Diagnose Diabetes 2

Diabetes 2-Diagnose

3.1.1.1 Algorithmus zur Diagnose von Typ-2-Diabetes . Im Juli 1997 wurden von der American Diabetes Association (ADA) neue Kriterien für den Nachweis von Diabetes mellitus entwickelt.

Die Symptome der VolkskrankheitWie erkennt man frühe Anzeichen von Diabetes? Jährlich erkranken rund 500.000 Menschen an Diabetes mellitus Typ 2, früher auch "Altersdiabetes" genannt.

Der HbA1c zur Diagnose von Diabetes Mellitus 210

Diagnosen von Diabetes werden leichter. War bisher die Blutzuckerbestimmung am Morgen mit leerem Bauch und eventuell ein Stresstest mit Wasser notwendig, sollte zunächst der HbA1c-Wert des Blutzuckerspiegels ermittelt werden. Übersteigt diese 6,5%, wird die Diagnose "Diabetes mellitus" als sicher angesehen. Schon 2009 wurde von einer internationalen Gruppe von Diabetes-Experten vorgeschlagen, HbA1c als Diagnosekriterium anstelle von Blutzuckermessungen zu nutzen.

Darüber hinaus bietet der HbA1c-Wert auch einen verbesserten Einblick in den aktuellen Stoffwechselverlauf und ermöglicht zumindest die gleiche gute Vorhersage über das Eintreten von Spätfolgen von Diabetes, zum Beispiel im Augenbereich (so genannte "Retinopathie"), wie die unmittelbare Bestimmung des Blutzuckers. In den USA und einigen europäischen Diabetes-Gesellschaften, darunter die Swiss Society for Endocrinology and Diabetology, wurde dieser Antrag für die Diagnose von Diabetes mellitus in den Leitfaden des Verbandes übernommen.

Auch die WHO arbeitet an einer neuen Diagnoseempfehlung für Diabetes, die noch nicht veröffentlicht wurde, aber ganz bestimmt HbA1c als diagnostisches Kriterium beinhalten wird. Hinweis: Was ist der HbA1c-Wert? HbA1c gibt den Prozentsatz des Hämoglobins des verzuckerten Blutfarbstoffs am Gesamthämoglobin an und wird in der Regel als Prozentsatz wiedergegeben.

Das Niveau dieses HbA1c Prozentsatzes ist abhängig vom durchschnittlichen Blutzuckergehalt der letzten 8 -12 Schwangerschaftswochen. Der Wert von HbA1c ist je größer der mittlere Wert des Blutzuckers in diesem Zeitraum. HbA1c-Wert ist, da er einen durchschnittlichen Wert des Blutzuckers darstellt, von dem zu diesem Zeitpunkt nicht abhängig und daher auch nicht von der Tageszeit.

Wir alle kennen den Wert von HbA1c schon lange: Seit rund 30 Jahren wird er zur Blutzuckermessung bei Diabetes eingesetzt. HbA1c-Wert bei 7 Prozent wird als gut angesehen und weist darauf hin, dass der durchschnittliche Blutzuckerwert in den letzten 2 Jahren unter 8,5 mmol/l liegt. Jedoch kann der HbA1c-Wert auch aus nicht diabetesbedingten Ursachen zu hoch sein.

Die aktuellen Diabetikerempfehlungen werden auf der Grundlage der neuen Empfehlung als sicher angesehen, wenn der HbA1c-Wert 6,5?% und mehr beträgt. Dagegen ist Diabetes ausgenommen, wenn der HbA1c-Wert unter 5,7 % ist. Die konventionelle Blutzucker-Messung durch den behandelnden Arzt kann aber auch weiterhin zum Aufspüren von Diabetes verwendet werden.

Das gilt vor allem dann, wenn der HbA1c-Wert aus den anderen bereits genannten Ursachen zu hoch sein könnte. Als Grenzwert gilt ein Blutzuckerfastenwert von 7,0 mmol/l oder 11,1 mmol/l oder mehr im Rahmen des Zuckerbelastungstests oder bei Zuckerkrankheit. Das Ergebnis der HbA1c- oder Blutzucker-Messung muss nach einigen wenigen Tagen zur Überprüfung überprüft werden, bevor die endgültige Diagnose Diabetes erstellt wird, wenn die Diagnose nicht klar ist.

Die so genannten "Prädiabetes "HbA1c-Werte zwischen 5,7% und 6,4% sind zu niedrig, um Diabetes zu diagnostizieren und zu niedrig, um ihn auszuschließen. Spricht der Blutzuckerspiegel nicht zusätzlich fastend oder im Zuckerstreßtest eindeutig für oder gegen die Diagnose Diabetes mellitus, spricht man in diesen FÃ?llen von einem Vordiabetes.

Personen mit Prä-Diabetes haben ein hohes Entwicklungsrisiko für Diabetes Mellitus und müssen dazu ermutigt werden, Ernährungstipps und zu viel und regelmäßige körperliche Bewegung umzusetzen. An wen richtet sich die Untersuchung auf Diabetes oder Vordiabetes? Zusätzlich zu den Menschen, die typischerweise an Diabetes leiden (z.B. hoher Blutdurst und große Urinmengen, unklare Gewichtsabnahme), sollten auch Menschen, die ein höheres Zuckerkrankheitsrisiko haben, regelmäßig untersucht werden.

Adipositas, Diabetes in der Familie, Bluthochdruck und mangelnde Bewegung sind die charakteristischen Gefahren. Einen entsprechenden Fragenkatalog, der zur Beurteilung des eigenen Diabetes-Risikos sehr gut geeignet ist, erhalten Sie bei der Schweizer Diabetes-Gesellschaft unter "www.diabetesgesellschaft".

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