Guter Hba1c Wert für Diabetiker

Hba1c-Wert bei Diabetikern gut

Und was ist ein guter HbA1c? Mit dem HbA1c-Wert ist das Sterberisiko erwartungsgemäß gestiegen. Gut eingestellt, Grenzwerteinstellung, Einstellung zu hoch.

Diabetes des Typs 1: erhöhtes Mortalitätsrisiko auch bei gutem HbA1c-Wert

Eine Auswertung des Diabetesregisters im New England Journal of Medicine (2014; 371: 1972-1982) hat nun jedoch gezeigt, dass das Mortalitätsrisiko bereits bei niedrigem HbA1c-Wert erhöht ist. Gute Blutzuckereinstellung reduziert das Komplikationsrisiko von mikrovaskulären und Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Typ-1-Diabetes. In den meisten Richtlinien wird ein HbA1c-Wert von weniger als 7,0 Prozentpunkten empfohlen, der jedoch langfristig nicht einmal jeden zehnten Patienten erreichen wird.

Hingegen hatte im Diabetesregister von Schweden jeder Typ-1-Diabetiker HbA1c Werte von 8,8 oder mehr. Weil das Einträge im Verzeichnis leicht mit dem Todes- und Spitalregister des Staates verglichen werden kann, konnten Marcus Lind von der Universität Göteborg und Kollegen den Einfluss ihres Einflusses auf die Mortalität untersuchen. Mit 8,0 Prozentpunkten war die Sterblichkeitsrate mehr als drei Mal so hoch wie in der Vergleichsgruppe, in der 2,9 Prozentpunkte verstorben waren.

Erwartungsgemäß erhöhte sich das Mortalitätsrisiko mit dem HbA1c-Wert. Bei Diabetikern mit einem HbA1c-Wert von über hatten 9,7 % ein 8,51-fach erhöhtes Mortalitätsrisiko. Mit HbA1c von 8,8 bis 9,6 Prozentpunkten war das Wagnis 3,65-mal höher, mit HbA1c von 7,9 bis 8,7 Prozentpunkten lag die Hazard Ratio bei 3,11 und für ein HbA1c von 7,0 bis 7,8 noch bei 2,38. Es war jedoch erstaunlich, dass Patientinnen mit dem â??idealenâ?? HbA1c von 6,9 Prozentpunkten oder weniger auch ein 2,36-mal höheres Sterblichkeitsrisiko hatten.

Weshalb das Mortalitätsrisiko gegenüber der Normalbevölkerung bereits bei geringen HbA1c Werten erhöht wurde, kann die Untersuchung nicht klären. â??Neben einem erhöhten Todesfälle?? â??Neben einem erhöhten Risikopotential könnte aber auch therapeutisch bedingte Todesfälle eine Rolle gespielt haben.

Blutzuckereinstellung bei Typ-1-Diabetes: Neue Empfehlung aus England

Dementsprechend wird in der englischen Verordnung empfohlen, 6,5 Prozentpunkte (48 mmol/ml) für Langzeitblutzucker HbA1c nicht zu übersteigen. Damit wurde die Vorjahresempfehlung der englischen Gesundheitsbehörden, die ein HbA1c-Ziel von weniger als 7,5 Prozentpunkten propagierten, erneut unterschritten. Es zeigt sich, dass das durch Gefäßschäden verursachte Sekundärkrankheitsrisiko durch eine verstärkte Blutzuckereinstellung deutlich reduziert werden kann.

Beispielsweise zeigte eine Untersuchung, dass eine 10-prozentige Reduzierung von HbA1c das kardiovaskuläre Erkrankungsrisiko um 20 Prozentpunkte senken kann. Zur Erreichung des ehrgeizigen HbA1c-Ziels ist eine intensive Insulin-Therapie so früh wie möglich nach der Diagnose erforderlich. Zur Unterstützung der Beteiligten werden strukturelle Lernangebote empfohlen, die einem bestimmten Qualitätsstandard unterworfen sind, regelmässig auf ihre Wirksamkeit geprüft und den Bedürfnissen des Einzelnen bestmöglich angepaßt werden.

Diese Ausbildungsprogramme werden in Deutschland von der Diabetesgesellschaft bescheinigt. In der Richtlinie der Diabetesgesellschaft zur Behandlung von Typ 1 Diabetikern wird hervorgehoben, dass es schwer ist, einen allgemein gültigen Zielwert für HbA1c vorzugeben. Es ist sicherlich eine gute Idee, das Sekundärkrankheitsrisiko so gering wie möglich zu gestalten. Dies sollte jedoch das Sicherheitsrisiko einer schweren Hypoglykämie und der damit einhergehenden stationären Aufnahme nicht unnötigerweise erhöhen.

Dabei ist auch die jeweilige Patientensituation zu berücksichtigen, da nicht jeder die gleiche Möglichkeit hat, eine Behandlung langfristig konsistent auszuführen.

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