Operation gegen Diabetes

Betrieb gegen Diabetes

Bislang war die Diabetesbehandlung eine Domäne der medikamentösen Therapie. Die Magenoperation kann den Metabolismus bei Menschen mit starkem Übergewicht anregen. Die individualisierte Diagnostik steht im Fokus des Diabetes-Kongresses 2015: Jeder Mensch mit Diabetes ist einmalig und braucht eine individuelle Betreuung. Rund 6.000 Teilnehmer des Kongreßes werden vom 14.

bis 15. April 2015 über neue und erprobte Therapiemöglichkeiten diskutieren. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf chirurgischen Eingriffen, die bereits bei Menschen mit starkem Übergewicht und Typ-2-Diabetes eingesetzt werden:

Inwieweit diese Wirkung dauerhaft ist und ob Zuckerkranke ohne starkes übergewicht auch von einer chirurgischen interventionellen Behandlung profitiert werden können, ist immer noch Forschungsgegenstand und wird in der Diskussion umstritten. Prof. Dr. med. Dirk Müller-Wieland wird dieses Themengebiet auf der Pressekonferenz des Diabetes-Kongresses 2015 am 16. April 2015 im Berliner Stadtkubus vorstellen.

"Abhängig von der Krankengeschichte des Betroffenen muss der behandelnde Ärztin oder der behandelnden Ärztin entschieden werden, ob und welche adipöse Operation für eine Person mit Diabetes geeignet ist. Weil jede Maßnahme auch ein Risiko beinhaltet", erläutert Prof. Dr. med. Dirk Müller-Wieland, Mitglied des Vorstands und Sprecher der Presse der DDG. "Die Magenbypass- und Hüllengasrektomie ist heute sehr erfolgreich: Studien belegen, dass sich der Blutzuckerspiegel bei rund 70 Probanden inzwischen stabilisiert hat und Diabetes-Medikamente auslaufen.

"Bei beiden Operationsverfahren wird der Bauch reduziert und im Magenbypass ein Teil des Verdauungstraktes "abgeschaltet". Zurzeit kommen nur Diabetespatienten in Frage, die einen BMI von 35 kg/m2 übersteigen und ihr Körpergewicht über einen längeren Zeitrahmen (!) von mehr als sechs Monate durch sportliche Betätigung und Ernährungsumstellung nicht reduzieren konnten.

Wenn Menschen mit einem BMI zwischen 30 und 35 kg/m2 ihren Diabetes nicht medizinisch in den Griff kriegen, können sie auch in Ausnahmefällen berücksichtigt werden; dies ist jedoch die Wissenschaft, d.h. diese Patientinnen und Patienten sollten in die Studie einbezogen werden und es ist keine generelle Anregung. Besonders junge Patientinnen und Patientinnen mit Typ-2-Diabetes, die noch nicht insulinpflichtig sind, kommen nach wissenschaftlichen und wissenschaftlichen Erkenntnissen auf ihre Kosten.

"Weil langfristige Erfolge und Risken bisher nicht ausreichend abgeklärt sind und für andere Gruppen von Patienten die Wirksamkeit noch nicht nachgewiesen ist, klärt Prof. Müller Wieland, Chefarzt der Klinik für Allgemeinmedizin, Diabetes, Magen-Darm-Trakt, Entokrinologie und Stoffwechselkrankheiten des Asklepios-Krankenhauses St. Georg in Hamburg. Auch gibt es immer mehr Belege dafür, dass das Darmkrebsrisiko nach einer solchen Operation steigen könnte.

"Chirurgische interventionelle Therapie sollte nur in fachübergreifenden Einrichtungen mit entsprechenden Erfahrungen durchgeführt und weiter erforscht werden", unterstreicht Müller-Wieland. Auf der Kongress-Pressekonferenz am 16. April 2015 wird Prof. Dr. med. Dirk Müller-Wieland chirurgische Verfahren und neueste Ergebnisse vorstellen und erklären, welche Patientinnen und Patientinnen von ihnen profitiert. Journalistinnen und Journalisten: "Jeder Mensch ist anders: Diabetespatienten einzeln behandeln" "Fortschritt zum Wohl der Patienten:

Neuerungen in der Diabetologie".

Mehr zum Thema