabetologie 2010; 53[Suppl 1]: Zusammenfassung 1043, S. 417). Die Ausnahmen für Tests bei nicht insulinabhängigen Patientinnen und Patienten sind absurd wegen des instabilen Stoffwechsels. Stimmt es nicht, dass die Diabetes-Vereinigung, die Diabetes-DE und die Patientenvereinigungen Ihren "wenigen Ärzten und einer Patientenvereinigung" sehr ähnlich sind? Der EU-weite Konsens über Leitlinien nicht nur für Diabetes ist und bleibt die Selbstregulierung der Patientinnen und Patienten als fester Teil der Therapie und der Partnerschaft zwischen Arzt und Patientin.

Zwar muss das Spannungsfeld zwischen den ärztlichen Auflagen des Bürgerlichen Gesetzbuches und den vom SGBV geforderten Restriktionen immer wieder diskutiert werden, doch wird es wohl schwierig sein, diesen Vorgang als Beispiel gegen das nichtpolitische IQWiG zu nennen und sich über ein allgemeines Recht auf Verschreibung von Brennstoffzellen-Teststreifen für Diabetes vom Typ II, wie Herr Schätzler mit seiner ungerechtfertigten Aussage "contra legem" vorschlägt, zu beklagen.

Ein Kriterium wird sein, dass die Ärztinnen und Ärzte, die entsprechend verschreiben, in Frieden gelassen werden, und sei es nur, weil sich die Wut der diskriminierten Patient/inn/en auch gegen die Krankenkasse ausspricht. Die Verschreibbarkeit von Blutzuckerteststreifen für Patientinnen und Patienten mit Diabetes des Typs II wurde in den 1990er Jahren auf Betreiben der Diabetiker-Vereinigung festgelegt.

Sie betrachteten dies als ein Recht der Patientinnen und Patienten auf Selbstbestimmung und Selbstkontrolle, dem sie im Rahmen mehrfacher emanzipativer Bemühungen nicht entgegenstehen wollten. Es ist nicht nötig, über die Minorität zu sprechen, die sich " schuldig der Pflicht " machen ließ, die dann sowieso im Badschrank verrottet. Die Tatsache, dass einige wenige Mediziner und eine Patientenvereinigung, weil sie nicht jede Unterabteilung individuell mitzählen wollen, eine Entscheidung bemängeln, ist kein Einschnitt.

Anstatt Ramadan und anderen Ernährungs-Unsinn aus welchen Motiven auch immer, könnte man einigen Patientinnen und Patienten eine sinnvolle Diät wärmstens ans Herz legen. Das G-BA und das IQWiG'versus legem'? motivieren die Blutzuckerselbstkontrolle und verbessern das Diabetes mellitus-Management durch Bewältigungsstrategien und Compliance. Die Selbstüberwachung ist ein fester Teil der Behandlung in allen staatlichen und länderübergreifenden Richtlinien, so dass der G-BA Fehlbehandlungen auslöst.

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