Erhöhter Nüchternblutzucker

Gesteigerter Nüchternblutzucker

Erhöhter Blutzucker schädigt langfristig die Blutgefäße. Erhöhte Nüchternblutzuckerwerte - was nun? Zuckerkrankheit ist eine Stoffwechselerkrankung, deren häufige Ursache ein erhöhter Blutzuckerspiegel ist. Eine starke Zunahme des Auftretens von Typ-2-Fällen des Typs Zuckerkrankheit ist auf der ganzen Welt zu beobachten. Bei chronischer Erhöhung des Blutzuckers können visuelle Störungen, Infektionsanfälligkeit und sogar langfristige Schäden an Auge, Niere, Nervensystem, Herzen und Gefäßen auftauchen.

Zur Diagnosestellung werden mehrere erhöhte Blutzuckerwerte an wenigstens zwei Tagen gemessen.

Es wird empfohlen, ab dem Alter von ca. 35 Jahren den Nüchternblutzucker durch Blutentnahme alle 3 Jahre bestimmen zu lassen. 2. Eine anfängliche Erhöhung des Blutzuckerspiegels ist, je nach Niveau, meist ein guter Grund, über Lifestyle-Gewohnheiten zu nachdenken. Bewegungsmangel, Fettleibigkeit und ein vergrösserter Bauchraum vergrößern das Blutgefäss- und Zuckerkrankheitsrisiko. Lifestyle-Änderungen durch gesunde Kost, Gewichtsverlust, Nichtraucher und regelmäßige körperliche Betätigung können den Ausbruch von Typ-2-Diabetes mellitus vorbeugen oder hinauszögern und die Gefahr von Herz-Kreislauf-Erkrankungen mindern.

Erhöhte Nüchternblutzuckerwerte - oder nicht?

Die Entwicklung des Typ-2-Diabetes verläuft nicht von einem Tag auf den anderen. Den meisten Menschen sind ihre Risiken nur allzu bekannt und ein leichter Anstieg des Nüchternblutzuckers tritt in der Regel Jahre vor der Diagnose auf. Dabei ist vielen Betroffenen nicht bekannt, ob sie bereits an Zuckerkrankheit erkrankt sind.

Bei vielen Patienten ist die Unsicherheit wahrscheinlich auf den Blutzuckerspiegel zwischen 110 und 125 mg/dl bei der Blutentnahme im Leerzustand zurückzuführen. Diese Blutzuckerspanne übersteigt bereits den üblichen Blutzuckerspiegel, bleibt aber unter der Diagnosegrenze für Zucker. Hier wird von einem gesteigerten Nüchternblutzucker oder einer Störung der Blutzuckertoleranz gesprochen.

Diese Erkrankung wird auch als Vordiabetes, d.h. das Krankheitsstadium vor dem tatsächlichen Beginn des Blutzuckerspiegels, bezeichne. In einer von Gregory Nichols geleiteten Untersuchung wurden über 5000 Patientinnen und Patienten mit diesem Vorläufer des Blutzuckerspiegels befragt und die Dauer bis zur Entstehung des Blutzuckerspiegels erforscht. Dabei unterteilte er die Patientinnen in zwei Gruppen.

Der erste Teil mit Nüchternblutzucker von 99-110 mg/dl, der zweite Teil mit Nüchternblutzucker von 110-125 mg/dl. Bei den mit einem erhöhten Nüchternblutzucker zwischen 99 - 110 mg/dl betrachteten Patientinnen und Patienten kam es zu einer Diabeteserkrankung von etwa acht Prozentpunkten. Bei den Patientinnen mit Nüchternblutzucker zwischen 110 - 125 mg/dl entwickelt auch jeder vierte Diabetes.

Die Zeitspanne von dieser Phase bis zur Diagnostik des Zuckerkrankheit in der Arbeitsgruppe mit 99-110 mg/dl lag im Schnitt bei 41 Monaten. Bei einer Nüchterngruppe von 110-125 mg/dl auch nur 29 Monat. Sie haben per definitionem noch keinen Zucker, aber Sie haben einen höheren Nüchternblutzucker. Die Gefahr, in den kommenden Jahren an Zuckerkrankheit zu leiden, ist erheblich gestiegen.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass bis zu 30 Prozentpunkte der Prädiabetiker einen normal hohen Nüchternblutzucker haben. Dein Nüchternblutzucker liegt bei über 125 mg/dl. Sie haben bereits Zuckerkrankheit. Untersuchungen haben ergeben, dass regelmäßige Ausdauersportarten, wie etwa 40 bis 60 Min. Jogging oder Fahrradfahren an fünf Tagen in der Woche, den Blutzuckerspiegel wieder senken können und selbst beginnende Zuckerkranke wieder zu einem normalem Blutzuckerspiegel zurückkehren können.

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