Diabetes Typ 1 Sport

Typ 1 Diabetes Sport

Typ 1 Diabetes: Typ 1 Diabetes wird durch eine autoimmunologische Störung verursacht. Leider kann dies durch den Sport nicht behoben werden. Sportaktivitäten trotz Typ-1-Diabetes? Das ist kein Thema! Olympiasieger, Weltrekord, Weltrekord, Weltumseglung - heute gibt es (fast) keine Einschränkungen für Athleten mit Typ 1 Diabetes.

Mit den Fortschritten in der Diabetes-Therapie können Menschen mit Typ-1-Diabetes ihre Sportambitionen wie jeder andere auch verfolgen. Grundvoraussetzung ist, dass sie ihren Blutzuckerspiegel im Blick haben und wissen, wie sie ihre Insulin-Therapie auf die Vermeidung von Stoffwechselstörungen einstellen können.

Welche Bedeutung hat der Sport bei Typ-1-Diabetes? Sport ist für Menschen mit Typ-1-Diabetes ebenso wie für alle anderen Menschen auch. Fettleibigkeit unterstützt die regelmässige körperliche Aktivität beim Gewichtsverlust. Im Gegensatz zu Typ-2-Diabetes trägt Sport jedoch nur bedingt zur Verbesserung des Blutzuckerspiegels bei - denn das Hauptproblem bei Typ 1 ist der Mangel an Insulin (während bei Typ 2 das Insulin aufgrund der Insulin-Resistenz nicht richtig funktioniert).

Bei Diabetikern vom Typ 1 ist es jedoch notwendig, die Insulin-Therapie während des Trainings so einzustellen, dass keine Hypoglykämie auftritt. Weshalb ist das Risiko einer Hypoglykämie während des Trainings gestiegen? Wird die Dosierung nicht vorbeugend reduziert oder werden nicht mehr Kohlehydrate verzehrt, kann der Blutzuckerwert während des Trainings schnell sinken. Zudem verhindert der hohe Insulingehalt die Freisetzung von Zucker durch die Haut, was in der Regel dazu beiträgt, die Hypoglykämie zu "puffern".

Die Ausschüttung von Glucagon, mit dem der Organismus den Blutzucker erhöhen kann, ist auch bei Diabetes oft beeinträchtigt. Die Veränderung des Blutzuckerspiegels beim Sport ist von vielen verschiedenen Einflussfaktoren abhängig. Deshalb muss jeder für sich selbst recherchieren, was das Beste ist und mit seinem Diabetesberater oder seiner Diabetologin darüber sprechen, wie viel die Dosierung von Mahlzeit und Basalinsulin vor, während und nach dem geplanten Training gesenkt werden sollte.

"Oftmals ist es Sinn, die Dosierung um 20 bis 50 Prozentpunkte zu reduzieren", sagt der Diplomdiabetologe und Sportwissenschaftler Dr. Bernhard Gehr von der Spezialklinik Bad Heilbrunn. Wie kann ich mich verhalten, wenn ich Sport machen will? Wenn Sie bereits eine Insulininjektion durchgeführt haben und spontane Bewegung wünschen, müssen Sie zusätzlich schnelle Kohlehydrate zu sich nehmen (etwa ein bis zwei BE/KE pro halber Trainingsstunde).

Der Blutzuckerspiegel sollte vor dem Sport hoch sein? "Unmittelbar vor dem Sport sollte der Zuckergehalt mindestens 150 mg/dl (8,3 mmol/l) betragen", empfiehlt Fachmann Dr. Bernhard Gehr. Zu niedrigeren Blutzuckerwerten kann mit einem Saftglas oder einem Sack Glukosegel aus der Pharmazie erhöht werden. Bei hohen Konzentrationen vor dem Training (über 250 mg/dl oder 13,9 mmol/l) kann eine Übersäuerung des Stoffwechsels durch Insulinmangel (Ketoazidose) auftreten.

Sport darf erst wieder aufgenommen werden, wenn der Versuch erneut positiv ausfällt - was unter bestimmten Voraussetzungen einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Zuckermessung während des Trainings? "Mindestens zu Beginn sollten Sie Ihren Zuckerspiegel mindestens alle 30 min und auch unmittelbar nach dem Sport messen", empfiehlt Gehr.

Später, wenn Sie Ihren Metabolismus gut kennen und wissen, wie Ihr Körper auf den Diabetes reagieren kann, müssen Sie ihn nicht mehr so genau steuern. Wie verhält es sich bei Hypoglykämie beim Sport? Bei Hypoglykämie während des Trainings hilft eine schnelle Wirkung der Kohlehydrate. "Um ein erneutes Absinken des Zuckers zu verhindern, sollte man auch ein paar langsamere Kohlehydrate wie eine Bank oder ein Röllchen dazugeben", sagt Gehr.

Ist eine Unterzuckerung nach dem Training noch möglich? Auch nach einem langen, intensiven Training kann der Zuckergehalt noch stundenlang abnehmen. "Das liegt daran, dass die Muskulatur den beim Sport geleerten Vorrat an Zucker wieder auffüllt", sagt Bernhard Gehr. "Wenn Sie noch nicht wissen, wie Ihr Metabolismus auf intensiven Stress anspricht, sollten Sie Ihren Zucker vorsichtshalber um zwei Uhr morgens überprüfen", empfiehlt Gehr.

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