Diabetes und Reisen

Zuckerkrankheit und Reisen

Diabetes: Was muss in einem Fluggerät beachtet werden? Und wer sich auf den Weg macht, fährt auch gern in die Ferne. Für Menschen mit Diabetes bedeuten mehrstündige Flüge, dass sie sich in dieser Zeit auch um ihre Behandlung kuemmern muessen. Besonders auf langen Fahrten mit Zeitunterschieden kann der Metabolismus außer Kontrolle gerät. Konsultieren Sie daher vor dem ersten langen Abflug immer einen Facharzt.

Dies kann Hinweise darauf liefern, wie der Betroffene seinen eigenen Blutzuckerspiegel und die Insulin- oder Tablettenmenge am besten einstellen kann. Jeder, der einen Stift, ein Meßgerät oder einen Prüfstreifen im Reisegepäck mit sich führt, muß zunächst einen ärztlichen Befund vorlegen, den er an der Sicherheitskontrollstelle am Flugplatz vorlegen kann. Sie sollten für die Fahrt wenigstens eineinhalb Mal, besser doppelt so viel Material mitbringen, wie Sie für die Diabetesbehandlung benötigen.

"Es ist ratsam, die eine Seite im Reisegepäck und die andere im Reisekoffer zu verstauen", empfiehlt Dr. Andreas Grasteit, Spezialist für Allgemein- und Tropenmedizin in Lübeck. Temperatur über 30° C schädigt das Insulin. Daher sollte es bei längerem Flug im Reisegepäck mitgebracht werden. Außerdem gibt es noch einen Tipp: Stellen Sie eine Thermoskanne mehrere Stunde vor der Fahrt in den Kühlraum.

Bei größeren Entfernungen zwischen unterschiedlichen Zeiten kann sich der benötigte Insulinspiegel jedoch ändern: Es kann daher noch einen Überfluss an lang wirkendem Inulin haben. Deshalb muss er eventuell eine kleinere Dosis kurz wirksames lnsulin injizieren, um seinen Akutbedarf zu decken. Diejenigen, die nach Westeuropa fliegen, brauchen dagegen eher mehr als das. Als Faustformel gilt: "Der benötigte Insulinspiegel verändert sich um etwa zehn Prozentpunkte pro zwei Zeitstunden.

Für einen New Yorker Flughafen mit sechsstündigem zeitlichem Abstand zur zentraleuropäischen Zeit muss ein Diabetespatient also rund 30 Prozent mehr Insulin bereitstellen. Sprechen Sie daher immer mit Ihrem Hausarzt und prüfen Sie den Blutzuckerspiegel mit Hilfe von Blutzucker-Messungen. Bei Fahrten alle zwei bis drei Std. ermitteln Sie die Messwerte, um frei von Überaschungen zu sein.

Um eine Unterzuckerung zu verhindern, kann es Sinn machen, während der Fahrt einen leicht erhöhten Blutzuckerspiegel zu ertragen. Glukose als Blutplättchen oder in Form eines Gels aus der Pharmazie im Reisegepäck für den Notfall aufbewahren. "Aber ein oder zwei Tage nach der Anreise, besonders nachts", weiss er. Hausarzt Dr. med. Grasteit rät, die Behandlung im Ferienort zu den üblichen Uhrzeiten durchzuführen.

Bei Bedarf die Angaben mit kurz wirksamem lnsulin ausgleichen. Sprechen Sie vorab mit dem betreuenden Facharzt.

Mehr zum Thema