1000 Mark Schein

1.000 Mark Karte

500-Euro-Aus: Die 1000-Mark-Note wäre die neue grösste Banknote. Sie ist etwa so viel wie die violette 500-Euro-Note und kann eine viel längere Lebensdauer haben. Die 1.000-Mark-Banknote, die seit 14 Jahren außer Betrieb ist, könnte in gewisser Weise der neue Banknotenkönig in der Euro-Zone werden. Der Geldschein mit den Brüdern Grimm könnte dort noch viel längere Zeit gültig bleiben:

Auch das Erscheinen mit den drei Nullstellen wird sich wahrscheinlich nicht von selbst auflösen, zu viele davon sind noch im Umlauf. 3. Diese wertvollen Geldscheine waren in vielen Staaten der Europäischen Union vor der Euroeinführung ungewöhnlich, so wie zum Beispiel in den USA oder Großbritannien. Einige andere Staaten hatten ebenfalls ähnliche Notizen und wollten nicht auf sie verzichten. 2.

In der Schweiz kann man sehen, wie populär große Banknoten in einigen Staaten sind. Schon vor der Euroeinführung hatten die deutschen 1000er keine solche beherrschende Stellung: Nach Angaben der Nationalbank waren am Jahresende 2001 fast 44 Mio. der großen Banknoten im Umlauf. 1.

Die 500-Euro-Note macht heute nur noch drei Prozentpunkte des Banknotenumlaufs in Europa aus, macht aber knapp ein Drittel des Warenwertes aus. Nach langen ungehörten Warnungen der Autoritäten stehen sie nun kurz vor dem Aufbruch. Zu Beginn dieser Handelswoche machte Mario Draghi klar, dass er die große Geldscheine für unnötig hält: "Die 500-Euro-Note wird zunehmend als Mittel für verbrecherische Handlungen angesehen", sagte er.

Die Zentralbanken der Euro-Länder sollten auf schonende Weise damit aufhören. In Anbetracht des sehr langsamen Umlaufes der großen Banknoten würde es dann allerdings viele Jahre brauchen, bis sie wirklich aus dem Zahlungsvorgang verschwanden. Das wäre das Traum-Szenario der Polizei, denn wenn fragwürdige Charaktere ihre purpurnen Rechnungen in aller Hektik los werden müssen, gibt es gute Aussichten, sie zu fangen.

Die ehemaligen Landeswährungen sind in vielen Staaten der Europäischen Union nutzlos geworden. Man konnte sie für eine bestimmte Zeit in Euros eintauschen, aber dann schloss die entsprechende Notenbank die Türe - in Frankreich zum Beispiel nach zehn Jahren. In Deutschland nicht: Die Deutsche Bank hat zugesagt, die alte DM-Münze und -Banknoten weiterhin auf Dauer in EUR umzustellen.

Das könnte bald dazu beitragen, dass die Geldscheine mit den Brüdern Grimm sozusagen ihren eigenen Nachfolger überleben. Laut Bundesbankstatistik sind noch 1,2 Mio. Noten mit den drei Nullstellen im Umlauf. 2. Nichtsdestotrotz ist der Wertanteil enorm: 20 von den 6,04 Mrd. Mark entfällt auf die 1000 - das entspricht rund 620 Mio. auf sie.

Eben weil das Ticket für immer Gültigkeit haben soll, haben es einige Eigentümer offensichtlich nicht so schnell mit dem Tausch zu tun. Im Jahr 2015 wurden exakt 22.175 rot-braune Banknoten getauscht. Immerhin war die Marke vor allem im ehemaligen Jugoslawien und seinen Nachbarstaaten sowie in anderen osteuropäischen Ländern, zum Teil als zweite Währung, weitverbreitet.

Heute wird der Schein nicht mehr bei Handelsbanken, sondern nur noch in den 35 Bundesbankfilialen getauscht. Denn wer der Schweizerischen Bundespost traut, kann die Geldscheine auch einreichen.

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