Plötzlich Diabetes Typ 1

Auf einmal Diabetes Typ 1

Der Typ-1-Diabetes kann sehr plötzlich diagnostiziert werden und viele. Plötzlich quälten mich neue Krankheitssymptome, als er schließlich verschwunden war. Wenn die Bauchspeicheldrüse überhaupt kein Insulin produziert, spricht man von einem Typ-1-Diabetes. Typ-1-Diabetiker zielen plötzlich auf die körpereigenen Zellen ab.

fühlte ich, dass mir nichts etwas antun konnte.

Ein gesunder menschlicher Organismus ist wie eine perfekte Uhrmachine. Mit unzähligen, hochkomplexen Mechaniken erhält sie uns am lebendigsten. Der eigene Leib hat mir den Kampf angesagt. Vor zwei Jahren begann er während meines Auslandsemesters in Santiago de Chile. In meinem Leib befand ich mich wie eine unbesiegbare Burg.

Plötzlich quälten mich neue Krankheitssymptome, als er schließlich verschwunden war. Alle Anzeichen deuten auf Diabetes hin. Allerdings glaubte ich, dass Zuckerkrankheit nur Übergewichtige betraf. Einer unspektakulären Blutentnahme folgt drei Tage später die Diagnose: Typ 1 Diabetes. 1 Minute später bin ich bereits in der Ambulanz, wo mir das medizinische Personal mitteilte, dass ich das große Vergnügen habe, nicht ins Bewußtsein gerissen zu sein.

So erkrankt ein jugendlicher, kräftiger Mensch plötzlich. Der Diabetes wurde vermutlich durch eine übermäßige Reaktion meines Abwehrsystems auf die verbreitete Kälte hervorgerufen. Ein chronisches Krankheitsbild als Beleg für einen kleinen, rücksichtslosen Spass. Dass mein bisheriges Verhalten von nun an anders sein würde. Typ-2-Diabetes ist in der Regel auf einen ungesunden Lebensstil zurück zu führen, während Typ-1-Diabetes eine Autoimmunerkrankung ist.

Jetzt ist Zuckerkrankheit kein Geschwür, aber auch kein Erkältungskrankheit. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung, mit der man jetzt gut wohnen kann, die einen aber nie in Frieden zurücklässt. Darüber hinaus deutet die jüngste Erkenntnis darauf hin, dass Diabetiker* ein deutlich erhöhtes Risikopotenzial für die Entwicklung von Demenzen haben. So verursacht Diabetes nicht nur auf der physischen, sondern auch auf der geistigen Seite eine Schädigung.

Früher wollte ich Diabetes kontrollieren. Beim Durchsuchen mehrerer Diskussionsforen für die Betroffenen in einer unruhigen Dunkelheit fiel es mir plötzlich wie ein Blitz ins Gesicht: Ein Nutzer fragt die Community, ob es sich als Diabetiker* überhaupt lohnt, in die Privatvorsorge zu investierten. In meinem Korper ist es nur begrenzt möglich. Nachdem ich meiner Doktorin vom Forumspost erzählt hatte, sagte sie mir, dass die Lebensdauer von Typ-1-Diabetikern heute vergleichsweise nah an die von Gesundheitspersonen herankommt.

Dieser Diabetes war kein tödliches Urteil mehr. Aber selbst wenn die routinemäßige Anwendung zur routinemäßigen Anwendung kommt, ist Diabetes nach wie vor eine Erkrankung, die meine Herzen im wahrsten Sinne des Wortes mitreißt. Hab ich mein eigenes lnsulin mitgebracht? Inwiefern ist mein Blutzuckerspiegel hoch? Vermache ich die Erkrankung meinen Kindern? Das sind die Themen, mit denen Diabetiker* tagtäglich konfrontiert werden. Mit einem kleinen Rundsensor an meinem Handgelenk, der die Blutzuckerwerte über eine Feinnadel dauerhaft festhält, misst ich dann meinen Vollblutzucker.

Genauso erzwingt mich die Erkrankung. Obwohl ich mir damit selbst wehtue, ist es meine Methode, mich nicht durch eine krankhafte Erkrankung vom Alltag vorschreiben zu laßen. Eine so ambivalente Erkrankung wie mein eigener Gebrauch von ihr. Eine unbeschwertere Lebensweise, in der die eigene Begrenztheit noch etwas Unbekanntes war und der Leib noch diese unbesiegbare Burg war - oder wenigstens so gefühlt wurde.

Falls Sie selbst an Diabetes leiden und Unterstützung brauchen, finden Sie auf den nachfolgenden Seiten hilfreiche Informationen:

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