Deutsche Gesellschaft für Diabetologie

Diabetologische Gesellschaft

Prof. Dr. med. Heinz-Harald Abholz, Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und.

Kein "neuer Diabetologe" für den Anfang

In mehreren Ausschüssen der DDG wird seit rund zwei Jahren über die Aufnahme eines eigenen Bereichsnamens "Diabetologie" in die Fortbildungsordnung der Ärztekammer beraten. Im Rahmen eines Workshops wurde der "Spezialist für Diabetologie" und ein Vortrag zum Themenbereich "Diabetologie als Teilbereich des (Modell-)Weiterbildungscodes (MWBO)" durchgeführt. Jeder, der den "Stein des neuen Diabetologen" in Bewegung gesetzt hat, welche Belange dahinter stecken und warum, ist jetzt spekulativ und wurde dorthin gebracht.

Fakt ist, dass die aktuelle Ausbildungslage in der Diabetologie nicht ganz klar ist. Die Schwerpunkte liegen seit den 1990er Jahren in den Bereichen der Inneren und der Endokrinologie sowie der Diabetologie. Danach folgt eine 3-jährige Facharztausbildung in den Bereichen endokrinologische und diabetologische Forschung (insgesamt 6 Jahre). Als Alternative kann der Internist zuerst (frühestens nach 5 Jahren) und dann die 3-jährige Facharztausbildung in den Bereichen endokrinologische und diabetologische Diagnostik (insgesamt 8 Jahre) absolviert werden.

Hinzu kommt die anerkannter Zusatzbezeichnung "Diabetologie in der Allgemein- oder Inneren Medizin". Bedingung für den Erhalt dieser Auszeichnung ist die fachärztliche Zulassung für Innen- oder Schulmedizin oder für Kinder- und Jugendheilkunde. Eine 18-monatige Fortbildung bei einem autorisierten Diabetologen oder einem Internisten, Endokrinologen und Diabetologen.

Die einzelnen Landesärzteverbände, darunter auch die Landesärztekammer Schleswig-Holstein, führen weitere Qualifizierungsmaßnahmen wie die "diabetologische Grundversorgung" durch. Ein 40-stündiger Kurs (24 Std. theoretische Ausbildung, 16 Std. Fallseminare) ist Grundvoraussetzung für die Ausbildung in der strukturierten curricularen Weiterbildung "Diabetologische Grundversorgung". UnabhÃ?ngig von den LandesÃ?rztegesellschaften ist auch eine Anrechnung durch die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) möglich, die dann "Diabetologe, DDG" genannt wird.

Grundvoraussetzung ist der Spezialist für Internistische Fachärzte (z.B. Internistische Facharztausbildung und Magen-Darm-Therapie, Internistische Facharztausbildung und Nephrologie), der Spezialist für Kinder- und Jugendheilkunde, der Spezialist für Internistische Facharztausbildung, Endokrinologische und Diabetologische Facharztausbildung oder der Spezialist für Allgemeine Humanmedizin. Die Bewerber müssen eine 24-monatige Spezialausbildung in einer von der DDG anerkannte Institution bei einem diabetologischen Assistenten, der DDG (Vollzeit!), durchlaufen.

Für Typ-1- und Typ-2-Diabetiker muss die Anlage von der DDG zugelassen werden. Dazu bedarf es eines organisierten 80-stündigen DDG-Kurses (Klinische Diabetologie) und eines 4-tägigen Weiterbildungskurses "Kommunikation und patientenorientierte Diskussion in der Diabetologie". Auch zwischen den Kassen und den Kassenärzteverbänden bestehen in einigen Ländern Vertragsvereinbarungen, die eigene Maßstäbe für Diabetes-Spezialisten festlegen.

Auch in Bayern können sich die Bewohner zu "diabetologisch besonders qualifiziertem Arzt/Hausarzt" ausbilden lassen. So gibt es viele Qualifizierungsmöglichkeiten für die Betreuung von Menschen mit Zuckerkrankheit in Deutschland. Daher überrascht die Auseinandersetzung um einen weiteren, den " Spezialisten für Diabetologie ", aus der Perspektive vieler Kolleginnen und Kollegen. 4. Nach Ansicht von Dr. Annette Güntert, Referatsleiterin der Landesärztekammer und stellv. Geschäftsführerin, kommt die Einrichtung eines neuen Schwerpunkts "Diabetologie" ohnehin nicht in Frage, weil:

Der " Spezialist für Innenmedizin, Archäologie, Endokrinologie und Diabetologie " ist nach dem aktuell geltenden und zukünftigen neuen MWBO einer von 10 Schwerpunktthemen der Innenmedizin und umfasst die gesamte Diabetologie. Deshalb wurde in der Strategieklausur der DDG in Nürnberg mit Mehrheitsentscheidung der Weg eines "neuen Diabetologen" geebnet.

Vielmehr sollten die Qualitätsanforderungen der bestehenden Zusatzausbildungen in den Ländern standardisiert und so weit wie möglich verbessert werden und eine Kooperation mit der DGE gesucht werden. Das ist jedoch vor dem Hintergund der quantitativ sehr verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten, die vor allem für die Betroffenen nicht transparent sind, sehr zu begrüssen.

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