Diabetes Grenzwerte Tabelle

Tabelle der Diabetes-Grenzwerte

In der folgenden Tabelle finden Sie die Grenzwerte für die einzelnen Blutzuckerwerte. Der diagnostische Rahmen basiert auf der internationalen Konsensbildung durch Experten. Der Mittelwert kann natürlich nicht als Grenzwert verwendet werden. Die Grenzwerte für oGTT sind bei schwangeren Frauen niedriger, wodurch der Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigt (siehe Tabelle).

Zuckerkrankheit und Trächtigkeit - Peter A.M. Weiss

Es ist das erste umfangreiche deutsche Kompendium über Diabetes und die damit verbundenen körperlichen und krankhaften Eigenschaften des Metabolismus. Es basiert auf langjähriger Erfahrung, denn Diabetes und Trächtigkeit sind seit mehr als 25 Jahren ein fester Bestandteil der Forschung an der Graz Women's Hospital. Klinische Erfahrung basiert auf ca. 1400 Insulin-behandelten und ca. 1200 Diabetikern.

Der Band deckt sowohl die klinischen Routinen als auch die klinischen Problemstellungen und Forschungsgebiete ab. Als Nachschlagewerk für alle, die mit Diabetes und Trächtigkeit in der Klinik, am Bett oder in der Wissenschaft zu tun haben und damit auch mit ungewöhnlichen Fragestellungen zu tun haben.

Klassifizierung und Diagnostik von Diabetes mellitus

Die WHO und die American Diabetes Association (ADA) haben kürzlich eine neue, gemeinsame Version der Klassifikations- und Diagnostikkriterien für den Diabetes mellitus vorlegt. Der neuen Einteilung liegt die à "Tiologie der Formen des Diabetes zugrunde. Die diagnostischen Grenzwerte für der Nüchternglukose im Blutplasma wurden auf 126 mg/dl (entspricht 110 mg/dl im Vollblut) heruntergesetzt. Die Neuerung: Ein mündlicher Glukosetoleranztest ist für die Diagnostik einer gestörten Blutzuckertoleranz nicht mehr zwingend notwendig.

Der gestörte Glukose-Toleranz ist in der neuen Klassifizierung nicht mehr eigenständige Krankheit, sondern hat den Wert eines Krankheitsstadium. Die American Diabetes Society (ADA) hat kürzlich eine neue Klassifizierung von Diabetes mellitus und überarbeitete Diagnosekriterien veröffentlicht. Die Klassifizierung basiert nicht mehr auf den Behandlungsmöglichkeiten, sondern auf unserem aktuellen Wissen über die Ätiologie des Diabetes.

Die Begriffe IDDM und NIDDM wurden eliminiert und durch Typ 1 und Typ 2 Diabetes ersetzt. Die Messung des Nüchternblutzuckers ist der bevorzugte Test für die Diagnose von Diabetes. Der diagnostische Schwellenwert wurde auf 126 mg/dl (110 mg/dl im Vollblut) gesenkt. Für die Diagnose einer gestörten Glukosetoleranz ist ein oraler Glukosetoleranztest nicht mehr erforderlich.

Die Diagnostik ist nun auf der Grundlage von Nüchternblutzucker zwischen 110 und 125 mg/dl (gestörter Nüchternblutzucker) möglich. In diesem Zusammenhang wurde keine Übereinstimmung zwischen ADA und WHO gefunden. Während des American Diabetes Congress im Juli 1997 wurden in Boston neue Diagnosekriterien und eine neue Klassifizierung von Diabetes mellitus präsentiert.

Das von der American Diabetes Society eingerichtete "Expertenkomitee zur Diagnose und Klassifikation von Diabetes mellitus", das sich aus Vertretern dieser Society und anderen Diabetesforschern aus den USA und Europa zusammensetzt. Selbst wenn der in Boston vorgelegte und zwischenzeitlich veröffentlichte Bericht (3) formell ein Statement der American Diabetes Society ist, so Prof.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird die neue Klassifizierung und auch die diagnostischen Voraussetzungen (mit Ausnahmen von den diagnostischen Voraussetzungen für die Diagnostik des Gestationsdiabetes) beachten. Das ist wichtig, weil es in den vergangenen zwei Dekaden zwei internationale Klassifizierungen und diagnostische Merkmale gab: die der American NDDG (National Diabetes Data Group) (1) und der WHO (2).

Im Textfeld wird die neue Klassifizierung angezeigt: Klassifizierung von Diabetes mellitus. "Die neue Klassifizierung richtet sich nach den Kriterien von ätiologischen und verläÃ?t die frühere, überwiegend an der therapieorientierten Klassifizierung. So werden die in Nordamerika besonders häufig vorkommenden Ausdrücke wie IDDM (Insulin Dependent Diabetes Mellitus) und NIDDM (Non Insulin Dependent Diabetes Mellitus) gestrichen und ausschließlich durch die Ausdrücke Typ 1 und Typ 2 Diabetes abgelöst.

In der Praxis ist die Wichtigkeit dieser Klassifizierung dürfte für unsere Gegend nicht sehr groß, da in Europa ein Typ 1 Diabetes ohne immunologischen Phänomene rar ist. Dieses Veränderung ist aussagekräftig, da es sehr fragwürdig ist, ob nicht übergewichtige, im späteren erwachsenen Alter manifestiert Diabetiker tatsächlich einen Typ 2 Diabetes oder viel lieber einen der Typ 1 Diabetes haben.

Der Terminus beeinträchtigte Glukose-Toleranz (IGT) wurde aufrechterhalten. Es wird jedoch nicht mehr als eigenständige Diagnostik geführt, sondern dienen zur Darstellung des Umfangs der Hyperglykämie oder des Stadium der Krankheit. Darunter unberührt verbleibt die Funktion der gestörten Glucosetoleranz als Risikoparameter für die Entstehung eines Diabetes mellitus und makrovaskuläre Krankheiten.

Dabei muss erwähnt werden, dass der Ausdruck "abnormal Nüchternglukose" (Impaired Fasting Glucose; IFG) als Äquivalent zur gestörten Glukose-Toleranz hinzugefügt wurde. Alle Diabetes-Typen können in unterschiedlichen Phasen von Hyperglykämie auftreten. Häufig verstärkt Das Ausmaß von Hyperglykämie mit der zunehmenden Diabetesdauer (Grafik). Im Textfeld: Diagnosekriterien für Diabetes Mellitus und in Tabelle 1 finden Sie die neuen Diagnosekriterien für Diabetes Mellitus.

"Â "Â" Die Diagnostik des Diabetes mellitus kann anhand von Nüchternglukose oder des Glukosewertes 2h im OGTTT (oraler Glukosetoleranztest) erfolgen. Die Grenzwerte im Blutplasma für waren in der bisherigen Klassifizierung die für 140 Die Grenzwerte im Blutplasma betrugen 140 mg/dl und für den 2h-Wert 200 mg/dl. Bei einem Patienten mit einer Nüchternwert von 130 mg/dl war der 2h-Wert in der Regel sehr eindeutig über 200 mg /dl.

Die neuen diagnostischen Kriterien berücksichtigen dies und "synchronisieren" beide Größen besser, indem sie die Grenzwerte für für den Blutzuckerwert auf 126 oder 200 mg/dl setzen. Unabhängig, von denen die Reduzierung von Nüchternwertes von 140 auf 126 mg/dl basiert auf neuen Erkenntnissen aus der epidemiologischen Untersuchung von mikrovaskulären Diabetes. Es konnte in unterschiedlichen Untersuchungen nachgewiesen werden, dass Prävalenz der Netzhautveränderungen bereits bei Nüchternwerten im Blutplasma über 126 mg/dl und bei 2h-Werten über 200 mg/dl kräftig zulegt.

 Während nach den bisherigen Gesichtspunkten konnte die Diagnostik einer gestörten Glukose-Toleranz nur anhand eines OGTT vorgenommen werden, dies ist nach neuen Gesichtspunkten auch mit Nüchternglukose möglich. Zur Zeit ist die glykosilierte Hämoglobin (HbA1 oder HbA1c) nicht für die Diagnostik von Diabetes geeignet. Die Diabetesdiagnose darf nur mit Hilfe von Glucosewerten erfolgen, die mit einer qualitätskontrollierten Labor-Methode ermittelt wurden.

Selbst bei einem "guten" Variationsgrad einer zweiprozentigen Methodik muss man davon ausgegangen werden, dass bei einem "wahren" Ergebnis von 126 mg/dl das 95-prozentige Konfidenzintervall von 121 bis 131 mg/dl liegt. In Abhängigkeit von der klinischen Signifikanz der Diagnostik sollten in größeren Zeiträumen mehrfach im Grenzwertbereich Messungen unter Abständen und/oder im Einzelfall ein oral verabreichter Blutzuckertest durchgeführt werden.

Weil Glucose in der praktischen Anwendung nur wenig im Blutplasma bestimmt wird, gibt Tabelle 3 Auskunft über ungefähren Konvertierung in ungefähren Weil Glucose in der praktischen Anwendung nur wenig im Blutplasma bestimmt wird, gibt Tabelle 3 Auskunft über geläufigere Auch in Zukunft wird es verschiedene diagnostische Merkmale der WHO und der American Diabetes Society (ADA) gibt. Bei der WHO werden für den Schwangerschaftsdiabetes die gleichen Maßstäbe angelegt wie außerhalb der Trächtigkeit.

Demgegenüber hat die ADA schwangerschaftspezifische Grenzwerte festgelegt, die ebenfalls leicht modifiziert und von der Diabetes-Gesellschaft vorgeschlagen werden. In Tabelle 2 sind diese Merkmale zusammengefasst. Der vorliegende Bericht empfiehlt im Unterschied zu früher den Screening-Test für nicht mehr für alle Schwangere. Dies gilt nach den neuen Vorschlägen nicht für die Frau unter dem Alter von 30 Jahren ohne familiäre Diabetes (nur für Angehörige ersten Grades).

Für den Screening-Test auffälligem muss ein OGTT zur endgültigen Diagnosestellung verbunden werden. Im Textfeld: Diabetes-Screening bei gesunder Bevölkerung werden die Vorschläge der Fachgruppe für zum Diabetes-Screening gegeben. Auch wenn man davon ausgehen kann, dass die Anzahl der undiagnostizierten Menschen in Deutschland nur die Hälfte so groß ist, ist wären in diesem Land zumindest eine Millionen Menschen davon betroffen.

Glaubwürdig scheint es, dass durch regelmäÃ?iges Screenings und den damit verbundenen frühere Beginn der Behandlung die Auswirkungen des Diabetes abgemildert werden können. Die hauptsächliche Begründung für Diese Erkenntnis ist das Nichtvorhandensein von gesicherten therapeutischen Maßnahmen, mit denen der Krankheitsausbruch vermieden werden kann. Die WHO-Leitlinien zur Klassifizierung und Diagnostik von Diabetes mellitus (Alberti KGMM, Zimmet PZ für die WHO-Konsultation: Begriffsbestimmung, Diagnostik und Klassifizierung von Diabetes mellitus und seinen Komplikationen.

Teil 1: Diagnostik und Klassifizierung von Diabetes mellitus. Diabetiker Mitte 1998; 15: 539-553). Der Inhalt dieser Leitlinien unterscheidet sich nur unwesentlich von den von der American Diabetes Society vorgelegten Leitlinien. "Â "Â" Nach Angaben der WHO wird die Diagnostik einer gestörten Glukose-Toleranz immer noch mit einem 75 g OCTT und nicht mit dem OCTT von Nüchternglukose vorgezogen. Laut WHO basiert die Diagnostik des Schwangerschaftsdiabetes nach wie vor auf einem 75 g OCTT.

Patienten mit manifestem Diabetes oder eingeschränkter Glukose-Toleranz werden als Schwangerschaftsdiabetiker einstufen. Zitat dieses Beitrages: Nationale Diabetes-Datengruppe: Klassifizierung und Diagnose von Diabetes mellitus und anderen Kategorien der Glukoseintoleranz. Zuckerkrankheit 1979; 28: 1039-1057. 2. Bericht einer WHO-Studiengruppe: Diabetes mellitus.

9-25. 3. Das Expertenkomitee zur Diagnose und Klassifikation von Diabetes mellitus : Bericht der Expertengruppe zur Diagnose und Klassifikation von Diabetes mellitus. Diabetes-Behandlung 1997; 20: 1183-1197. 1. Pankreatitis, 2nd Trauma/Pankreatektomie, 3rd Neoplasma, 4th Cystische Myokardinfibrose, 5th Hämochromatose, I 2h Plasmaglukose > 200 mg/dl/11.1 mmol/l (Glukose in Hämochromatose: ( "Vollblut" > 200 mg/dl/11.1 mmol/l): kapillären eines OGTT.

Der Einsatz des mündlichen Blutzuckertests (OGTTT) wird nicht für die tägliche Arbeit in der klinischen Praxis von für angeraten. Bei der Diabetesdiagnostik muss die Messung der Blutzuckerwerte mit Hilfe einer Labor-Methode von qualitätskontrollierten durchgeführt werden. Schwangerschaftsdiabetesverdacht bei Vorhandensein von Glucose nach einer Stunde: Die Diagnostik des Schwangerschaftsdiabetes erfolgt durch ein OGTT (75 g; nach WHO-Richtlinien, zusätzlich 60-Minuten-Wert) bei verdächtigen Personen.

Schwangerschaftsdiabetes tritt auf, wenn für zumindest zwei Messwerte hat: Die Blutprobe für die Blutzuckermessung (im Blutplasma oder im Vollblut) muss ergänzt werden, um die Blutzuckerwerte in den Muskelzellen zu hemmen zugefügt Der angegebene Unterschied zwischen Blut und Blutplasma basiert auf dem von Hämatokritwerten Für die Glucosekonzentration in entbleichtem Blutplasma bzw. Blut, müssen die genannten Plasmakonzentrationen (bei normaler Gesamtproteinkonzentration) um 5 bis 10 % nach oben korrigiert werden.

Glukosemessungen in entbleichtem Blutplasma oder Blut sind heute kaum noch im Einsatz. Der postprandiale Status gilt streng genommen nur für Nicht-Diabetiker mit einer normalen Zunahme des Insulins im Blutplasma und für normale Blutzuckerwerte in der Blutbahn Insulinsensitivität Insulinsensitivität (und damit "normale" Blutzuckerextraktion von peripherem Gewebe).

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