Heilung Diabetes Typ 1

Kur Diabetes Typ 1

ViaCyte's neue Behandlungsmethode hat das Potenzial, Typ 1 Diabetes nahezu zu heilen. Untersuchungsansätze: Heilung von Typ-1-Diabetes Mögliche Ursachen können eine Virusinfektion, eine angeborene Neigung oder auch externe Einflüsse sein, die den gesamten Erkrankungsprozess auslösen ("Fehlfunktion des Immunsystems"). Die körpereigenen Abwehrzellen, die so genannten so genannten sogenannten Pankreaszellen (T-Lymphozyten), werden im Verlauf der Erkrankung gegen die Insulin produzierenden Bauchspeicheldrüsenzellen (Beta-Zellen) gerichtet und zersetzen sie. Die Zerstörung der Beta-Zellen verursacht einen Insulin-Mangel, so dass Glucose (die Energiequelle) nicht mehr von den körpereigenen Nervenzellen absorbiert und genutzt werden kann.

Viele der in der Geschichte untersuchten Arzneimittel haben jedoch nur zu einer ungerichteten Verdrängung des ganzen Abwehrsystems geführt. So bezweifelt der Diplomdiabetologe Marc Donath vom Universitätsspital Basel noch immer die Bedeutung der Autoimmunerkrankung bei Typ-1-Diabetes, da die immuntherapeutische Behandlung bei anderen Autoimmunerkrankungen wesentlich weiter fortgeschritten ist.

Es gibt noch keine Heilung, aber viele Wege in die Zukunft!

Typ -1-Diabetes: Laufende Forschungsarbeiten

Weshalb entwickelt man überhaupt Typ-1-Diabetes? Was sind die Voraussetzungen für die Entwicklung? Aus den Erkenntnissen sollen neue Ansatzpunkte für die Prävention und Behandlung der Krankheit entwickelt werden. Das National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases / National Institute of Health (NIDDK / NIH) und fünf weitere amerikanische Gesundheits- und Forschungseinrichtungen haben 2002 die international ausgerichtete Multicenter-Studie zum Thema Diabetes in der Jugend (TEDDY = The Environmental Determinants of Diabetes in the Young) gestartet.

Dies erfolgte nach dem Muster von BABYDIAB, einer Langzeitbeobachtungsstudie an Säuglingen von Mutter und Vater mit Typ-1-Diabetes, die bereits 1989 begann. Ziel der Studie TEDDY ist es, Einflussfaktoren in der Kindesentwicklung zu erkennen, die zu Typ-1-Diabetes und der zugrunde liegenden Autoimmunerkrankung beitragen. Darüber hinaus erheben die Prüfärzte eine Vielzahl von Informationen über Impfstoffe, Infektionskrankheiten, geographische Differenzen, Essgewohnheiten, psychosoziale und andere Umgebungseinflüsse bei Patienten mit Risikogene für die Krankheit.

Durch die Auswertung der Ergebnisse sollen potenzielle Gründe für Typ-1-Diabetes aufgedeckt und - so das langfristige Ziel - neue, präventive Behandlungsmöglichkeiten gefunden werden, mit denen die Krankheit von Anfang an unterdrückt wird. Zur Früherkennung möglicher Diabetes und zur Beobachtung der Entstehung der Autoimmunerkrankung werden die Probanden regelmässig auf die für die Krankheit typischen Antikörper hinuntergesucht.

Es wird nicht zuletzt dank der TEDDY-Studie immer deutlicher, dass Typ-1-Diabetes vermutlich sehr frühzeitig beginnt - höchstwahrscheinlich im ersten Jahr. Die Verabreichung von Probiotika in den ersten Lebenswochen schützt also gefährdete Kinder vor dem Erkrankungsbeginn.

Immun-Training gegen Diabetes? Seit mehr als 20 Jahren versucht man, den Beginn des Typ-1-Diabetes durch "Immuntraining" zu vermeiden oder aufzuschieben. Im Jahr 2015 konnte ein Team um das DFG-Zentrum für Regenerative Therapien Dresden der Technischen Universität Dresden (CRTD) und das Helmholtz Zentrum München (IDF) in der Pre-POINT-Studie nachweisen, dass die Einnahme von Insulin die gewünschte Wirkung des Abwehrsystems hat.

In einer Folgestudie (PrePointearly) wird nun geprüft, ob die orale Insulintherapie wirklich ein hohes Diabetesrisiko vor der Krankheit schützt. Selbst wenn noch keine endgültigen Resultate verfügbar sind, zählt diese Methode zu den großen Hoffnungen bei der Vorbeugung von Typ-1-Diabetes. Aus diesem Grund hat die Global Platform for the Prevention of Autoimmune Diabetes (GPPAD), ein Konsortium aus mehreren akademischen Forschungsinstituten und Krankenhäusern in Europa, im Jahr 2017 ein noch grösseres Projekt gestartet:

In den nächsten Jahren wollen sie über 300.000 Säuglinge in fünf Staaten auf ein höheres Diabetesrisiko hin überprüfen ("Freder1k-Studie" in Deutschland) und über 1.000 gefährdete Säuglinge präventiv mit Insulin-Pulver versorgen. An Typ-1-Diabetesstudien sind nicht nur junge Menschen, sondern auch Erwachsenen beteiligt. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass sie auch das Voranschreiten des Diabetes aufhalten.

Mäusemodelle sind auch im Zusammenhang mit der Bedeutung der Darmflora bei Typ-1-Diabetes sehr spannend. Studien an Diabetes-Mausmodellen und Wildtyp-Mausstämmen werden nun aufzeigen, ob Wirkungen bakterieller Signalmoleküle (so genannte Autoinducer-Moleküle) auf die Immunfunktion existieren. Wichtig ist es auch, mikrobielle Populationen und ihre Metaboliten zu erkennen und mit den für die Entwicklung von Typ-1-Diabetes relevanten Parameter zu verknüpfen.

Durch einen Eingriff in dieses so genannten Darmmikrobiom soll der Ablauf des Typ-1-Diabetes beeinflusst werden. Es ist vorstellbar, dass das intestinale Immunsystem über Lebensmittelantigene, diätetisches Essen oder die Aufnahme bestimmter immunmodulatorischer Substanzen "positiv eingestellt" werden könnte, so dass die Entwicklung von Typ-1-Diabetes verhindert oder gebremst wird. Verfahren zur Produktion von insulinproduzierenden Beta-Zellen aus Embryonen oder ausgewachsenen Zellen bergen ein großes therapeutisches Potenzialt.

Im Frühjahr 2008 wurde deutlich, dass sich aus menschlichen Embryonenstammzellen abgeleitete Ausgangszellen in der Maus zu Insulin produzierenden Zellen entwickeln und diabetische MÃ? In weiteren Tierversuchen wurde nachgewiesen, dass dieser Behandlungsansatz die Kontrolle des Blutzuckers sowohl bei Typ-1- als auch bei Typ-2-Diabetes verbessert. Die Therapie mit Embryonenstammzellen ist jedoch noch im Versuchsstadium.

Durch die ethischen Fragen zur Nutzung von embryonalen Zellen hat die Erforschung adulter Zellen in den letzten Jahren an Wichtigkeit zugenommen. Im Jahr 2007 zeigten Genforscher am Health Sciences Center der Universität in New Orleans beispielsweise, dass die Verpflanzung von menschlichen Knochenmark-Vorläuferzellen den Blutzuckerspiegel bei Diabetikern anhebt.

Wie das umgebende Zellgewebe die Zellen so beeinflußt, daß sich daraus insulinproduzierende Beta-Zellen bilden, ist jedoch noch nicht endgültig aufgeklärt. Ob die adulten Zellen in der Lage sind, zu funktionsfähigen Beta-Zellen zu reifen, lässt sich noch nicht schlüssig beantworten. Auch die induzierten pluripotenten Zellen (iPS) sind eine viel versprechende Variante zu den Embryonen.

Mehr über die Stammzellenforschung bei Diabetes erfahren Sie unter Regenerationsmedizin. Das bayerische Früherkennungsprogramm "Früherkennung von Typ-1-Diabetes - frühzeitige gute Behandlung" wurde von Diabetologen unter der Leitung von Prof. Dr. Anette-G durchgeführt. Die Fr1da-Studie bietet allen Kinder im Alter von zwei bis fünf Jahren eine kostenfreie Prüfung auf diabetestypische Abwehrstoffe an.

Der zweite Effekt: Die Früherkennung gibt den Schülern und ihren Familien Zeit, sich auf den Krankheitsverlauf einzustellen. Diabetes wird oft erst bei einer lebensbedrohenden Stoffwechselstörung festgestellt. Das Wissen, dass das Risiko für Diabetes steigt, kann auch eine Belastung für die betreffenden Schüler und ihre Familien sein.

Deshalb sind sich die Fr1da-Teilnehmer, darunter auch PädNetz Bayern und die Society for Newborn Screenings, einig: Ein solches Angebot macht nur Sinn, wenn sie kompetent beraten werden und genügend Behandlungseinrichtungen zur Verfügung stehen. So gibt es für die Fr1da-Studie beispielsweise mehrere Fachkliniken und Arztpraxen, die sich auf die Diagnose und Therapie von Diabetikern spezialisieren.

Untersucht werden sollen 100.000 bayerische Jugendliche im Alter von zwei bis fünf Jahren. Stellt sich heraus, dass ein solches Prüfungsprogramm für die betreffenden Schülerinnen und Schüler von großem Vorteil ist und die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler nicht oder nur geringfügig beeinträchtigt wird, könnte ein landesweites Auswahlverfahren nachvollzogen werden. Bisher gab es auf der ganzen Welt keine solchen groß angelegten Tests zur Früherkennung von Diabetes.

Als richtungsweisend wird die bayrische Modellstudie angesehen, weshalb in den USA auch die Stiftung für jugendliche Diabetesforschung (JDRF) eine Millionen Euro spendet. Brün, J. E. et al.: Behandlung von diätetisch bedingtem Diabetes und Adipositas mit menschlichen embryonalen Stammzellen aus Pankreasvorläuferzellen und Antidiabetika.

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