Prof Ziegler München

Prof. Ziegler München

Herr Prof. Dr. med. Anette-Gabriele Ziegler Direktorin IDF; Lehrstuhl für Diabetes und Gestationsdiabetes, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München.

Prof. Ziegler studierte Medizin an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München. Herr Dr. Med. Ch. Ziegler.

Ehrenprofessorin Anette-Gabriele Ziegler in Dresden - Helmholtz Zentrum München

Prof. Dr. Anette-Gabriele Ziegler, Leiterin des Institutes für Zuckerkrankheitsforschung am Helmholtz-Zentrum, wird mit einer Ehrenprofessur für diabetologische Forschung an der Medizinischen Fakultät der TU Dresden ausgezeichnet. Die von Ziegler geleitete Untersuchung soll die Krankheit bei Säuglingen mit einem erhöhten Typ-1-Diabetes-Risiko aufhalten. Damit soll eine Fehlfunktion des Typ 1 Diabetikers verhindert werden, bei der die Abwehr die Insulin produzierenden Bauchspeicheldrüsenzellen attackiert und zerstört", sagt Anette-Gabriele Ziegler, Leiterin des Institutes für Zuckerkrankheitsforschung am Helmholtzzentrum München und Professur für Zuckerkrankheit und Schwangerschaftsdiabetes an der TUM München.

Im Freistaat Bayern, Sachsen und Niedersachsen können alle Mütter und Väter ihre Kinder kostenfrei auf das Diabetesrisiko hin untersuchen und untersuchen lassen. Darüber hinaus können Kinder, deren Mutter und Schwester bereits an Typ-1-Diabetes leiden, bundesweit untersuchte werden. Zeigt der Versuch ein minimal 25-fach höheres Erkrankungsrisiko, werden die betroffenen Personen benachrichtigt, detailliert über das Resultat aufgeklärt und zur Mitarbeit an der Vorsorgeuntersuchung einberufen.

Führt der Versuch zu einem erhöhten Erkrankungsrisiko, wird die ganze Gastfamilie umfassend betreut und das betroffene Tier zur Vorsorgeuntersuchung aufgefordert. Typ -1-Diabetes ist die am häufigsten auftretende Stoffwechselkrankheit im Kindes- und Jugendbereich. Rund 30 von 1000 Schülern haben Risikogene für den Typ-1-Diabetes. Etwa 21.000 bis 25.000 Neuinfektionen bei Kleinkindern und Jugendlichen in Deutschland nehmen zurzeit um drei bis fünf Jahre zu.

Als Deutsche Forschungsstelle für Forschung, Entwicklung und Innovation will das HelmholtzZentrum München eine individualisierte medizinische Versorgung für die Diagnostik, Behandlung und Vorbeugung von weit verbreiteten Krankheiten wie z. B. Zuckerkrankheit, Allergie und Lungenkrankheiten anstreben. Die Zentrale des Centers befindet sich in Neuherberg im Münchner Süden. Helmholtz-Zentrum München ist mit rund 2.300 Mitarbeitern in 18 wissenschaftlich-technischen und medizinisch-biologischen Forschungseinrichtungen mit rund 37.000 Mitarbeitern vertreten.

Der Forschungsschwerpunkt des Institutes für Diabetes-Forschung (IDF) liegt in der Entwicklung und Vorbeugung von Typ-1-Diabetes. Im Rahmen groß angelegter Langzeituntersuchungen erforscht das IDF den Einfluss von Gene, Umwelteinflüsse und Abwehrsystem auf die Krankheitsentstehung von Typ-1-Diabetes. Die Ergebnisse der BABYDIAB-Geburtskohorte, die 1989 als erste zukünftige Geburtenkohorte der Welt für Diabetes gegründet wurde, zeigten die Empfindlichkeit für die Entwicklung der mit Typ-1-Diabetes verbundenen Autoimmunerkrankung in den ersten zwei Jahren des Bestehens.

Bei dem vom IDF im Jahr 2015 initiierten Fr1da-Pilotprojekt handelte es sich um das weltweite erste populationsweite Früherkennungsprogramm für die Autoimmunität von Inselzellen im Kindesalter, das als frühes Stadium von Typ-1-Diabetes angesehen wird. Die IDF ist Teil des Helmholtz-Zentrums für Diabetiker (HDC). Im Jahr 2015 wurde die Global Platform for the Prevention of Autoimmundiabetes (GPPAD) ins Leben gerufen. Das GPPAD hat sich zum Aufgabe gemacht, eine länderübergreifende Struktur für Untersuchungen zur primären Vorbeugung von Typ 1 Diabetikern zu schaffen.

Ziel der Untersuchungen zur Primärprävention von Typ-1-Diabetes ist es, die Häufigkeit der Beta-Zell-Autoimmunität zu verringern und damit Typ-1-Diabetes vorzubeugen. Mitglieder des GPPAD sind unter anderem das Helmholtz Centrum München, die TUM, das DFG-Forschungszentrum für Regenerierende Therapie der TU Dresden, die Hannoveraner Kindsheilanstalt, die Hochschulen Oxford (Großbritannien), Lund (Schweden), Leuven (Belgien) sowie das Instytut Matthäus i Dziecka und die Medizinaluniversität Warschau (beide Polen).

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