Freestyle Testgerät

Freistil-Tester

Datenübermittlung in die USA: Data Protector mahnt vor neuen Diabetes-Monitor an Der Blutzuckertester überträgt die Blutzuckerwerte. "Alles kann mit den Angaben dort passieren." Freistil Libre: Für Ärzte ist das Instrument mit dem Blumennamen ein wichtiger Schritt in der Zuckerkrankheit. Der neue Zuckerzähler des Amerikaners Abt Abt. Weichert hingegen gilt als gefährdet - für die Sicherheit der deutschen Patientinnen und Patienten: "Sensible Information wird mit ihrem Einsatz in die USA transferiert.

Dabei hat der Betroffene keine Einflussnahme auf das, was dort passiert", sagt der Chef des Independent National Centre for Data Protection. von Thilo Weichert, Chef des Independent Centre for Data Protection. Der Freestyle Libre, der seit Nov. 2014 auf dem deutschen Blutmarkt erhältlich ist, mißt über einen Messkopf am oberen Arm dauerhaft die Konzentration des Zuckers im Körper.

Möchte der Betroffene jedoch über einen größeren Zeitrahmen hinweg Informationen aufbewahren, z.B. um ein medizinisches Tagebuch zu erstellen, muss er die entsprechende Anwendung über das Netz herunterladen. Durch Anklicken des Buttons "Akzeptieren" erklärt er sich damit einverstanden, dass seine persönlichen Informationen auf einen in den USA gelegenen Rechner übermittelt werden. Es ist für ihn inakzeptabel, dass der Einsatz des Gerätes den Patienten zwingt, gesundheitliche Informationen an die USA weiterzuleiten.

"Alles " könnte über den Atlantik mit den Angaben geschehen, mahnt er. Auf Wunsch stellt Ihnen Abott anonymisierte Gesundheitsinformationen zur Verfügung. Weichert hält jedoch nichts von einer tatsächlichen Anonymität, bei der es nicht mehr möglich ist, eine bestimmte Personenzuordnung vorzunehmen. "Die Auslieferung erfolgt ohne jegliche Programmierung, sie ist nicht mit der Firma Abt verbunden", unterstreicht Dorothea Wiehe von der DAK.

"Thilo Weichert will jetzt mit dem Hersteller sprechen. Die Zielsetzung: eine spezielle Regelung auf der Grundlage deutscher Datenschutz-Richtlinien zu treffen - und zu verhindern, dass vertrauliche Information an Dritte, "wie die NSA", weitergeleitet wird. "Derzeit bemühen wir uns, unseren Kundinnen und Kunden das Verständnis dafür zu erleichtern, wann welche Information erhoben wird", so Abott.

In der Zwischenzeit empfiehlt das Unternehmen Benutzern, die keine Information über ihre Ernährung oder Insulindosen austauschen wollen, "den Rechner vom Netz zu nehmen, während der FreeStyle Libre Leser an den Rechner angeschlossen ist". Dadurch wird sichergestellt, dass keine Angaben übermittelt werden.

Mehr zum Thema