50 dm Schein Porträt

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Bilder von Menschen und Banknoten-Ikonen - Regionalkultur

MÜNCHEN - Der Mensch wird erkannt, der Zuschauer sieht - Banknoten. Im Rahmen der gleichnamigen Sonderausstellung "Das deutsche Portträt um 1500" in der Münchener Kunshalle der Hypo-Kulturstiftung trifft man auf liebe alte Bekannte: die Frau der 20-Mark-Note (die Patrizierfrau Elsbeth Tucher in Albrecht Dürers Porträt von 1499), der Herr der 50-Mark-Note (der recht reiche bayrische Staatsschatzmeister Hans Urmeier in Barthel Behams Porträt von 1525) sowie mehrere andere Banknotengesichter aus gesegneter D-Mark-Zeit.

Neben dem Fest der Nostalgie der Landeswährung kann die Münchener Show als Pendant zur großen Berlinausstellung mit Porträts der Italiener der Renaissance gesehen werden - natürlich rein kunsthistorisch. Die Bankiers hatte er ohne Ausnahme in die Hoelle getrieben, aber in der Renaissance erlebte die Kreditwirtschaft in Italien einen Aufschwung und wurde zum Modell fuer ganz Europa.

Beispielsweise zeigt das deutsche Porträt von Durer, dem alten und jungen Johann Sebastian R. P. Cranach, dem alten und neuen Meister in München nicht nur Machthaber, sondern vor allem wohlhabende Staatsbürger und Händler: Profitmacher des Frühkapitalismus, selbstbewusste Bilder der Menschheit durch Geldmultiplikation anstelle von Symbolen einer dynastischen bzw. religiösen Rangordnung.

So ist nicht nur die fortschrittliche Darstellungstechnik der charakteristischen Persönlichkeit zu bewundern, sondern auch ihr kulturell-soziologischer Hintergrund: Die Individualisierung des Wirklichkeitsgefühls wird zum Expressionismus einer Frühphase der Bourgeoisisierung der Künste, die dem wirtschaftlichen Aufschwung und der daraus folgenden Herrschaft ein Antlitz gibt. Kurz: Ein Augenblick der Arbeitsethik flankiert den Weg der Malerei zu einem realitätsnahen Menschenbild.

Natürlich haben sich die Germanen einst nicht nur das Bankgeschäft in Italien zum Modell genommen, sondern auch die Artisten unter ihnen haben sich die italienischen Kunstwerke zum Modell genommen. Das Brustporträt einer venezianischen Frau, das Albrecht Dürer 1505 auf der Reise des Meister in Venedig schuf, zeugt von den Einflüssen Giovanni Bellinis. Aber schon zuvor hatte er sozusagen die deutsche Moderne in die deutsche Gemäldewelt eingebracht.

Das Porträt seines Vater, des Goldschmiedes Albrecht Duerer d. Ä., ist das erste deutschsprachige Porträt des Malers auf dem Höhepunkt der heutigen Zeit. Durch die Verkleinerung des Hintergrundes auf eine farbige Fläche wird die dargestellte Person zum Monument. Das Porträt des wohlhabenden Jakob Fugger stellt das Spannungsverhältnis zwischen wirtschaftlichem Gelingen und souveräner Ausdrucksweise auf einen fast idealen Nenner: So mager wie mächtig der Dargestellte sich ganz auf sich selbst zu konzentrieren vermag, nur aus eigener Anstrengung erscheint dieser gigantische Wohlstand, von dem seine einfache, aber wertvolle Bekleidung zeugt.

In einigen Werken aus der Zeit vor und auch noch aus seiner Anwesenheit lässt sich in München die gewaltige Weiterentwicklung von ungeschickten, stereotypen Repräsentationsformen zu einem solchen lebensechten, psychisch betonten und sinnlich ausgeprägten Wirklichkeitssinn lesen. Unter den vielen Highlights solcher Porträts sind Lucas Cranach d.Ä. das Porträt eines blutleeren Menschen, dessen schöne Gesichtszüge eine bestimmte Wehmut einatmen, oder sein Abbild der jugendlich und recht gehässig aussehenden Fürstin Maria von Sachsen, wo die schmückende Befestigung der Roben und die kennzeichnende Befestigung der Jungfrau in einen bemerkenswerten Kontrapunkt tritt.

Denn die englische Darstellung von Hans Holbein dem Jungen ist nicht nur von der dt., sondern auch von der europ Ã?ischen Wiedergeburt. Er stellte ihn als dreiviertel Mann in prachtvoller Bekleidung dar, die jedoch nicht über den gespenstischen, gerahmten Ausdruck der Dame triumphiert. Holbeins Porträt von Charles de Solier, dem französichen Abgesandten am britischen Hofe, wird von der schlichten Anwesenheit der frontalen Darstellung erdrückt.

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