Diabetologe werden

Werden Sie Diabetologe

Umgekehrt ist dies sogar auf die Diabetiker zurückzuführen. Die Diabetologin ist die Spezialistin für Menschen mit Diabetes. Sind es zu wenige Diagnostiker und Arztpraxen? Es gibt immer mehr Diabetes-Diagnosen, die Anzahl der diabetologisch ausgerichteten Arztpraxen nimmt ab. Dr.

Scheper, alles in allem wird die zukünftige Entwicklung der Diagnostik oft trüb dargestellt. Muss man als Diabetiker befürchten, in absehbarer Zeit keinen Diagnostiker zu haben? Ja, das könnte in nicht allzu ferner Zeit geschehen. Auch in den kommenden Jahren werden viele diabetologisch ausgerichtete Arztpraxen aus Altersgruenden geschlossen werden muessen - und es sind nicht genügend Nachkommen in Aussicht.

Wie kann sichergestellt werden, dass Menschen mit Stoffwechselerkrankungen auch in der Folgezeit gut aufwachsen? Deshalb habe ich mich mit einigen Mitarbeitern aus dem Umland von windDiab, dem Wissenschaftsinstitut der etablierten deutschen Diabetesforscher, getroffen und einmal aufgeführt, welche Massnahmen notwendig sind, um die Richtung für die Diabetes richtig zu setzen.

Inzwischen konnten wir die großen Diabetesorganisationen wie die Patientenvereinigungen, die Diabetesgesellschaft und den Bund der etablierten Diagnostiker für die Implementierung gewinnen. Du hast den bevorstehenden Fehlbestand an Diabetesforschern erwähnt. Die jungen Ärzte müssen zunächst auf das Thema hingewiesen werden. Ungeachtet der steigenden Patientenzahl wird an der Universität nur wenig diabetologische Lehre betrieben.

Von Zuckerkrankheit wird von den zukünftigen Ärzten kaum gesprochen - es ist daher eher ungewöhnlich, dass sie dieses Thema als ihr berufliches Ziel anstreben. Warum wird Ihrer Ansicht nach in der Pädagogik so wenig Gewicht auf die Diagnostik gelegt? Jedes Mal, wenn Sie sich für eine bestimmte Zeit entscheiden. Bis vor wenigen Dekaden war Zuckerkrankheit eine Krankheit, die in der Praxis therapiert wurde.

Dort wurden Menschen mit Zuckerkrankheit unter nicht alltäglichen Arbeitsbedingungen "eingestellt". Über die Jahre hat sich herausgestellt, dass die Therapie in der Diabetologie viel besser für den täglichen Gebrauch geeignet ist. Der niedergelassene Diabetologe weiß die alltäglichen Gegebenheiten und Wünsche seiner Patientinnen und Patientinnen besser und kann seine Therapie darauf abstimmen. Die Diabeteskliniken wurden so ihrer Kundschaft beraubt und viele geschlossen.

Hier werden die Beete lackiert. Sie haben sich etabliert und die diabetologische Praxis an den Hochschulen ausgedörrt. Der Bedarf an mehr Stühlen und Ausbildungsplätzen für die Diagnostik sollte dazu beitragen, dieses Manko zu beheben. Eine Möglichkeit wäre die Einführung des Diabetologen. Bislang war die Diagnostik nur ein Zusatzbegriff in der Internistischen oder Allgemeinen Schulmedizin, vergleichbar mit der Schulmedizin.

Der Aufbau eines echten Spezialisten für Diagnostik würde die Anziehungskraft dieses Themas erheblich erhöhen. Dazu wäre es aber auch notwendig, nicht nur in den Hochschulen, sondern auch in den Praktiken Lehrstellen zu haben. Denn ein Diabetologe verheilt nicht, sondern mildert nur die Konsequenzen von Depressionen. Nicht anders ist es in der Diagnostik.

Es ist für mich zum Beispiel ein gutes Gespür, einen Kranken mit einem diabetischen Fußgeschwür zusammen mit dem Neurologe, einer gesunden Wundversorgung und dem Orthopädenschuhmacher wieder zum Gehen zubekommen. Was werden Ihrer Ansicht nach die neuen technologischen Einsatzmöglichkeiten für Menschen mit Zuckerkrankheit in Zukunft bedeuten? Vor allem angesichts des Mangels an Diabetologen kommt man an der Digitaltechnik nicht vorbei.

Auch heute noch machen am Computer ablesbare Messgeräte für den Blutzuckerspiegel den Diabetologen das Leben leichter. Um Diabetiker so ganzheitlich wie möglich versorgen zu können, ist ein weitreichendes Netz Teil einer Diabetologiepraxis.

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