Plötzliche Unterzuckerung ohne Diabetes

Hypoglykämie ohne Diabetes

Ohne weitere Vorwarnung leiden plötzlich Krämpfe und wird bewusstlos. zu plötzlichen Krämpfen und auch zu Bewusstlosigkeit. mit Zittern verursachen, sowie Reizbarkeit oder ein plötzliches Hungergefühl. Diabetes wäre ohne Hypoglykämie einfach und sicher zu behandeln.

Zeichen können abweichen

Hypoglykämie ist die am häufigsten auftretende Erkrankung bei der Therapie von Diabetes mit Insulin und Blutzuckertabletten (z.B. Sulfonylharnstoffpräparate, Glinide, Glitazone). Durchschnittlich leidet jeder Diabetiker ein- bis zwei Mal im Monat an einer Unterzuckerung. Die Häufigkeit hängt von der Stärke und dem Typ der Diabetestherapie ab. Etwa 10 % der Diabetiker leiden unter schwerer Hypoglykämie mit herkömmlicher Insulin-Therapie und etwa 26 % der Patientinnen und Patienten mit verstärkter Insulin-Therapie.

Bei Hypoglykämie treten unterschiedliche Beschwerden auf. In der Regel gibt es zwei bis drei der nachfolgenden Zeichen: Es wird zwischen schwerer und leichter Hypoglykämie unterschieden. Bei Menschen ohne Diabetes gilt folgende Definition: Weist der Betroffene keine Beschwerden auf, ist eine Unterzuckerung ab einem Blutzuckerspiegel im kapillaren Blut von weniger als 40 mg/dl vorhanden. Wenn es bereits Beschwerden hat, wird bereits ab einem Blutzuckerspiegel zwischen 40-50 mg/dl von einer starken Hypoglykämie gesprochen.

Auch bei Diabetikern können andere Blutzuckerspiegel, je nach Stoffwechsel, Zeichen einer Hypoglykämie aufweisen: Wenn sich der Betroffene an einen hohen Blutzuckerspiegel gewohnt ist, kann er sich bereits bei 100 mg/dl hypoglykämisch anfühlen. Andererseits können Menschen mit Diabetes mit einer allgemein sehr geringen Blutzuckerkontrolle oder sogar mit einer gleichzeitigen Nierenerkrankung auch bei einem Blutzuckerspiegel von 30 mg/dl keine Beschwerden bemerken.

Wenn Diabetes schon lange existiert, kann der Betroffene die Beschwerden der Hypoglykämie möglicherweise nicht mehr so ausprägen. Manche Menschen leiden auch ohne die üblichen Beschwerden unter Hypoglykämie, ungeachtet der Dauer der Erkrankung. Dies kann zu plötzlich auftretenden Verkrampfungen und Bewußtlosigkeit führen. Menschen mit Diabetes mit diabetischer Neurodermitis sind von einer solchen Hypoglykämie besonders oft ohne Warnung befallen.

Hypoglykämie kann auch andere Gründe als Diabetes haben, wie z.B. Stoffwechselstörungen, Schilddrüsenfunktionsstörungen, Hypophysenstörungen oder einen insulinproduzierenden Geschwulst (Insulinom). Gewisse Arzneimittel wie Analgetika und Antiarrhythmika können ebenfalls eine Hypoglykämie auslösen. Auf der anderen Seite können Symptome wie Hypoglykämie auch bei anderen Krankheiten vorkommen, ohne dass es zu einer tatsächlichen Hypoglykämie kommt: Schwerwiegende Geisteskrankheiten können unter anderem zu Erschütterungen und seelischer Ruhelosigkeit und Herzkrankheiten kommen.

Der Arzt hat die Pflicht, die Ursachen der Beschwerden mit einer ausführlichen Diagnose zu klären. Bei einer leichten Hypoglykämie kann der Betroffene die Behandlung selbst vornehmen. Bei Beschwerden sind in der Regel ein bis zwei Traubenzuckerstücke oder ein Gläschen Obstsaft (oder noch besser: fruchtsafthaltige Getränke mit einem hohen Zuckergehalt) hilfreich. Bei Hypoglykämie ist die oberste Regel: EAT FIRST THEN MEASURE!

Zu einem gewissen Zeitpunk kann der Betreffende selbst keine Gegenmassnahmen mehr treffen - wenn z.B. Verwirrung, Anfälle, Bewusstseinsstörungen, Bewusstseinsstörungen oder gar Bewusstlosigkeiten eintritt.

Im Falle einer starken Hypoglykämie ist der Kranke auf die Unterstützung Dritter angewiesen. 2. Für den Rettungsarzt ist es wichtig, dass er die Lage richtig und rasch als schwerwiegende Hypoglykämie erkennt und über den Diabetes des Betroffenen aufklärt. Deshalb sollte jeder mit Insulin behandelte Mensch immer eine Diabetes-Karte, ein Armreif oder eine Kapsel mitnehmen.

Verwandte und Bekannte können auch bei schwerer Hypoglykämie Erste-Hilfe-Leistung bieten. Falls der Betroffene noch bei Bewusstsein ist, sollte er ihn mit Glukose oder zuckerhaltigen Getränken füttern. Es ist daher unerlässlich, dass der Betroffene bei der Bewusstwerdung zusätzlich Blutzucker zu sich nimmt, um ein erneutes Absinken des Blutzuckers zu vermeiden.

Aber Vorsicht: Für einen Bewußtlosen mit Diabetes kann es lebensbedrohlich werden, wenn Dritte ihn mit zuckerhaltigen Getränken versorgen! Sollte die FlÃ?ssigkeit aus Versehen in die Luftröhre eindringen, kann der Patient ersticken! Starke Hypoglykämie ist immer ein Anlass, den Notfallarzt unter 112 anzurufen - auch wenn die Angehörigen bereits Erste-Hilfe geleistet haben.

Das kann z.B. bei längerer Diabetes-Dauer, nach starken körperlichen Belastungen, Alkoholgenuss, längerer Fastenzeit oder bei Leberkrankheiten der Fall sein. Hierfür sind die folgenden Punkte zu beachten. Starke Hypoglykämie mit Bewußtlosigkeit kann auch während der Therapie mit Sulfonylharnstofftabletten auftauchen. Starke Hypoglykämie gefährdet nicht nur das Überleben des Betroffenen - sie kann auch zu schwerwiegenden körperlichen Schäden an anderen Menschen führen, z.B. durch Unfall wie Sturz oder während einer Autoreise.

Spürt der Betroffene eine Unterzuckerung, sollte er deshalb umgehend dagegen vorgehen und mögliche gefährliche Situationen rasch vermeiden - z.B. mit dem PKW auf den Standstreifen auffahren und stehen bleiben, bis er die Unterzuckerung unter Kontrolle hat. Zentraler Schritt zur Vermeidung von Hypoglykämie ist die regelmässige Eigenkontrolle des Blutzuckerspiegels.

Menschen mit Diabetes erfahren in besonderen Trainingskursen den Einsatz von Blutzuckermessgeräten, Messstäbchen und dem Diabetestagebuch zur Erfassung der Blutzuckermesswerte. Im Selbsthilfekreis können sich die Patientinnen und Patienten über ihre eigenen Ideen auseinandersetzen. Besonders stark ist die Hypoglykämie bei Menschen mit Diabetes unter verstärkter Insulin-Therapie. Prinzipiell sollten Menschen mit Diabetes immer Glukose mit sich führen und 1-2 Tabletten zu sich nehmen, wenn sie ein Risiko für Hypoglykämie haben.

Die Betroffenen sollten immer einen Diabetespass oder eine Kapsel mit sich führen, damit im Ernstfall immer die korrekte Therapie durchgeführt werden kann.

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