Diabetes Urin

Zuckerkrankheit Urin

Urinzucker erst ab einem gewissen Blutzuckerspiegel feststellbar Diese Werte lassen bei Diabetikern Aussagen über die Stoffwechselsituation zu. Gesteuert wird die Vermessung mit den für den Anwender sehr leicht handhabbaren Proben. Lange Zeit war diese Technik die einzig mögliche Art, den Blutzucker zu schätzen. In der Diabetes-Therapie kommt ihr heute nur noch eine nachgeordnete Bedeutung zu, da die Blutzuckermessung eine genauere Messmethode darstellt.

Urinzuckermessung gibt nicht die momentane Blutkonzentration an, sondern nur einen Durchschnittwert. Nur bei erhöhtem Blutzuckerspiegel ist im Urin zu erkennen - bei ausgewachsenen Tieren ab einer Dosierung von etwa 180 mg/dl (10 mmol/l). Nur auf dieser Ebene beginnt die Niere, den Blutzucker aus dem Urin zu filtrieren und über den Urin zu scheiden.

Im Alter ist diese Schwelle oft etwas größer (etwa 200 mg/dl oder 11,1 mmol/l). Ein erhöhter Zuckergehalt im Urin kann einen ersten Anhaltspunkt für Diabetes sein. Aber auch bei anderen Krankheiten oder während der Trächtigkeit kann die Dosierung zunimmt.

sekundäre Erkrankungen: Zuckerkrankheit und Nierenerkrankungen

20-40% aller Diabetespatienten leiden im Verlauf ihrer Krankheit an Nierenschäden (Nephropathie). Nach Schätzungen der Deutschen Diabetesgesellschaft entstehen bei etwa 20 bis 40 Prozent aller Diabetespatienten Nierenschäden - die so genannte Nierenerkrankung. Damit sind die Nervenzellen nicht mehr in der Position, ihre Aufgabe, die Blutentgiftung und die Regulation des Wasserhaushaltes, auszufüllen.

Und wie funktionieren die Nerven? In der Niere befinden sich kleine Filterelemente, die so genannten Nierenzellen, die aus einem Haufen sehr feinster Gefäße zusammengesetzt sind, durch die das ganze Gewebe durchströmt wird. Kleine molekulare Substanzen wie z. B. Salz, Urea oder Schmutzstoffe werden aus dem Körper gefiltert, indem sie - mittels des Blutdrucks - durch die Kapillarwände und ihre äusserste Schale, die netzartige Kellermembran, gedrückt und mit dem Urin abgesondert werden.

Wie sieht es in den Diabetikernieren aus? Der Nierenschaden entsteht aufgrund von veränderten Körperstrukturen in den Nierenkörpern. Dadurch vergrößert sich die Maschenweite, die Basalmembrane schwillt an und die Kapillarwand wird zähflüssig. Dr. Christoph Beck vom Nürnberger Krankenhaus wird auf dem dritten Tag des Diabetes-Informationsdienstes am Helmholtz-Zentrum München klinische Bilder vorstellen, die als Spätfolgen des Diabetes mellitus auftreten können.

Es können viele Organe in Mitleidenschaft gezogen werden - Auge, Niere, Hirn, Herzen, Blutgefäße in den Beinen und Nervensystem. Was sind die Ursachen für Nierenschäden bei Diabetes? Eine unzureichende Blutzuckerkontrolle erscheint als wichtigster Faktor für Nierenschäden bei Diabetes. Langzeitstudien belegen, dass eine zunächst verstärkte Diabetes-Therapie bei Typ 1 Diabetes mit 6,5 bis 7,5 Prozentpunkten das Nierenfunktionsrisiko erheblich reduziert.

Dialysepatienten mit guter Stoffwechselkontrolle haben auch im letzten Stadium der Dialysefunktion eine verbesserte Aussichten. Zusätzlich zur metabolischen Kontrolle kann eine wirksame Senkung des Blutdrucks das Fortschreiten der Diabetesnephropathie signifikant dämpfen. Mit der Zeit wird der hohe Blutdruck, der nur durch Nierenschäden entstehen kann, als Einflussgröße (Progressionsfaktor) noch bedeutsamer als ein erhöhter Blutzuckerspiegel.

In der Diabetologie herrscht nun Konsens darüber, dass für Menschen mit Diabetes ohne Nierenschäden, die noch keine blutdrucksenkenden Medikamente erhalten haben, und für Diabetiker mit Nierenschäden (Protein im Urin) unter 130/80 MillimeterHg, der Blutdruck wert unter 140/90 Milligramm liegen sollte. Selbst bei moderatem Tabakkonsum verläuft der Schaden an den Nieren etwa zweimal so rasch wie bei Nichtrauchenden.

Die Nierenerkrankung verläuft daher bei moderaten Raucherinnen und Raucher zweimal so rasch wie bei Nichtrauchenden. Etwa 25 Jahre nach der Diagnosestellung von Typ-2-Diabetes haben etwa 25 Prozentpunkte der Patienten eine einsetzende und fast ein Prozentpunkt eine vorgeschobene Nierenfunktion. Im Urin enthaltenes Protein (Albumin) ist ein Anzeichen für eine Nierenverletzung. Schon eine Eiweißmenge von 20 mg/l Urin (vorzugsweise im Morgenharn gemessen) kann den Beginn einer Schädigung der Nieren, vor allem bei Diabetes, anzeigen.

Werte von 20 bis 200 mg/l Urin oder 30 bis 300 mg/Tag werden als Microalbuminurie bezeichnet. Erhöhter Albuminspiegel im Urin ist nur dann signifikant, wenn innerhalb von drei bis sechs Monate zwei von drei Testresultaten positive Ergebnisse erzielt wurden. Der Kreatiningehalt im Blutsystem wird auch zur Beurteilung der Nierenfunktionen verwendet.

Creatininin ist ein metabolisches Produkt des Muskelgewebes und wird nur durch Filterung in den Nervenzellen abgesondert. Wird die Nierenfilterleistung reduziert, erhöht sich die Kreatininkonzentration im Blutsystem - allerdings nur, wenn die Dialyse bereits zu mehr als 50 % beschädigt ist. Es zeigt die Menge des Urins an, die beide Seiten zusammen durchsickern. Wenn die Nierenschäden fortschreiten, sinkt die GFR immer weiter.

Zukünftige Diabetiker können bei Typ -1-Diabetikern am besten mit frühzeitigem progressiven Funktionsverlust und gleichbleibend sehr hohem HbA1c-Wert (>9,0 %) prognostiziert werden. Die genaue Diagnostik der Nierenkrankheit beinhaltet auch eine Nierenuntersuchung. Nierenformen und -größen liefern wertvolle Hinweise auf das Ausmass der Schädigung der Niere. Danach können fünf Stufen der Nierenschäden unterschieden werden:

Nicht beeinflussbare Faktoren sind das höhere Alter, die Diabetesdauer, das gleichzeitige Auftreten von Netzhauterkrankungen und erhöhte Blutdruck- und Nierenerkrankungen in der ganzen Familie. 2. Fest steht, dass eine einsetzende Diabetes-Nierenkrankheit allein durch eine gute Stoffwechselanpassung zum Erliegen kommen oder sich verzögern kann. Die Progredienz der Nierenschäden kann bei der Makroalbuminurie allerdings meist nur verlangsamt werden.

Um das Fortschreiten der Diabetesnephropathie zu verhindern, sollte ein Zielwert von HbA1c < 7,0 Promille anvisiert werden, wenn klinische Relevanz der makroangiopathischen und hypoglykämischen Wahrnehmungsstörung nicht berücksichtigt wird. Bei Typ-1-Diabetes ist das terminale Nierenversagen auf einem HbA1c-Spiegel von unter acht Prozentpunkten nahezu nicht vorhanden. Ist auch der Druck im Blut hoch, sollte er mit entsprechenden Arzneimitteln gesenkt werden (besonders günstig sind hierbei AT1-Hemmer und AT1-Rezeptor-Antagonisten), da sie weitere Nierenschäden begünstigen.

Die kontrollierten Studien zur blutdrucksenkenden Wirkung bei der diabetischen Nierenerkrankung in der Phase der Microalbuminurie haben gezeigt, dass die Wirkung der Methode zu einer signifikanten Reduktion der Eiweißbildung und des Filtrationsverlusts führen kann. Für Diabetiker mit mäßiger Einschränkung der Nierenfunktion und schnellem Fortschreiten der renalen Insuffizienz sollte zusätzlich zur Diabetologie ein Nierenarzt hinzugezogen werden.

Sobald die Nierenschäden beginnen, ist es empfehlenswert, die Proteinzufuhr mit der Ernährung auf so wenig wie möglich 0,8 g/kg zu verringern. Beim Typ 1 Diabetes werden nach Möglichkeit die Niere und die Pankreas zusammen verpflanzt, während beim Typ 2 Diabetes meist nur die Niere zusammen verpflanzt wird.

Mehr zum Thema