Freestyle Blutzuckermessgerät ohne Stechen

Blutzuckermessgerät Freestyle ohne Stechen

Das ersetzt jedoch nicht die herkömmliche kontinuierliche Blutzuckermessung. Permanente Blutzuckermessung: Roche hat sich die Rechte am Eversense-System vom US-Medizintechnikhersteller Senseonics gesichert. CGM Systeme in der Schweiz Die Messsonde, die den Glucosegehalt im Interstitialgewebe mißt, ist an einem etwa zwei Franken großen flächigen Kunststoffteil fixiert, dem sogenannten Transmitter, der selbsthaftend auf der Außenhaut liegt. Mit dem zweiten Mess- oder Speichermedium (oder "Empfänger"), das bei entsprechender Anforderung auch als "normales" Blutzuckermessgerät eingesetzt werden kann, kann der von der kleinen Messsonde gemessene Gewebezucker mit einem Tastendruck und dem Messkopf "Scan" abgelesen werden.

Ein einziger Sensor arbeitet zwei wochenlang. Eine Eichung ist nicht erforderlich. "Das macht eine "blutige" Messerstecherei überflüssig. Dabei kann das Messgerät noch mehr: Es stellt den Blutzuckerspiegel der vergangenen acht Arbeitsstunden dar und gibt Trends mit den dazugehörigen Pfeiltasten an. FreeStyle Libre mißt im Prinzip wie andere Glukosemessgeräte, sogenannte "elektrochemische", ist aber dank der so genannten Wired Enzyme-Technologie nachweisbar stabiler.

Diagnosen werden verwendet, wenn man wissen will, wie sich der Blutzuckerspiegel in Spezialsituationen verhält, z.B. in der Nacht, bei sportlichen Aktivitäten, nach dem Essen, etc. Der Patient nutzt das Gerät bei einem Therapie-CGM lange Zeit mit dem Bestreben, gemeinsam mit seinem behandelnden Arzt eine generelle Besserung der Diabeteskontrolle zu erwirken.

Das erste CGM-System stammt von Medtronic und wird vor allem ( "aber nicht nur") mit der von Medtronic entwickelten Pumpe für Insulin verwendet. Beispielsweise kann die Insulinversorgung bei Unterschreitung eines Schwellenwertes für den Blutzuckerspiegel automatisiert werden. Wenige Jahre später kam in der Schweiz das US-System Dexcom hinzu, das ohne Insulinpumpen auskommt und von uns vermarktet wird.

CGM-Systeme haben uns viel beigebracht, um die Blutzuckerkontrolle zu optimieren und Hypoglykämie zu reduzieren oder gar zu vermeid..... Unter bestimmten Voraussetzungen übernehmen die Kassen die anfallenden Gebühren für die kontinuierliche Blutzuckermessung: bei Patientinnen und Patienten mit oder ohne Isulinpumpe mit Hypoglykämie über 8 Prozent, bei schwerer Hypoglykämie (mit externer Hilfe) und bei Blutzuckerschwankungen ("spröder Diabetes"), wenn bereits Notfallberatungen oder Krankenhausaufenthalte notwendig waren.

Die CGM-Messsysteme verfügen ebenfalls über einen Fühler, eine sehr feine Mess-Sonde, die in das Unterhautgewebe eingelassen wird. Die dort gemessenen Signale werden dann an einen Sender ("Sender") übertragen, der unmittelbar mit dem Fühler gekoppelt und auf die Außenhaut aufgesetzt wird. Dies kann die am oder in der NÃ??he des Körpers getragene Pumpe (Medtronic) oder ein Bildschirmanschluss (Dexcom) sein.

Mit dem Dexcom Sensor kann das Bild auch an einen Rechner, z.B. ein Mobiltelefon, weitergeleitet werden. Weil die Messsonden der Marken Medical und Seven+ und Pharma einen elektrischen Impuls aussenden, der in Funktion des Glukosegehaltes im subkutanen Fettgewebe zwischen den einzelnen Körperzellen erzeugt wird, müssen die Impulse in Zuckerteile " umgerechnet " werden.

Deshalb müssen die Fühler regelmäßig geeicht werden, d.h. ein "normaler" Kapillarblutzucker muss in der Regel zwei Mal täglich vermessen werden. Mit dem FreeStyle Navigator II von Abott gibt es in den USA ein drittes Modell von CGM. Im Grunde genommen arbeitet dieses System genauso. Der FreeStyle Libre? Prinzipiell sollte erwähnt werden, dass der FreeStyle Libre nur in begrenztem Umfang ein CGM-System ist.

Das FreeStyle Libre wird daher von der Gesellschaft als " Flash Glucose Measurement System " und nicht als CGM kommerzialisiert. - Bei FreeStyle Libre ist keine Kalibration notwendig; bei allen anderen Messgeräten ca. alle 12h. Bei allen Messgeräten beträgt sie zwischen 11% und 13%. Nach den aktuellen ISO-Normen (gültig seit Juli 2013) wird für Kapillarblutzuckermessgeräte eine Toleranz von +/- 15?% gegenüber dem Labor-Referenzwert zugelassen, was einem MARD von 5 -15?% entspricht.

Blutzucker-Messgeräte haben daher in jedem Falle strengere Qualitätsanforderungen. Zu Beginn der Messungen sind alle Fühler verhältnismäßig fehlerhaft, wenn sie neu "eingestellt" sind. Es ist aber auch zu beachten, dass die Messgenauigkeit der Sensorik vom Meßbereich (niedrige oder höhere Blutzuckerwerte), der Frequenz der Kalibration (falls erforderlich) und eventuell auch von einzelnen Parametern abhÃ?ngt.

  • Bei der kontinuierlichen Messung der Glukose in den Zellzwischenräumen werden die Ergebnisse im Vergleich zur Direktmessung des Blutzuckers etwas verspätet angezeigt (5?-? Minuten). - Hypoalarm: Der Freestyle Libre ist das einzige Gerät, das keinen Wecker hat, um Sie auf (drohende) Hypoglykämie zu warnen. - Lediglich die Firma MEDTRONIC (MiniMed 640 G) stellt ein unmittelbar an die Inspektionspumpe angekoppeltes Modell des CGM-Systems zur Verfügung.

In der Schweiz ist die Erfahrung mit dem FreeStyle Libre Flash Glukosemesssystem natürlich noch begrenzt. Zum einen sind sie auf wenige "Testpersonen" beschränkt, zum anderen auf einige wenige Diabetes-Patienten, die sich ein eigenes Messinstrument und eigene Sensorik im nahegelegenen Ausland zulegen. Es ist sehr zu schätzen, dass man unbegrenzt viele Male Blutzucker messen kann, ohne sich in die Fingerspitzen stechen zu müssen.

Im Vergleich zum "Goldstandard" der Blutzucker-Messung ist die Meßgenauigkeit hoch. Besonders hilfreich ist es für den Benutzer, Glukose in nahezu jeder Lage messen zu können - bei Bedarf auch durch Kleidung: Der auf dem oberen Arm angebrachte Fühler wurde bisher kaum als Fremdstoff wahrgenommen. Ein konsequenter Gebrauch dieser Technik ist zu erwarten, um Hypoglykämie zu reduzieren, Blutzucker-Schwankungen zu reduzieren und langfristig die Zahl der Patienten mit Hypoglykämie (HbA1c) zu mindern.

Der Freestyle Libre hat eine spezielle Position, da er sehr leicht zu bedienen ist, der Fühler nur alle zwei Wochen ausgetauscht werden muss und aufgrund der Nicht-Kalibrierung des Geräts keine Blutzuckermessung mehr notwendig ist. Eine Vielzahl von Krankenversicherungen übernimmt die anfallenden Ausgaben selbst. Das FreeStyle Libre Sytem ist allerdings deutlich günstiger als Medtronic- und Dexcomgeräte!

Daher muss derzeit ein großer Teil der Beteiligten das ganze Jahr über selbst für das Netz aufkommen. Das sind CHF 185. 25 für ein Starterpaket (Leser und 2 Sensoren) und CHF 65-30 für einen Fühler, was jährlichen Fühlerkosten von CHF 1. In der EU entsprechen die Preise exakt den Preisen: Ein Fühler kostet 59,90 ?, ein Starterpaket 169,90 ?. Nur das Starterpaket kann von Spezialisten (Diabetologen / Endokrinologen) bezogen werden.

Allerdings können die Sonden weder vom behandelnden Arzt noch von örtlichen Diabetesverbänden erworben werden. Diese müssen beim Unternehmen angefordert werden. Eine diagnostische Anwendung des FreeStyle Libre - und damit ein simultanes "Kennenlernen" von Menschen mit Diabetes - bietet Abott nicht an. Natürlich können fachlich erfahrene Menschen den FreeStyle Libre auch ohne externe Unterstützung "in Schwung bringen".

Allerdings wollen wir davor warnen, die Ergebnisse ohne Rücksprache mit einem Diabetes-Spezialisten zu deuten. Hoffentlich erstatten die Kassen in naher Zukunft mindestens die Einsparungen, die durch den Umbau des Meßsystems "anteilig" zu den Anschaffungskosten der FreeStyle Libre-Sensoren erzielt wurden. Mit einer Messrate von 5 bis 6 mal pro Tag sind beide Anlagen in etwa gleich teuer.

Doch - jedenfalls für den Moment - für viele Nutzer auf eigene Rechnung!

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