Ist Diabetes Heilbar Typ 2

Diabetes ist heilbar Typ 2

Zuckerkrankheit ist KEIN unvermeidliches Schicksal! Typ-2-Diabetes kann verhindert, gestoppt und in vielen Fällen sogar geheilt werden! Kann Diabetes geheilt werden? Kann man Typ-2-Diabetes heilen? Sieben von elf Patientinnen hatten 3 Monaten später noch einen normalen Blutzuckerspiegel.

Bei bis zu 60 prozentiger Diabetesverlusten nach einer gastrointestinalen Operation - zum Teil über viele Jahre. Tyler fand in weiteren Untersuchungen heraus, dass bei Diabetikern mit einer Erkrankungsdauer von weniger als 4 Jahren eine Erkrankungsrate von 87% erreicht wurde.

Mit dem radikalen Ernährungsansatz wurde bei Diabetes mit einer Erkrankungsdauer von über 20 Jahren immer noch eine Remission von 50 % erreicht. Am Anfang einer Formeldiät muss die Insulin-Dosis um die Hälfte reduziert werden, wenn das Insulin im Rahmen der Ernährungs-Therapie nicht völlig überflüssig wird. Eine Haferbehandlung kann auch den Insulinverbrauch um 10 bis 50 Prozentpunkte senken, selbst wenn sie nur für ein einziges Wochende verwendet wurde.

Die skandinavische Diabetes-Präventionsstudie zeigte, dass durch Veränderungen im Lebensstil und den Gebrauch von Methylformin die Symptome von Diabetes bei Prädiabetikern um 30 Prozentpunkte gesenkt werden konnten. Auch die Resultate der Look-Ahead-Studie gehen in die selbe Richtung: Lang anhaltende Remission über Jahre hinweg wurde bei 10 Prozent der Patienten aufgrund von Lebensstiländerungen und moderatem Gewichtsverlust erlangt.

Die Erfolgsaussichten sind umso höher, je länger der Diabetes dauert. Untermauert wurden diese Behauptungen durch eine Auswertung von Angaben der US-Krankenkasse Kaisers Permanent Nordkalifornien, in der die Frequenz der Diabetesremission bei über 120.000 Menschen unter Standardtherapie erforscht wurde. Die Remissionsrate war auch hier von der Dauer des Diabetes geprägt (Tabelle 1).

Patienten ohne Medikamente, mit einem niedrigen HbA1c im Ausgangsjahr, einer kurzen Erkrankungsdauer, einer effektiver Gewichtsreduktion, älteren Menschen, Afroamerikanern und Angehörigen der höheren sozialen Schicht hatten die besten Chancen, Diabetes zu heilen. Die Diabetologin Stefan Martin, Leiterin des West-Deutschen Diabetes- und Gesundheitszentrum in Düsseldorf, hat die Studiendaten von Roy Tyler in seiner Arztpraxis erfolgreich umgesetzt: Ein Diabetiker, der seit Jahren mit einer verstärkten Insulin-Therapie belastet ist, hat ihr übermäßiges Gewicht verloren und zugleich die Insulin-Therapie durch eine Rezeptur-Diät und eine Ernährungsumstellung indiziert.

Die Bezeichnung Heilen gibt dem Diabetiker offensichtlich den nötigen Lebensmut, um mit den nötigen Veränderungen Schritt zu halten. Von einer anderen Seiten gewinnt die neue Variante "ohne Insulin" und "Diabetesheilung" an Fahrt. Mit der Änderung der Richtlinien der Gesellschaft für Adipositas ist der Gebrauch einer Rezepturdiät möglich geworden - allerdings nur unter medizinischer Aufsicht und optimierten Essgewohnheiten. In der Diabetes-Therapie in Deutschland nimmt die Gewichtoptimierung jedoch noch keine große Sonderstellung ein.

Anscheinend sollte bei neuen Manifestationen von Diabetes neben dem Gebrauch von Methylformin auch eine Nährwertanalyse und ein Coaching erfolgen, um die vorhandenen Chancen der Erlösung zu nützen. Also gibt es für die Behandlung von Diabetes geringe Chancen? Schließlich kann einem Patient mit gerade manifestierter Diabetes eine begründete Aussicht auf Erlass gegeben werden. Schließlich ist die erhöhte Beweglichkeit, die auch Sinn macht, nahezu kostenlos erhältlich.

Für eine Kohlenhydratdominanz essen viele Menschen zu wenig Protein. Es ist klar, dass in der Stoffwechselstörung Diabetes, Kohlenhydrate sind giftig für das Körper. Protein hat mehrere Vorteile: Sie bewirkt eine geringere Durchbiegung des Blutzuckerspiegels und schont damit das Mastinsulin. Zudem ist das Protein kalorienärmer als Fette und benötigt während des Stoffwechsels mehr Zeit.

Weil Eiweiße nur in den Muskeln gelagert werden, sollte jede Nahrung etwas Protein haben. So wird die optimierte Eiweißversorgung des Organismus nicht nur zum Garant für den Muskelerhalt, sondern auch für die Begrenzung des Hungergefühls - gerade mit einer Kalorienbeschränkung. Schließlich sind sie in den Gemüsesorten reichlich vorhanden. Kurzum: Der Schüssel sollte zur Halbzeit mit Gemüsen befüllt sein und 20 bis 30 Gramm Protein haben.

Auch auf der medikamentösen Ebene gewinnen die Versuche, Diabetes zu heilen, an Schwung: Das inkreimimetische Liraglutid wurde kürzlich für die Behandlung von Adipositas genehmigt. So kann die Nahrungsumstellung nicht nur von einer Formel-Diät, sondern auch von Medikamenten untermauert werden. Selbst bei Diabetikern mit Insulin-Therapie ist die Chance, sich von den Injektionen zu verabschieden, noch nie so groß gewesen. Gewicht-neutrale Antidiabetika wie z. B. Gliptin und Gliptin können mit Gliflozin und Inkretinmimetika verbunden werden.

Durch den gleichzeitigen Gebrauch einer zielgerichteten Ernährungs-Therapie zur Gewichtsreduzierung wird Insulin zunehmend unnötig - ein Wunschtraum vieler Diabetespatienten. "Sobald Insulin, immer Insulin" trifft nicht mehr zu. Für viele Patientinnen und Patienten mit intensivierter Insulin-Therapie wird es schon jetzt einfacher sein, wenn statt einer aufwändigen Intensivtherapie nur ein basales Insulin benötigt wird.

Ihre Verwendung bringt gegenüber dem gewichtserhöhenden Bolus-Insulin eine Gewichtsersparnis von vielen Kilogramm. So könnte ein Fruehstuecksei in Verbindung mit einem Milchglas oder einem Fruchtquark zu einem gelungenen Tagesbeginn mit 20 Gramm Eiweiss und einer sehr wahrscheinlichen Saetigung bis zum Mittagsessen fuehren.

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