Neues bei Diabetes

Was ist neu bei Diabetes?

Diabetiker haben neue Perspektiven? Diabetiker-Update 2018 - Neues und Interessantes aus der Anwendung Wir stellen Ihnen in dieser Ausgabe traditionell 5 Artikel mit dem Diabetes Update 2018 vor, in denen die wesentlichen Innovationen im Rahmen der vorangegangenen Verfahren präsentiert und erörtert werden. Typ-2-Diabetes ist natürlich ein Schwerpunkt. Darüber hinaus werden neue Kombinationsstrategien für Typ-2-Diabetes mit unterschiedlichen antidiabetischen Mitteln beschrieben und diskutiert[1].

Antonio Mondorf und Jörg Bojunga bieten einen topaktuellen Einblick in Diabetes und Magen-Darm-Trakt. Auch die Zusammenhänge zwischen Diabetes und Leberzellkarzinom und Darmkrebs werden ausdrücklich erwähnt[2]. Dr. Helmut Kleinwechter beschäftigt sich mit Typ-2-Diabetes und Empfängnis. Dies ist ein besonders lesenswerter Beitrag, zumal die Diabetologen eine besondere Aufgabe haben, das Ergebnis dieser Geburten zu verbessern[3].

Neue Erkenntnisse zum Diabetes-Fuß-Syndrom (DFS) werden von Anna Maria Schönbach und Maximilian Spraul diskutiert, darunter Untersuchungen zur Häufigkeit von Amputationen, zum positiven Einfluß geeigneter Infrastrukturen auf die Häufigkeit großer Amputationen sowie zu sozioökonomischen Aspekten. In ihrem Beitrag betont Karin Lange die Wichtigkeit von Training und Befähigung als integraler Bestandteil der Diabetes mellitus-Behandlung.

Ihre Forschung und ihre medizinische Erfahrungen haben gezeigt, dass Eigenmanagement der wesentliche Teil der Diabetes-Therapie ist und Diabetes-Training weit mehr ist als Wissenstransfer[5]. Ich freue mich, dem häufig geäusserten Anliegen gerecht zu werden, in diesem Leitartikel die wichtigen Highlights klinischer und praxisrelevanter Nachrichten aus anderen Themenbereichen zu vermitteln, die im Rahmen der Diabetes-Update Veranstaltung in diesem Jahr vorgestellt wurden.

Die Untersuchung umfasste 49 Primärversorgungspraxen in Schottland und Nordengland und umfasste Patientinnen und Patienten zwischen 20 und 65 Jahren, bei denen in den vergangenen sechs Jahren Typ-2-Diabetes festgestellt worden war und die noch kein Diabetes hatte.

Im Interventionskreis 46?% der Patienten und in der Vergleichsgruppe nur 4?% hatten Diabetes-Remission. Aus diesen Ergebnissen geht klar hervor, dass eine Verkleinerung des Typ-2-Diabetes mindestens in der Startphase möglich ist und dass dies im Kern durch Gewichtsreduzierung zu erreichen ist. Die telemetrische Steuerung des Lifestyle-Interventionsprogramms TeLiPro der Prof. Martin-Gruppe und neue Untersuchungen aus Indien und Dänemark gehen in die selbe Richtung.

Prof. Manfred Dreyer aus Hamburg hielt einen Vortrag über Typ-1-Diabetes[7]. Allein das Flash Glucose-Monitoring reduziert die Hypoglykämiezeiten bei gut trainierten Typ-1-Diabetikern durch eine intensivierte Insulin-Therapie. Dasselbe wurde durch kontinuierliches Glukose-Monitoring, z.B. in der DIAMOND-Studie, nachgewiesen. Eine wesentliche Auswirkung des diskontinuierlichen Nüchternens ist, dass der Abbau der fettfreien Menge und die Reduzierung des Basisstoffwechsels niedriger sind als bei einer Dauerernährung (Abb. ).

Das ist unerlässlich, denn die permanente Senkung des Basalumsatzes ist einer der wichtigsten Gründe, warum viele Menschen nach einer Gewichtsabnahme wieder zulegen. Prof. Carsten Framem aus Hannover gab einen Einblick in den derzeitigen Stand der Diagnose und Behandlung der Diabetes Retinopathie aus augenheilkundlicher Sicht[9]. Durch die im System integrierte Kamera ist bereits heute eine Augenspiegelung mit einem Handy möglich, die auch als erstes Screeningsystem für diagnostische Retinopathien genutzt und telemetrietechnisch auswertbar ist.

Bei proliferativer Netzhauterkrankung ist eine pannetinale Laser-Koagulation notwendig; bei Vorhandensein eines foveal diagnostizierten makulären Ödems sollte anstelle der Laser-Therapie eine IVOM mit Anti-VEGF (VEGF: "vascular endothelial growth factor") eingesetzt werden. Ohne Netzhautveränderungen kann das Regelintervall für ophthalmologische Untersuchung bei Diabetes von 1 auf 2 Jahre verlängert werden.

Gemäß den Vorschlägen der EU-Gesellschaften ESC/EAS ("European Society of Cardiology"/"European Atherosclerosis Society") sollten Diabetes mellitus-Patienten der Klasse "high risk" zugeordnet und daher auf einen LDL-Cholesterin-Zielwert (LDL: "low density lipoprotein")

Mehr zum Thema