Kuchen bei Diabetes Typ 2

Torte für Diabetes Typ 2

So muss man nicht immer ein Stück Kuchen oder etwas Schokolade ersticken. Diabetes Typ 2 beginnt schleichend, führt aber unbehandelt zu schweren Folgeerkrankungen. Darf ein Diabetiker sorgenfrei Kuchen essen oder sollte er besser auf ihn verzichten? Wenn Sie an Typ-2-Diabetes leiden, vermeiden Sie Mischungen aus Zucker, Weißmehl und Fett sowie fetten Lebensmitteln wie Kuchen und trinken Sie in der Regel Kaffee dazu.

Bei Diabetikern hinterlässt diese Mischung den Zucker.

Besser ist es, nach einer fettreichen oder zuckerhaltigen Speise keinen Kaffe zu konsumieren, da beide Faktoren zusammen den Zuckerspiegel ungewöhnlich hoch ansteigen lassen. - Das ist es, was Wissenschaftler der University of Guelph im Journal of Nutrition vermelden. "Fetthaltige Lebensmittel und Gebäck in Verbindung mit Koffein scheinen den Zuckerspiegel im Blut negativ zu beeinflussen", sagt Ibrahim Elmadfa, Vorsitzender des Institutes für Ernährungswissenschaft an der Uni Wien.

Haben die Probanden auch gleich wieder Kaffe getrunken, so ist der Zuckergehalt gar auf 54 Prozentpunkte über dem Durchschnittswert gestiegen. "Was man mittags ißt, hat Auswirkungen auf die spätere Körperfunktion", sagt Marie-Soleil Strudoin, Leiterin der Forschung. Auch wenn Kaffeetrinker weniger wahrscheinlich Typ-2-Diabetes entwickeln, hat sich gezeigt, dass Koffein die Leistungsfähigkeit des Organismus bei der Zuckerverarbeitung beeinträchtigt.

"Vor allem ältere Menschen, die oft von diesem Phänomen betroffen sind, haben eine Präferenz für süsse und fettige Lebensmittel wie Kuchen und konsumieren in der Regel mit ihnen zusammen in Deutschland. Die Kanadier bezeichnen als Erklärungsmöglichkeit für die Wirkungsweise den Anstieg gewisser Magendarm- und Darmproteine, die als Antagonisten von Insulin wirken. Beim entkoffeinierten Kaffe war der Einfluss geringer, aber immer noch bedeutend.

Andernfalls erzeugt der Organismus Insulin, wenn er Blutzucker aufnimmt, um es aus dem Blutsystem zu entfernen.

Moenchengladbach: Kuchen? Für Zuckerkranke kein Thema mehr

Die Abteilung für Oekotrophologie der Fachhochschule Mönchengladbach organisiert Beratungsseminare für alte Menschen mit Diabetes. Dieses Mal nehmen acht Personen die praktische Beratung in Anspruch. Das Highlight des 5-tägigen Konsultationsseminars, zu dem Prof. Peter Kronsbein und Kollegen vom Fachgebiet "Methodik und Didaktik der Konsumentenberatung und -bildung" der Fachhochschule Niederrhein acht Insulinverantwortliche über 65 Jahre einluden, steht fest: "Es wird die wichtigste Lehrmahlzeit sein, die die Teilnehmenden zusammen vorbereiten", sagt die Ökotrophologin und Zuckerkrankheitsassistentin Jutta Genz mit einem Lächeln.

Dies wird im griechisch-lateinischen Kombinationstitel "Diabetes convivium" verdeutlicht - konvivium heißt Festessen oder Dinner. Achtköpfige Studenten und drei Studienleiter - Kronbein, Genf sowie der Ernährungsarzt Norbert Ludwig - pflegen und informieren die Diabetesforscher vom Typ II eine ganze Woch. Nicht einmal alle konnten wir aufnehmen", erzählt Kronbein. Für den 58-jährigen Oecotrophologen ist das angebotene Produkt kein Wettbewerb, sondern eine sinnvolle Erweiterung zu den Dienstleistungen der etablierten Fachärzte und Diagnostiker.

"Allerdings haben die Mediziner oft nicht die Zeit für vertiefte Information und praxisnahe Übung mit den Patienten", sagt Kronsbein. In vielen Bereichen des Diabetes werden die Teilnehmenden aufgefordert, die Alltagsgewohnheiten zu überdenken und bei Bedarf zu ändern. Genz hebt hervor, dass das oberste Gebot für die Betroffenen sein sollte, ihr eigenes Schicksal so lange wie möglich selbstständig zu gestalten.

Hierzu gehört natürlich auch das Wissen über eine für Diabetiker geeignete Nahrung. "Während der Beratungstage werden die relevanten Fakten mehrmals aufgegriffen, was das Institut von einer Vorlesung unterscheidet", sagt Kronsbein. Den Teilnehmern wird die Möglichkeit gegeben, Prozesse durch wiederholte Übung zu internalisieren, sie machen geführte Übungsaufgaben und können sich auseinandersetzen. Andere Zielsetzungen sind laut Kronsbein die Symptomfreiheit und die Prävention von Hypoglykämien.

"Mit den Forschungsergebnissen der letzten Jahre gibt es hier heute viel weniger Regulierung", betont Kronbein. Künftig will Kronbein mehr Praxen einbeziehen.

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