Diabetes 1 Ursachen

Zuckerkrankheit 1 verursacht

Gründe und Risikofaktoren bei Typ-1-Diabetes: Das Immunsystem spielt eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Typ-1-Diabetes. Typ -1-Diabetes: Risiken Grundlage der Krankheit ist eine Erbkrankheit. Die Familienanamnese von Typ -1-Diabetes ist daher mit einem höheren Krankheitsrisiko assoziiert. Jedoch haben 90 % der Menschen mit Typ-1-Diabetes keine Verwandten. Auch Umgebungseinflüsse wie Lebensmittel oder Infekte sind ursächlich - eventuell abhängig von den einzelnen Gene.

Risikoforschung für die Entwicklung von Typ-1-Diabetes ist für das Verständnis der Krankheit von Bedeutung, eröffnet aber auch die Chance, die identifizierten Risikofelder so zu verändern, dass die Entwicklung der Krankheit vermieden oder hinausgezögert werden kann. Was sind die wichtigsten Eigenschaften der Erbsubstanz? Erbliche Faktoren sind die Basis der Krankheit. Bei der Entwicklung von Typ-1-Diabetes spielt "Diabetes-Gene" eine große Rolle. 2.

Etwa drei bis acht Prozentpunkte der Angehörigen ersten Grades (Eltern oder Geschwister) von Typ-1-Diabetikern leiden im Verlauf ihres Lebenszyklus selbst an einer Erkrankung. Bei der Gesamtbevölkerung in Deutschland beträgt das Gefährdungspotenzial nur 0,4 Prozentpunkte. Im Vergleich zu Menschen ohne familiären Hintergrund ist das Sicherheitsrisiko damit etwa fünfzehnmal höher. Bei Kindern diabetischer Väter ist die Wahrscheinlichkeit einer Autoimmunkrankheit zweimal so hoch wie bei Kindern diabetischer Mütter.

Wenn beide Elternteile an Typ-1-Diabetes leiden, beträgt das Infektionsrisiko für die betroffenen Patienten etwa 25-prozentig. Am stärksten ist das Diabetesrisiko bei Menschen mit Diabetes in der Familiengeschichte und zusätzlichen Risikogenen. Typ -1-Diabetes ist eine Krankheit mit vielen verschiedenen Ausprägungen. Am risikoreichsten ist das Gens HLA in den Formen Dr 3 und Dr4 Ein Risikomodell mit 47 selektierten Gensorten erlaubt eine verbesserte Risikoprädiktion für Typ 1 Diabetes.

Diese Studie wird im Zuge der Freder1k-Studie allen bayerischen und sächsischen Schülern bis zum vollendeten vierten Lebensmonat zur Verfügung gestellt. Teilnahmeberechtigt sind Säuglinge aus ganz Deutschland, deren Mutter oder Schwester bereits an Typ-1-Diabetes leiden. Bei der Vorsorgeuntersuchung werden diejenigen Patienten untersucht, die bis zum sechsten Lebensmonat über 25-mal häufiger als die durchschnittliche Bevölkerung an Diabetes erkranken.

Welchen Stellenwert haben Umweltaspekte? Eine Vielzahl von Ergebnissen deutet darauf hin, dass Umwelteinflüsse eine bedeutende Bedeutung für die Erkrankung haben: Typ-1-Diabetes: Finnland beispielsweise ist das Land mit der höchsten Inzidenz von Typ-1-Diabetes in der Welt, während beispielsweise im früheren Jugoslawien sehr geringe Werte für Typ-1-Diabetes zu verzeichnen sind. Im Jahr 2004 begann ein international tätiges Forschungskonsortium die Studie über den Einfluss von Umgebungsfaktoren wie Nahrung, Infektion, Impfungen und psychosozialen Einflüssen auf den Autoimmunprozeß bei Typ-1-Diabetes (TEDDY = The Environmental Determinants of Diabetes in the Young).

Einen besonderen Schwerpunkt der Untersuchung bilden die ersten vier Lebensjahre von mehr als achttausend Kindern mit Diabetes. Dabei wurden die betroffenen Jugendlichen sehr genau auf verschiedene mögliche Risiken hin überprüft. Was sind die Faktoren der Ernährung? In Deutschland ( "BABYDIAB-Studie", "BABYDIÄT-Studie") und den USA ("Daisy = Diabetes Autoimmunity Study in the Young") wurde festgestellt, dass bei Kindern, die vor dem Alter von drei Monaten Gluten enthaltendes Cerealien und vor allem Cerealien bekommen, ein erhöhtes Autoimmunrisiko auf Betazellen besteht und auch öfter an Typ-1-Diabetes leiden.

Besonders auf die frühzeitige Verabreichung von Kleber reagiert das Kind mit Diabetes-Risiko-Genen und entwickelt die Autoimmunkrankheit viel häufig. Kleber ist ein in den meisten Getreidearten vorkommendes Eiweiß und wurde bereits als Auslösefaktor für Zöliakie, eine chronische Krankheit der Darmschleimhaut, erkannt. Das ist schon lange Teil der Ernährungsempfehlungen, aber besonders für Diabetiker ist es wichtig, sich an diese Anforderung zu halten.

Darüber hinaus wird bereits seit mehreren Dekaden darüber gesprochen, ob das Stillen vor Typ-1-Diabetes schützen soll oder ob eine frühzeitige Verabreichung von Kuhmilchprotein das Entwicklungsrisiko erhöhe. Beispielsweise hat die Studie BABYDIAB in Deutschland gezeigt, dass das Autoimmunitätsrisiko und der Typ -1-Diabetes bei vollständig gestillten Kinder in den ersten drei Lebensmonaten mit dem der Kinder verglichen werden kann, die in den ersten drei Lebensmonaten Säuglingsnahrung eingenommen haben.

In der internationalen Studie über die Reduktion von IDDM (Trial to Reducce IDDM in the Genetically at Risk), einer Eingriffsstudie, wurde ebenfalls kein Anhaltspunkt dafür gefunden, dass eine frühzeitige Verabreichung von Kuhmilchprotein das Autoimmunitätsrisiko der Insel erhöhe. Im Rahmen der Studie erhielten einige der betroffenen Tiere eine konventionelle Säuglingsmilch auf der Basis von Kuhmilch und die anderen ein spezielles Futter, das kein unversehrtes Kuhmilchprotein aufwies.

Einige Ernährungsfaktoren wie Omega-3-Fettsäuren und Vitamine D können vor Diabetes schÃ?tzen. Laut der US-Studie DAISY reduziert zum Beispiel die Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren in den ersten Jahren des Lebens das Autoimmunitätsrisiko der Insel. Die Resultate der Multicenter-Studie mit dem Namen EURODIAB (Eurodiab = The Epidemiology and Prevention of Diabetes) belegen, dass die Verabreichung von Vitaminen D im ersten Jahr des Lebens vor Typ-1-Diabetes geschützt sein kann.

Vor kurzem haben die BABYDIET, BABYDIAB, TEENDIAB und DIMELLI Untersuchungen zum ersten Mal ergeben, dass der Vitamingehalt im Gehirn bei Patienten mit Prätyp-1-Diabetes (Frühstadium des Typ-1-Diabetes, das durch das Vorliegen multipler Insel-Autoantikörper bestimmt wird) geringer ist als bei Patienten ohne Insel-Autoantikörper. Allerdings hatte Vitamin-D-Mangel keinen Effekt auf das Wachstum der Insel-Autoimmunität zu Typ-1-Diabetes.

Allerdings ist zu beachten, dass all diese Resultate noch nicht wirklich bestätigt sind, so dass unabhängige Ernährungseingriffe nicht ohne Rücksprache mit dem Ernährungsberater oder Pädiater durchführbar sind. Kinder mit Diabetes vor Typ 1 sollten sich jedoch eines eventuellen Vitamin-D-Mangels bewusst sein und bei Bedarf ergänzt werden. Nach einer kürzlich in den USA durchgeführten Studie bei Patienten mit einem genetischen Diabetesrisiko von Typ -1-Diabetes könnte der Gehalt an Zucker in Lebensmitteln eine wichtige Bedeutung für die Entwicklung von Typ-1-Diabetes haben.

Obwohl der Zuckeranteil die Entwicklung der Insel-Autoimmunität nicht beeinflusst hat, entwickelten Patienten mit vorhandener Autoimmunerkrankung gegenüber Betazellen den Typ-1-Diabetes rascher, wenn sie große Zuckermengen zu sich nahmen. Deutsche Studien haben gezeigt, dass der Konsum von zuckerhaltigen Produkten bei Kleinkindern signifikant höher ist als erwünscht.

Die ersten Resultate der TEDDY-Studie zeigen einen Bezug zwischen der Einnahme von Probiotika (lebende Organismen mit gesundheitsfördernder Wirkung) während des ersten Lebensmonates und dem Autoimmunitätsschutz gegen Beta-Zellen bei Kinder mit einem erhöhten Erbgutrisiko. Weil die löslichen Nahrungsfasern auch die Besiedlung des Dickdarms beeinträchtigen, wurde in der TEDDY-Studie auch geprüft, ob eine ballaststoffreiche Kost Kinder vor Autoimmunerkrankungen schützen kann.

Zu keinem frühen Kindheitstermin konnte jedoch ein Bezug zwischen der absorbierten Ballaststoffmenge und einer später auftretenden Insel-Autoimmunität oder einem bereits manifestierten Typ-1-Diabetes hergestellt werden. Es gibt auch Hinweise darauf, dass Bakterien im Darm und ihre Metaboliten auch die Entwicklung von Diabetes beeinflussen. Am Helmholtz Zentrum München sind die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München beteiligt am weltweit agierenden Mikrobiom-Konsortium der Stiftung für jugendliche Diabetesforschung (JDRF) und erforschen die Darmpflanzen bei Kleinkindern in den Studien TEDDY und BABYDIET.

Die Studie BABYDIET verglich die Zusammenstellung und Wechselwirkung der Darmbakterien bei Patienten, die später diabetes-spezifische Antikörper im Blut entwickelt haben, mit denen von Patienten ohne Antikörper. Im Gegensatz dazu unterscheiden sich die Wechselwirkungsnetzwerke der Darmerreger zwischen den beiden Bevölkerungsgruppen erheblich - bereits in den ersten Jahren des Lebens, also Monaten bis Jahren, bevor eine Bevölkerungsgruppe diabetes-typische Antikörper ausbildet.

Kaiserschnittgeborene haben mehr als das doppelte Diabetesrisiko als selbstgeborene. Das sind die neuesten Ergebnisse der Langzeitstudie des Institutes für Diabetes-Forschung am Helmholtz-Zentrum München mit dem Titel Babydia. Die Studie untersuchte den Einfluß von Umwelteinflüssen auf die Entstehung der Krankheit bei 1.650 Patienten, deren Eltern an Typ-1-Diabetes erkranken.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erkennen eine Ursache darin, dass eine Geburt per Kaiserschnitt die Darmflora des Kindes ändert und damit die Entstehung von Autoimmunerkrankungen fördert. Nach dieser Studie haben die von der Kaiserschnittabteilung geborenen Kindern mit einer Familiengeschichte von Diabetes ein Risiko von 4,8 Prozentpunkten, die Krankheit bis zum Alter von zwölf Jahren zu entwickeln.

Im Gegensatz dazu beträgt das Entbindungsrisiko von Kinder aus Hochrisikofamilien 2,2 Prozentpunkte. Vor allem bei Patienten mit einigen Variationen des IFIH1-Gens (Interferon induziert mit Helicase C-Domäne 1), das die Entstehung von Typ-1-Diabetes beeinflußt, war ein erhöhtes Diabetesrisiko durch die Kaiserschnittuntersuchung feststellbar. So scheint eine Virusinfektion die Entstehung von Typ-1-Diabetes zu begünstigen.

Beim Kind mit einigen Variationen dieses Genes erhöht sich das Autoimmunerkrankungsrisiko im Bereich des Kaiserschnitts um den Faktor drei (9,1 Prozentpunkte gegenüber 2,8 Prozentpunkten bei der Spontangeburt). Darüber hinaus zeigte die BABYDIET Studie bei Kleinkindern, dass die Kaiserschnittgeburt die frühzeitige Immunentwicklung des Kindes beeinflußt und zu einer geschwächten Immunreaktion in den ersten Jahren des Lebens führen kann.

Möglicherweise ist dies darauf zurückzuführen, dass die Geburt durch Kaiserschnitte den Zustand der Darmflora des Kindes und damit das Abwehrsystem beeinflusst. So können unter den Darmbakterien weniger Bakterien bei Kaiserschnittgeborenen nachweisbar sein. Infektionskrankheiten gelten seit längerem als potenzieller Gefahrenfaktor für die Entwicklung von Typ-1-Diabetes, aber es wurde bisher kein klarer Zusammenhang festgestellt.

Evaluationen der BABYDIET Studie deuten darauf hin, dass häufig auftretende respiratorische Infektionen in der frühen Kindesalter, insbesondere in den ersten 6 Monaten des Lebens, mit einem erhöhten Autoimmunitätsrisiko einhergehen. Es ist jedoch noch ein weiter Weg, bis es möglich ist, spezifische Erreger zu identifizieren, die für die Bildung von Typ-1-Diabetes zuständig sein können, und geeignete Präventivmaßnahmen wie zum Beispiel Schutzimpfungen zu entwickeln.

Hemminki, K. et al: Familienzusammenhang zwischen Typ-1-Diabetes und anderen Autoimmunerkrankungen. Ein: In: Diabetologie, 2008, 52: 1820-1828. Koczwara K, Achenbach P, Bonifacio K, Ziegler AG. Naturgeschichte des Typ-1-Diabetes. Zuckerkrankheit 2005; 54 Suppl 2:S25-31. Letztes Update

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