Blutzuckerselbstkontrolle

Selbstüberwachung Blutzuckerspiegel

Blutzucker-Selbstkontrolle ist die Grundlage der Diabetestherapie, insbesondere bei Patienten mit insulinabhängigem Diabetes. Selbstkontrolle der Blutzuckerwerte im Diabetes-Wörterbuch: Fachbegriffe für Laien verständlich erklärt. Eine regelmäßige Blutzuckerselbstkontrolle gibt Ihnen einen Überblick über Ihre Stoffwechseleinstellungen.

Von wem soll der Zuckergehalt gemessen werden?

Blutzucker-Selbstkontrolle: Sind meine Blutzuckerwerte in Ordnung? Blutzucker-Selbstkontrolle ist die Grundlage der Diabetesbehandlung, insbesondere bei insulinabhängigem Zucker. Durch eine gute Blutzuckerkontrolle kann das Komplikationsrisiko für diabetische Erkrankungen reduziert werden. In der Vergangenheit hatten die Patientinnen und Patienten fast nur die Möglichkeiten, den Urinzucker zu steuern, aber dies ermöglichte es nicht, den Stoffwechsel so genau einzustellen. Diabetikern in Deutschland stehen heute dank der weiterentwickelten Messstreifen- und Messtechnik die entsprechenden Geräte zur Verfügung, um ihren Zuckerkrankheitszustand zu steuern.

Wichtiger Hinweis: Hier nur einige wenige generelle Hinweise - im einzelnen sollten Sie jedoch mit Ihrem Hausarzt absprechen, wann und wie oft eine Messung des Blutzuckerspiegels für Sie nützt. Von wem soll der Zuckergehalt gemessen werden? Ab wann sollten Zuckerkranke den Zuckergehalt im Blut bestimmen? Prinzipiell gilt: Je höher die Intensität der Insulin-Therapie und je größer die Schwankungen des Blutzuckerspiegels, umso öfter sollten die Tests durchgeführt werden.

In der Intensivtherapie (IKT), bei der die Insulin-Dosis an den momentanen Blutzuckerspiegel angepaßt wird, sind in der Regel vier bis fünf Messwerte pro Tag die untere Grenze. Typ-2-Diabetiker, die die Krankheit mit einem gesünderen Lebenstil oder anderen Antidiabetikern allein therapieren, benötigen keine regelmässige Blutzuckerselbstkontrolle, wenn der Stoffwechsel sehr gut eingestellt und der Stoffwechsel stabil ist.

Dennoch ist es für diese Menschen von großem Nutzen, sich selbst zu kontrollieren, so dass sie sich über besondere Umstände wie Ernährungsfehler, Übelkeit, Krankheit oder Reise informieren können. Diesen Beitrag beurteilen - Dieser Beitrag wurde 33 mal durchgesehen.

Funktionsweise der Blutzucker-Messgeräte

Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) ist eine Stoffwechselkrankheit, die durch einen Mangel an Blutzuckerregulierung verursacht wird. Dies führt zu hohen Blutzuckerwerten, die für die Entwicklung akuter und chronischer Erkrankungen sind. Der Mensch kann den Blutzuckerspiegel nicht erkennen. Funktionsweise der Blutzucker-Messgeräte Die Blutzuckermessung erfolgt heute mit elektrochemischen Methoden wie Amperometrie oder coulometri.

Für wen ist die Blutzuckermessung geeignet?

Aufgrund der Resultate wissenschaftlicher Untersuchungen wird eine Blutzuckerüberwachung für Menschen mit Zuckerkrankheit vorgeschlagen, die ein Medikament nehmen, das zu Hypoglykämie führt und dessen Dosis an den derzeitigen Blutzuckerspiegel angepaßt werden muß. Vor dem Verzehr prüfen sie den Zuckergehalt und stellen die Insulindosierung auf den momentanen Blutzuckerspiegel und den Kohlenhydratanteil ein.

Für Typ-2-Diabetiker, die mit Antihypoglykämie-Medikamenten wie Sulfonylharnstoffe oder Glinide versorgt werden, kann während der Anpassungsphase eine Blutzucker-Messung notwendig sein. Bei stabiler Umgebung sind Messwerte nur in Ausnahmefällen wie z. B. bei Krankheiten, längeren Fahrten, Ernährungsumstellungen oder sportlichen Aktivitäten zu empfehlen. Patientinnen und Patienten auf Diät oder mit Arzneimitteln wie z. B. Gliptin, Methformin oder SGLT-2-Inhibitoren müssen keine Messung vornehmen, da keine Hypoglykämie entstehen kann.

In Deutschland wird das Problem der Blutzuckerselbstkontrolle immer wieder thematisiert, da die Streifen nach wie vor kostspielig sind und für die Kassen mit hohen Folgekosten verbunden sind. So hat der für die Leitlinien der Arzneimittelverordnung verantwortliche Gemischte Ausschuss im Frühjahr 2011 entschieden, dass bei nicht insulinabhängigen Patientinnen und Patienten des Typs 2 eine Kostenübernahme nur in Ausnahmen und nur in begrenztem Umfang möglich ist.

Dementsprechend sollten pro Vierteljahr höchstens 50 Streifen nur bei einer instabilen Stoffwechselsituation, einer ersten Anpassung oder einem Therapiewechsel mit einem hohen hypoglykämischen Risiko pro Therapiesituation verschreibbar sein. Die Blutzuckermessung erfolgt jedoch in der Regel mit vollwertigem Eigenblut, d.h. der Blutzuckerspiegel ist geringer als bei einer Plasmamessung.

Fehlerhafte Messungen bei der Blutzuckerselbstkontrolle werden in der Regel vom Benutzer selbst veranlasst. Fehlerursachen sind nicht passende Messstreifen, fehlerhafte Kalibrierung des Geräts, verschmutzte Messinstrumente, unsachgemässe Aufbewahrung der Messstreifen und schlechte Handhygiene. Wer häufiger misst und sich motivieren lässt, erzielt ein besseres Ergebnis als derjenige, der weniger häufig misst. Zur Verbesserung der Sicherheit der Blutzuckermessung sollte das Blutzuckermessgerät immer in die Arztpraxis gebracht werden.

Es gibt oft Unstimmigkeiten mit dem Blutzucker-Tagebuch. Blutzucker-Messgeräte sind seit 1998 auch für die Bestimmung in anderen Körperregionen freigegeben. Dies ist auch für Messaufgaben nach einer Essensmahlzeit empfehlenswert, da die Messwerte hier schnell anwachsen. Grundvoraussetzung für die Verschreibung von Teststäbchen auf Rechnung der Krankenkassen ist eine lückenlose Blutzuckerdokumentation.

Bisher war dies nur mit Blutzucker-Tagebüchern möglich. Für eine intensivierte Insulin-Therapie (ICT) müssen zusätzlich zu den Blutzucker-Werten die KH-Einheiten und die Insulin-Dosis notiert werden. Erst eine lückenlose Dokumentierung erlaubt es dem Patient und dem behandelnden Arzt, die Therapie zu überwachen und zu korrigieren. Mit Hilfe von Elektronikhelfern wie z. B. Speichermessgeräten, KE-Computern, CGMS-Geräten und Pumpen können auch Blutzuckermesswerte, Kohlehydrate und Insulindosierungen im Rechner ausgelesen werden.

Blutzucker-Selbstmessung bei Typ-1-Diabetes: Die Resultate der DCCT-Studie und ihrer Folgestudie haben ergeben, dass eine intensive Insulin-Therapie die optimale Therapie ist, um mikro- und makrovaskulären Komplikationen vorzubeugen. Blutzucker-Selbstmessung ist ein wesentlicher Baustein der verstärkten Insulin-Therapie. Die Selbstüberwachung ermöglicht es, die Dosierung und den Zeitpunkt der Insulinzufuhr und des Kohlenhydratanteils während der Mahlzeit einzustellen.

Zugleich ermöglicht die Blutzuckerkontrolle ein frühzeitiges Einschreiten bei fallenden Blutzuckerspiegeln, um eine Hypoglykämie zu verhindern. In der American Diabetes Society wird empfohlen, dass Typ-1-Diabetiker vor jeder Essens- oder Knabberei, vor dem Zubettgehen, ab und zu nach den Essen und in Krisensituationen wie dem Fahren messen. In der Regel sind 4 Messwerte pro Tag notwendig. Für Menschen, die im Sport oder in außergewöhnlichen Lebenslagen wie z. B. Trächtigkeit, Erkrankung, Hypoglykämie, Wahrnehmungsstörungen etc. aktiv sind, sind weitere Maßnahmen notwendig.

Wenn mehr als 500 Streifen pro Vierteljahr verschrieben werden sollen, also mehr als 6,5 Messwerte pro Tag, muss der verschreibende Arzt der Krankenkasse einen plausiblen Grund nennen. Dennoch ist eine konsistente Blutzuckereinstellung bei Typ-1-Diabetikern die Grundvoraussetzung, um den HbA1c-Wert in den Zielkorridor zu bringen.

Blutzucker-Selbstkontrolle bei Typ-2-Diabetes: Die Wirksamkeit der Blutzucker-Selbstkontrolle zur besseren Blutzuckerkontrolle bei Patientinnen und Patienten des Typs 2 ist nicht nachweisbar. In mehreren naturwissenschaftlichen Untersuchungen wurde die Blutzuckerselbstkontrolle evaluiert. Der Patient profitiert am besten von der Blutzuckerselbstkontrolle, wenn er ein zusätzliches Training erhält. Ein wissenschaftlicher Nachweis, dass die Messung bei Typ-2-Diabetikern die Lebensbedingungen verbessert oder Folgekrankheiten reduziert, liegt daher nicht vor.

Nur bei der Neudiagnose von Zuckerkrankheit, in Anpassungs- und Umstellungsphasen, bei instabilen Stoffwechselsituationen mit häufiger Hypoglykämie (dann vor allen Essen bis zum Erreichen des Therapieziels, dann wieder zu gelegentlichen Messungen), bei der Therapie-Eskalation temporär nach Reduktion von der Insulin-Therapie zur Therapie mit Mundantidiabetika, bei weiteren Krankheiten oder Eingriffen, wie z.B.

Therapie für orale Diabetesmedikamente (OAD) mit Hypoglykämie-Risiko (Sulfonylharnstoffe, Glinide), Insulin-Therapie und Bedarf an Selbsteinstellung der Insulin-Dosis, verstärkte herkömmliche Insulin-Therapie (vor allen Gerichten, vereinzelt nachts), Insulinpumpen-Therapie (vor allen Gerichten, vereinzelt nachts), Besonderheiten. Bevor die Blutzuckerkontrolle eingeführt wurde, war die Urinzuckerkontrolle die einzig mögliche Methode, um Zuckerkrankheit zu eruieren. Sie wurden weiterentwickelt und vereinheitlicht und waren die Standard-Methode zum Nachweis von Zuckerkrankheit, bis 1950 ein Teststreifen entwickelt wurde.

Erst wenn der Blutzuckerspiegel über 180 mg/dl (10 mmol/l) steigt, wird er in den Harn ausgeschieden. Um 1900 begann die Messung des Blutzuckerspiegels, als Kolorimeter zur Bestimmung des Blutzuckerspiegels aus einem Viertel Liter des Blutes mittels chemischen Mitteln eingesetzt wurden. Mit der Einführung des ersten Teststreifens im Jahr 1964 hat sich das geändert.

Die neue Technik ermöglichte die Bestimmung des Blutzuckerspiegels innerhalb weniger Augenblicke mit Hilfe von Lesegeräten und einem sehr großen Blutsenkung.

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