Insulintherapie

insulin-therapie

Die Insulintherapie versucht, den Insulinstoffwechsel des gesunden Körpers nachzuahmen. Die Insulintherapie ist die Behandlung eines Patienten mit dem Hormon Insulin oder sogenannten Insulinanaloga. Denn nur so kann die Insulintherapie optimal angepasst werden.

M. C3. B6possibilities_of_insulin_supply">Quellcode editieren]>

Bei der Insulintherapie handelt es sich um eine diabetologische Therapiemethode, bei der ein Insulin-Präparat zur Behandlung des Blutzuckerspiegels bei Zuckerkrankheit der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) eingesetzt wird, um den Mangels an dem Stoffwechselhormon Insulin des Körpers aufzufangen. In den ersten Dekaden des zwanzigsten Jahrhundert wurde Insulin als blutzuckersenkender Wirkstoff aus dem Pankreasgewebe anerkannt und auf chemischem Wege ausgelesen.

Im Jahre 1922 führte Friedrich Banting die erste Insulintherapie bei einem Menschen mit Zuckerkrankheit des Typs 1 durch Die Spritze war bis in die Zeit der Insulin-Pens die Standard. Die älteren Diabetiker vom Typ 1 wissen noch immer, dass die wiederverwendbaren Injektionsspritzen und die starken wiederverwendbaren Nadeln lange Zeit für den Horror der Insulintherapie waren. Heute werden Insulin-Pens vor allem in Deutschland eingesetzt.

Insulininjektionen gibt es für Insulin U40 (= 40 Insulineinheiten pro Milliliter) und Insulin U100 (= 100 Insulineinheiten pro Milliliter). So genannte Insulin-Pens ähneln dicken Pens und können mit einer Insulin-Patrone ausgestattet werden. Der Insulindosierer wird über ein rotierendes Rad gesteuert, das den Stempelhub beim Drücken des Knopfes eingrenzt.

Die Kartuschen gibt es in verschiedenen Grössen, die gängige Einfüllmenge beträgt 3 Milliliter (mit Insulin U100, d.h. 100 IU pro ml). Gebrauchsfertige oder Einweg-Pens sind fix mit einer Insulin-Patrone ausgestattet und werden nach Verbrauch des verwendeten Mediums vernichtet. Die Insulinpumpe dient der ständigen Insulininfusion in das subkutane Fettgewebe. Dabei wird die für die jeweilige Basisversorgung verwaltete Quantität (Basalrate) nach einem programmierten Schema zeitlich geregelt.

Verschiedene diabetologische und Diabetes-Kliniken haben in den letzten Dekaden verschiedene Behandlungsmöglichkeiten für die Insulintherapie erarbeitet, oft mit Blick auf eine spezifische Gruppe von Patientinnen und Patienten oder spezifische Probleme. In der herkömmlichen Insulintherapie wird eine gewisse Insulinmenge zu festgelegten Zeitpunkten injiziert. CT wird in der Regel bei insulinabhängigem Zuckerkrankheitstyp 2 eingesetzt, vor allem bei alten Menschen, da insbesondere diese einen fixen täglichen Rhythmus haben.

Bei dieser Form der Behandlung ist die rechtzeitige Aufnahme von Speisen mit einer exakt definierten Kohlenhydratmenge, die sich auf den Blutzuckerspiegel auswirkt, erforderlich. Durch die Wirkung von Insulin müssen auch Snacks am Morgen und Nachmittag sowie eine späte Mahlzeit beachtet werden. Da bei dieser Behandlung ein von der Praxis entferntes, schematisch aufgebautes Nahrungsverhalten erforderlich ist, ist eine variable Tagesmahlzeitengestaltung nicht möglich. Zudem ist das Risiko einer Hypoglykämie bei Verzicht auf eine Mahlzeit erheblich.

Bei Diabetikern vom Typ 1, aber auch bei Diabetikern vom Typ 2 wird die verstärkte herkömmliche Insulintherapie (ICT) vor allem bei ungenügender Insulinausschüttung oder fortgeschrittenen Erkrankungen eingesetzt. Es handelt sich um eine sogenannte Zweispritzentherapie, d.h. zum einen wird rasch wirkendes Insulin zu den Speisen und zur Behandlung (Bolus) injiziert, zum anderen benötigt der Organismus eine von den verabreichten Kohlehydraten unabhängige Basisversorgung mit Insulin, die mit Verzögerung garantiert ist (Basis).

Das Bolus-Grundprinzip imitiert die Insulinausschüttung der gesünderen Pankreas. Je nach Insulinart und Blutzuckerspiegel wird das Grundinsulin ein- bis drei Mal täglich injiziert, Bolusinsulin zu den Speisen oder bei zu hohem Blutzuckerspiegel. ICT erlaubt einen variableren Lebensstil als die herkömmliche Behandlung, da sie die Anpassung an die aktuellen Lebenssituationen (Bewegung, Ruhe, Beruf, Training, Sport, etc.) erleichtert.

Von der österreichischen Diabetesforscherin Kinga Howorka wurde der Ausdruck der funktionellen Insulintherapie geprägt, der auf eine möglichst große Unabhängigkeit von Typ-1-Diabetikern abzielt[3]. Eine ergänzende Insulintherapie richtet sich in erster Linie an Zuckerkranke, die noch über eine eigene Insulinausschüttung verfügten. Das Hauptproblem bei Typ-2-Diabetikern ist, dass das Insulin eine aktive Störung aufweist, was bedeutet, dass viel zu viel Insulin tatsächlich vorkommt.

Auch Insulin ist für den Fettmetabolismus verantwortlich und kann - weil es zu viel ist - zu noch mehr Fettleibigkeit beitragen, weshalb eine ergänzende medikamentöse Therapie mit Antidiabetikern wie z. B. Methformin erfolgt. Bei der Verwendung eines schnellen Injektionsinsulins in Verbindung mit einer Mahlzeit wird die normale Insulinfreisetzung eines Menschen imitiert. Auf diese Weise werden nach der Mahlzeit sicher und effektiv Blutzuckerspiegel gesenkt.

Durch die optimale Anpassung des Insulins an die Mahlzeiten wird der Stoffwechsel angeregt und das Hypoglykämierisiko reduziert. Durch die Verabreichung von oral verabreichten Diabetikern wird die erforderliche Dosis Insulin reduziert. Typ-2-Diabetiker beispielsweise erhalten zu Therapiebeginn ein orales Antidiabetikum. Eine Insulinpumpentherapie (Insulinpumpe) ist vor allem für Typ-1-Diabetiker geeignet und kann als die am weitesten fortgeschrittene Form der Behandlung eingestuft werden.

Deshalb brauchen die Kassen eine verständliche Erklärung, warum der betreuende Mediziner diese Therapieform seinem Pflegebedürftigen vorschlägt. niedrige Insulinablagerungen im Unterhautfettgewebe (geringeres Risiko einer Hypoglykämie); verbesserte Anpassungsfähigkeit an Bewegungsdifferenzen durch Senkung oder Erhöhung der Grundrate; präzisere Dosierung der Grundrate sowie des ernährungsbedingten Insulins; verbesserte Kontrolle eines Dämmerungsphänomens (Morgenhormonelle Erhöhung der Insulinresistenz); verbesserte Interventionsmöglichkeiten (vor allem unauffälliger) im Falle von Stoffwechsels; und zwar

Optimale Möglichkeiten der Insulinreduktion vor Sportveranstaltungen mit deutlich geringerem Gewichtszuwachs durch ernährungsbedingte Zwangskohlehydrate zum Ausgleich einer gesteigerten Effizienz der Basalinsuline/Effizienzsteigerung an den Empfängern (Basalrate abschaltbar oder reduzierbar); weniger Hypoglykämiefolgen durch Senkung des zur Verfügung stehenden und zugleich niedrigen Insulin-Depots im Organismus, die nicht mehr durch die Einnahme zusätzlicher Kohlenhydrate absorbiert werden müssen.

Manchmal Hilfestellung bei der Bestimmung der Insulinmenge für eine Speise mit Dokumentationshilfe; nicht für alle Pumps. Als weitere Indikation kommen in Frage: starke Schwankungen der Blutzuckerkonzentration wie bei einem ausgeprägten Dawn-Phänomen ( "starker Blutzuckeranstieg in den Frühstunden "), schwacher Bedarf an Insulin (Kleinkinder, Menschen mit einer hohen körperlichen Aktivität während des Tages), bei allen Therapien müssen gewisse Gemeinsamkeiten berücksichtigt werden, um die Behandlung zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen.

Bei Diabetikern vom Typ 1, aber oft auch bei Diabetikern vom Typ 2 ist die Messung des eigenen Blutzuckerspiegels während der Insulintherapie unverzichtbar für die Behandlung. Für insulinpflichtige Patientinnen und Patienten wird die Selbstkontrolle des Blutzuckerspiegels von den GKV erstattet[4]. Auf einem CGM-System oder wahlweise auf der Inselpumpe werden die Messwerte aufbereitet.

In einem durchführbaren Umfang sollte das Verfahren alle notwendigen Angaben für eine korrekte Bewertung der metabolischen Entwicklung und damit für eine angemessene Insulinverabreichung beinhalten. Mit Hilfe einer speziellen Diabetes-Management-Software kann das Messprotokoll auf dem Papier oder auf elektronischem Wege aufbewahrt werden; viele Messgeräte können nun die Messwerte zusammen mit zusätzlichen Informationen ablegen, verarbeiten und per Schnittstellenkabel oder per Bluetooth oder E-Mail an einen Computer und/oder in eine patienteneigene Datei im Netz übermitteln, was den Vorzug der Fernüberwachung bietet:

Der sich ändernde tägliche Rhythmus macht die Insulintherapie schwieriger, besonders wenn dadurch eine Schlafstörung entsteht. Sie können den Organismus insulinunempfindlich machen (bis zu ca. 40 %). Bei Typ -2-Diabetes besteht zunächst kein völliger Mangel an Insulin, sondern eine aktive Störung des Insulinsystems ( "Insulinresistenz") oder ein relativ hoher Mangel an Insulin aufgrund von Fettleibigkeit, so dass eine Insulintherapie nur in der dritten Zeile angezeigt ist.

Zur Ersttherapie gehören Training und Beratung, um eine Blutzuckersenkung und gegebenenfalls eine Gewichtsreduktion durch eine veränderte Lebensführung mit regelmäßigem Sport und einer angemessenen Diät zu erwirken. Im Falle eines Misserfolgs werden an zweiter Stelle die oralen Antidiabetika verwendet; nur wenn diese fehlschlägt, wird Insulin zugesetzt.

Eine Insulintherapie bei Typ-2-Diabetes hat oft als unerwünschter Nebeneffekt eine Zunahme des Körpergewichts zur Folge, was zu einer erhöhten Insulin-Resistenz geführt hat. In diesem Zusammenhang muss der Diabetiker mit Übergewicht Typ 2 durch eine angemessene Diät, regelmässige körperliche Betätigung und gegebenenfalls durch Antidiabetika im Mund versucht werden, sein körperliches Gewicht zu stabilisieren und die erforderliche Insulin-Dosis so gering wie möglich zu halten. Der Diabetiker muss in der Lage sein, sein Gewicht zu reduzieren, indem er sich mit einer geeigneten Diät, regelmässiger körperlicher Anstrengung und, falls nötig, mit oralen Antidiabetika versorgt.

Bei Diabetikern vom Typ 2 kann bald ein relativ hoher Insulin-Mangel festgestellt werden, der vor allem die erste Stufe der Insulin-Sekretion nach der Einnahme auslöst. Die Insulinzufuhr ist tagsüber schwankend. Am Morgen ist der Bedarf an Insulin aufgrund der gleichzeitigen Freisetzung von endogenen Hormonen wie Cortisol am größten. Der mittlere Bedarf an Insulin ist am Mittag am geringsten und steigt am Ende wieder.

Spätabends fällt der Bedarf an Inulin wieder ab und steigt um 3:00 Uhr wieder an. Für die normale körperliche Aktivität wird ein ungefähre Quotient von ca. 50 Prozent Basalinsulin und 50 Prozent mahlzeitbezogenem Analoginsulin erwartet. Die Berechnung des durchschnittlichen Insulinbedarfs erfolgt mit ca. 40 Euro pro Tag oder nach Gewicht mit ca. 0,5-1,0 Einheiten/kg Gewicht.

Insulinsensitivität hängt von vielen individuellen Faktoren ab: Die Korrekturgröße gibt an, um wie viel der Zuckergehalt pro Insulineinheit abnimmt. Es erlaubt eine Näherung, wie viele Insulineinheiten der Organismus braucht, um von einem erhöhten Blutzuckerwert zu einem Sollwert zu kommen. Im Normalgewicht von ausgewachsenen Personen und ohne Insulin-Resistenz beträgt der Korrektionsfaktor in der Regel zwischen 30 und 50 mg/dl pro Insulin.

Der Insulindosisbedarf muss daher immer einzeln durch sorgfältiges Abtasten bestimmt werden. Für die Blutübersäuerung durch hyperglykämischen Stoffwechsel und absoluten Mangel an Insulin bei Typ-1-Diabetikern (Ketoazidose) gilt eine besondere Regelung, die in den Kursen gelehrt wird. Am Anfang der Insulintherapie gab es nur Tierinsuline mit der Wirkungsdauer des normalen Insulins von etwa 4 bis 7h.

Wegen der geringen Wirkungsdauer des Medikaments Insulin wurde versucht, eine Erleichterung für den Diabetes zu erreichen. Der dänische Wissenschaftler Hans Christian Hagedorn hat 1936 das erste langwirksame Insulin-Präparat aus Protamin und Schweineinsulin entwickelt, das noch heute unter dem Namen Neutrales Protamin Hagedorn oder NPH-Insulin ( "NPH-Insulin") eingesetzt wird (nur nicht mehr in Zusammenhang mit Insulin aus Tierprodukten).

Mit der zunehmenden Steigerung des Blutzuckerspiegels können Diabetiker zunehmend Verantwortung für ihre eigene Behandlung tragen. Die Patienten sind heute gefordert, ihre Therapien im idealen Fall selbstständig und mit nahezu vollständiger Ernährungsfreiheit durchzuführen. Die Verabreichung von Insulin 6-8 mal am Tag ist oft genug zur Behandlung mit einer Injektionspumpe geworden, deren Kanüle nur alle 2-3 Tage ausgewechselt werden muss.

Helmuth Hasche (Hrsg.): Zuckerkrankheit im hohen Lebensalter. In : Aktuelle Meinung in der Endokrinologie, Diabète und Adipositas. 16, Nr. 4, Aug 2009, S. 286-92. doi:10.1097/med.0b013e32832e0693. PMID 19506474. [3] Tierinsulin als lebenswichtiges Arzneimittel - Web-Site über Schweine- und Rinderinsulin, Rechtsfragen, Versorgungsquellen usw. Dieser Aufsatz beschäftigt sich mit einem gesundheitsthemen.

Mehr zum Thema